Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Viktor Rotthaler«

Soundtracks 2018/07

18.07.18 (Viktor Rotthaler) -
Zu den Soundtrack-Highlights der Saison gehört diese 4-CD-Box mit bisher unveröffentlichten Original Soundtracks von Franz Waxman aus den 1930er- bis 60er-Jahren. Schon in den frühen 30ern hatte er für Friedrich Hollaender die Musik zu „Der blaue Engel“ orchestriert. Im Hollywood-Exil entwickelte er sich schnell zu einem der wichtigsten Komponisten des „Golden Age“.

Soundtracks 2018/06

15.06.18 (Viktor Rotthaler) -
Der Jazz und das Kino, das ist eine seltsame Liebesgeschichte, die in der frühen Tonfilmzeit begann. Schon der erste Tonfilm hatte 1927 den Titel „The Jazz Singer“ getragen. Wobei es hier weniger um Jazz, als um den Gegensatz zwischen geistlicher und weltlicher Musik ging. Aber schon 1930 hat man um Paul Whiteman, den „King of Jazz“ ein ganzes Musical gebastelt.

DVD-Tipp 2018/06

15.06.18 (Viktor Rotthaler) -
Im Mai feierte sie vermutlich ihren 70. Geburtstag: Miss Grace Jones, die einzig wahre Diva der Popkultur der vergangenen 40 Jahre. Rechtzeitig vor diesem Ereignis erschien nun eine Dokumentation über diesen jamaikanischen Paradiesvogel, die den erklärungsbedürftigen Titel „Bloodlight and Bami“ trägt. Arte wählte deshalb für die TV-Ausstrahlung auch den passenderen Titel: „Amazing Grace“. Ein Wortspiel mit ihrer „Erscheinung“ und ihren Wurzeln in der Kirche.

DVD-Tipps 2018/05

17.05.18 (Viktor Rotthaler) -
Der fliegende Holländer (Icestorm) +++ The Magic Flute (BFI)

Soundtracks 2018/04

19.04.18 (Viktor Rotthaler) -
Es gibt gefühlt Zillionen von Elvis-Samplern. Immer wieder werden seine Hits zu Best-of-Kompilationen zusammengestellt. Und doch wurde in den letzten Jahren immer noch neues Material ausgegraben, herausragend eine Box mit seinen Aufnahmen in den legendären Stax-Studios in Memphis. Dieses 3-CD-Set ist nun gewissermaßen die Zugabe zu der zweiteiligen Dokumentation „Elvis Presley: The Searcher“.

DVD-Tipp 2018/04

19.04.18 (Viktor Rotthaler) -
Darauf hatte man lange gewartet: eine Dokumentation über Filmmusik im Kino. Seit zum ersten Mal 1977 John Williams‘ „Star Wars“-Fanfare auf der Leinwand erklang, gibt es eine große Gemeinde von „Score“-Fans, die sich mit der Geschichte der Filmmusik zu beschäftigen begonnen haben. Manche von ihnen begannen sogar selbst „Scores“, also Partituren für Filme zu komponieren. So war also diese Dokumentation wirklich überfällig. Leider kann sie nur sehr bedingt empfohlen werden.

Die Seele von Trikont

08.04.18 (Viktor Rotthaler) -
Die ungewöhnliche Todesanzeige seiner „ökolibertären Freunde“ in der SZ brachte es Anfang März auf den Punkt: „‚Trikont – Unsere Stimme‘, die Musik, die er verlegte, drückte unser Lebensgefühl aus. Musik von unten, aus den Kellern der Rebellion und den Stuben der Volksmusik. Aufsässig, melancholisch, melodisch, schrill. Er hatte keine Angst vor dem Hergebrachten, sei es in Bayern oder Louisiana. In seinem Eigensinn und seiner Unabhängigkeit war er unbeirrbar.“

DVD/CD-Tipp 2018/03

20.03.18 (Viktor Rotthaler) -
Zu den besten Filmen des vergangenen Jahres gehört zweifellos Kathryn Bigelows „Detroit“. Damit erinnert sie an die „Riots“ im Sommer 1967 in der „Motortown“. Im Herzen des Films rekonstruiert sie eine lange Nacht, die als „The Algiers Motel Incident“ in die Geschichte einging. Rassistische Polizisten hatten damals mit afroamerikanischen Verdächtigen ein „Todesspiel“ gespielt und sie danach im Dienst getötet. Geschickt mixt die Bigelow hier Facts und Fiction. So entstand ein physisches Kinoerlebnis, das allerdings – anders als im Horrorfilm – keine Katharsis anbietet.

Und plötzlich war der ewige Walzertraum aus

16.02.18 (Viktor Rotthaler) -
In diesen Tagen ist „das Völkische“ wieder in den öffentlichen Diskurs zurück­gekehrt. Ein Teil des Bürgertums hat eine Partei in den Bundestag gewählt, die damit vielleicht nicht nur kokettiert. 2018 spricht man plötzlich nicht nur von der „deutschen Leitkultur“ (was immer das ist), sondern auch vom „Bio-Deutschen“. Ende des vergangenen Jahres jährte sich der 100. Geburtstag der deutschen „Traumfabrik“ Ufa. Ein zentraler – durchaus wieder aktueller – Punkt der Ufa-Geschichte ging dabei in der Berichterstattung fast unter: die „Entjudung“ des Filmkonzerns im März 1933.

Schneewittchen und das blinde Mädchen

29.12.17 (Viktor Rotthaler) -
Anfang November ging durch die Weltpresse eine Meldung, die vermutlich nur Spezialisten ziemlich beeindruckt haben dürfte: Verschollene Kurt-Weill-Komposition entdeckt. Dabei handelte es sich um ein neues Puzzlestück in der Geschichte der deutsch-jüdischen Popularmusik des 20. Jahrhundert. Ein Puzzlestück, das auch viel über die Zeitläufte erzählt, in denen diese Werke entstanden sind, die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen. Wenn man will, kann man diesen Fund einbetten in zwei weitere „Entdeckungen“ der letzten Jahre, die Originalaufnahme von Friedrich Hollaenders „An allem sind die Juden schuld“ oder die Entschlüsselung der deutschen Synchronfassung von Walt Disneys „Schneewittchen“ im Frühling 1938 in Amsterdam.
Inhalt abgleichen

Das könnte Sie auch interessieren: