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Alle Artikel kategorisiert unter »Verena Großkreutz«

Musik erzählt und Sprache hat Sound

02.08.19 (Verena Großkreutz) -
Deutlich und kräftig tönt es von der Bühne herunter durch den großen Konzertsaal des Stuttgarter „Wizemann“: „Das Orchester hat also geprobt“, skandiert der kleine Valentin selbstbewusst, „ein Stück über den seltsamen Ritter Don Quijotte … Der spanische Dichter Cervantes hat ihn sich ausgedacht mit ganz viel Phantasie und seine Abenteuer aufgeschrieben.“

Von der Stille in die Stille

30.06.17 (Verena Großkreutz) -
Ein Kamel, das einen Leichenwagen zieht; eine illustre Trauergemeinde, die dem grotesken Gefährt in Zeitlupe hüpfend folgt, das sich dann ohne Kamel selbstständig macht und über Stock und Stein davonrast: Diese fröhlich-surreale Sequenz entstammte René Clairs 20-Minuten-Stummfilm „Entr’acte“ von 1924, mit dem das Ensemble Ascolta das recht gut besuchte Neue-Musik-Festival „Der Sommer in Stuttgart“ im dortigen Thea­terhaus eröffnete.

Die Utopie einer Weltbühne tanzen

05.09.16 (Verena Großkreutz) -
„Bitte so leise sein, dass man die Baustelle hört!“, ruft Musikpädagoge Jürgen Kruse streng, und endlich kehrt Ruhe ein im Saal 2 des Stuttgarter Theaterhauses, so dass man aus der Ferne leises Hämmern und Bohren hören kann. Nicht ganz einfach, die vielen Kinder und Jugendlichen, die auf der oberen Zuschauertribüne auf ihren Einsatz warten, zum völligen Schweigen zu bringen. Dafür funktioniert aber dann das geforderte Sprechgewirr aus „gespuckten Konsonanten“, das improvisierend den dritten Satz von Peteris Vasks’ Sinfonie „Stimmen“ einleiten soll, nach ein paar Durchgängen schon recht gut. Es wird gerade geprobt für das aktuelle Musik- und Tanzprojekt der Jugendvermittlungssparte des Stuttgarter Kammerorchesters (SKO): für das „SKOhr-Labor: Stimmen“, das am darauffolgenden, letzten Juniwochenende im Theaterhaus drei ausverkaufte Aufführungen erleben wird.

Vom Kriminal-Tango bis zu Bach-Fugen

04.07.16 (Verena Großkreutz) -
Stuttgart – „Kriminal-Tango“ im Kopfbahnhofgebäude zwischen Lautsprecheransagen und gefährlich tief fliegenden Tauben, gospel-verpoppte „The Lord is my shepherd“-Gesänge im Sitzungssaal des Rathauses, und auf dem sonnenbeschienenen Schlossplatz: Mitmach-Singen mit dem fantastischen Männergesangsquintett Füenf, das dem Publikum seine „Schwabenhymne“ beibringt: „Wir haben nicht so viel Esprit wie die Berliner / dafür sind unsre Treppenhäuser cleaner“. Kurz: Die Bandbreite parallel laufender Konzerte beim Deutschen Chorfest, das seit 2008 alle vier Jahre vom Deutschen Chorverband veranstaltet wird und in diesem Jahr vom 26. bis 29. Mai in Stuttgart stattfand, war riesig.

Du kannst mir sehr gefallen …

10.04.16 (Ulrike Albrecht) -
Als der Bundesverband uns nach CDTipps baden-württembergischer Tonkünstler für die Weihnachtsausgabe der nmz fragte, konnten wir uns kaum entscheiden. Zu viele schöne Silberscheiben haben unsere Mitglieder in diesem Jahr auf den Markt gebracht! Neben den drei CDs vom Uli Gutscher Quintett („Abendrot“), Lia Reyna („Color Jam“) sowie Hanno Gräßer & Rüdiger Gies („Stille Nacht“), die auf den Bundesseiten vorgestellt werden, wollen wir deshalb noch ein paar andere CDs unserer vielseitig und hochkarätig aktiven Mitglieder empfehlen. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs ...

Dem Himmel viel näher

01.07.15 (Verena Großkreutz) -
Ist das denn möglich? 2.100 Besucher in einem Konzert mit Uraufführungen, mit Neuer Musik? Kein Problem beim Deutschen Evangelischen Kirchentag, der vom 3. bis 7. Juni in Stuttgart gastierte. Beim musikalischen Höhepunkt der religiösen Großveranstaltung im vollbesetzten Beethovensaal der Stuttgarter Liederhalle kooperierten Profi- und Laienchöre der Stadt in vier Werken zeitgenössischer Komponisten. Davon waren drei Uraufführungen.

Das süße Nichts: Klaus Langs „Die fette Seele“ in der Stuttgarter Leonhardskirche

09.10.13 (Verena Großkreutz) -
„Fette Seele“ klingt gut. So jung und poppig. Was hinter dem Titel dieses neuen Musiktheaterstücks und unter seinem Klangkostüm steckt, ist freilich ein frühbarockes Lehrstück: Emilio de’ Cavalieris „Rappresentazione di anima e di corpo“ von 1600, eine Mischung aus spätmittelalterlichem Mysterienspiel und zukünftiger Oper.

Mit zweierlei Maß gemessen: Die Musikhochschulen Mannheim und Trossingen sind die Verlierer der geplanten Neuordnung in Baden-Württemberg

17.07.13 (Verena Großkreutz) -
Die Wellen schlugen hoch am vergangenen Montag, als der Landesrechnungshof, Finanzkontrolleur über die Haushalts- und Wirtschaftsführung Baden-Württembergs, seine 68-seitige „Beratende Äußerung“ zur Zukunft der Musikhochschulen im Südwesten veröffentlichte. In ihrem Papier forderten die Finanzkontrolleure eine Einsparung von insgesamt 5 Millionen Euro jährlich. Bei den fünf Musikhochschulen Baden-Württembergs sollten etwa 20 % der Studienplätze wegfallen, Bachelor- und Masterstudiengänge von aktuell 2500 auf 2000 reduziert werden, aber alle bisherigen 525 Studienplätze für das Lehramt an Gymnasien erhalten bleiben.

Erfinden, wie es klingen soll

04.12.12 (Verena Großkreutz) -
Das derzeit noch leer stehende Stuttgarter Wilhelmspalais – zuvor Stadtbibliothek, ab nächstem Jahr Stadtmuseum – war im vergangenen Oktober Ort zukunftsorientierter musikalischer Experimente. Studierende der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart und ihre Lehrer brachten das Musiktheaterprojekt „Die drei Tode des Narziss“ zur Uraufführung: Fünf Miniopern unterschiedlicher Kompositionsstudenten wurden mit einem Großaufgebot an Beteiligten auf erfreulich professionellem Niveau in Szene gesetzt.

Experimente mit Zukunftspotenzial: das Stuttgarter Studio für Stimmkunst und Neues Musiktheater präsentiert sich mit „Die drei Tode des Narziss“

17.10.12 (Verena Großkreutz) -
Das Stuttgarter Wilhelmspalais, in dessen Hallen seit dem Auszug der Stadtbücherei und bis zur Eröffnung des geplanten Stadtmuseums gähnende Leere herrscht, war jetzt für ein paar Tage Ort für musikalische Experimente: Unter dem Titel „Die drei Tode des Narziss“ erarbeiteten Studierende der Stuttgarter Musikhochschule und ihre Lehrer ein aufwendiges, gut zweistündiges Musiktheaterprojekt, das fünf Miniopern unterschiedlicher Kompositionsstudenten szenisch zur Uraufführung brachte.
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