KIZ-Nachrichten

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Unternehmer*innenlohn jetzt! – Ohne wirtschaftliche Hilfe stirbt die Kultur

Die für November 2020 angekündigten Maßnahmen gegen die weitere Ausbreitung des Corona-Virus bedeuten existentielle Einschnitte für die Freien Künste. Das zwischen Bund und Ländern vereinbarte Veranstaltungsverbot entzieht Kunst- und Kulturschaffenden erneut die Existenzgrundlage.

„Fahrt runter!“ – Intensivmediziner warnen vor drohender Überlastung

29.10.20 (dpa, Ulrike von Leszczynski) -
Auf Deutschlands Intensivstationen rollt in der Corona-Pandemie eine Covid-19-Welle zu, die jene vom Frühjahr weit übertreffen könnte. In 14 Tagen kämen die großen Zentren unter Maximalbelastung, warnt ein Experte für Intensiv- und Notfallmedizin.

Lockdown 2: DOV fordert Rettungsschirm für alle Kulturschaffenden

29.10.20 (PM - DOV) -
Angesichts der erneuten bundesweiten Schließung von Theatern, Konzert- und Opernhäusern ab dem 2. November fordert die Deutsche Orchestervereinigung von Bund und Ländern einen umfassenden Rettungsschirm. „Der zweite Lockdown trifft die Orchester, Musikerinnen und Musiker zu einer Zeit, in der sonst Hochbetrieb herrscht. Wieder brechen die Eigeneinnahmen komplett weg, und das Publikum bleibt aus“, sagt Gerald Mertens, Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung. „Vor allem die soloselbständigen Künstlerinnen und Künstler sowie die privaten Veranstalter stehen jetzt vor dem Aus. Auch sie müssen wie die staatlichen und nicht staatlichen Orchester und Bühnen von Bund und Ländern endlich wirksam unterstützt werden.“

Offener Brief der Theaterleitung des Staatstheater Mainz

28.10.20 (PM) -
Liebes Publikum, die Theater zählen zu den sichersten Räumen des Landes. Nachgewiesenermaßen hat sich kein Besucher und keine Besucherin in einem Theater- oder Opernhaus mit Covid19 angesteckt. Hochleistungsfähige Lüftungsanlagen und strengstens ausgestaltete Hygienekonzepte sorgen für ein im Wortsinne risikofreies Klima.

Grütters will Hilfen auch für die Kulturszene

28.10.20 (dpa) -
Berlin - Kulturstaatsministerin Monika Grütters will mit Blick auf die bevorstehenden Schließungen massive Hilfen auch für die Kulturszene. «Es geht für die Branche um Leben und Tod», sagte die CDU-Politikerin am Mittwoch der «Bild»-Zeitung. «Die Künstler und Kreativen haben sich in der ganzen Krise ungeheuer fair verhalten, obwohl es an ihren Lebensnerv geht.»

Altmaier will Soloselbstständigen in der Kultur helfen

28.10.20 (dpa) -
Berlin - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat weitere Finanzhilfen für Soloselbstständige im Kulturbereich in Aussicht gestellt. «Wir werden in den nächsten Wochen ganz intensiv auch über dieses Thema reden», sagte er am Mittwoch im ARD-Morgenmagazin. Eine Pleitewelle und eine tiefgreifende Veränderung der Kulturlandschaft infolge der Corona-Pandemie solle verhindert werden. «Die Kultur gehört zur Identität unseres Landes», so Altmaier.

Bund und Länder wollen Freizeiteinrichtungen weitgehend schließen

28.10.20 (dpa) -
Berlin - Bund und Länder wollen wegen der Corona-Krise Veranstaltungen, die der Unterhaltung und der Freizeit dienen, im November deutschlandweit weitgehend untersagen. So sollen Theater, Opern oder Konzerthäuser vom 2. November an bis Ende des Monats schließen.

Chemnitz wird Europäische Kulturhauptstadt 2025

28.10.20 (dpa) -
Berlin - Chemnitz soll Deutschland als Europäische Kulturhauptstadt 2025 vertreten. Eine entsprechende Empfehlung für die sächsische Stadt verkündete die europäische Auswahljury am Mittwoch in Berlin. Damit haben die weiteren Bewerber Hannover, Hildesheim, Magdeburg und Nürnberg das Nachsehen.

«Undifferenzierte Maßnahme»: Kultur warnt vor neuen Schließungen

28.10.20 (dpa) -
Berlin - Im Kino bleiben viele Plätze frei, im Museum gibt es Online-Tickets: Kultureinrichtungen in Deutschland haben sich an die Pandemie angepasst. Die Verbände warnen nun vor weiteren Einschnitten - und erinnern auch an die finanzielle Lage von Künstlern.

Quarantäne-Regelung: FREO e.V. fordert Ausnahmeregelung für Kunst- und Kulturschaffende in der Muster-Quarantäneverordnung

28.10.20 (PM - FREO) -
FREO e.V. fordert die Aufnahme einer Ausnahmeregelung für professionelle Kunst- und Kulturschaffende in die Muster-Verordnung zu Quarantänemaßnahmen für Ein- und Rückreisende zur Bekämpfung des Corona-Virus. Gleichzeitig muss die Verordnung zu Vermeidung eines Flickenteppichs einheitlich in allen Bundesländern umgesetzt werden.

Deutsche Jazzunion warnt vor Folgen von Veranstaltungsverbot ohne Kompensation für Kulturschaffende

Die Deutsche Jazzunion richtet gemeinsam mit vielen anderen Bundesverbänden einen dringenden Appell an die Bundesregierung, bei den weiteren Verschärfungen der Corona-Maßnahmen die teils drastischen Auswirkungen für den Kulturbereich im Auge zu behalten. Am heutigen Mittwoch werden nach Gesprächen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsident*innen der Länder weitere Vorgaben zur Eindämmung des Infektionsgeschehens erwartet.

Entwurf der Beschlussvorlage: Bund will Freizeiteinrichtungen weitgehend schließen

28.10.20 (dpa) -
Berlin - Der Bund will wegen der Corona-Krise Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, deutschlandweit fast den ganzen November untersagen. So sollen Theater, Opern oder Konzerthäuser vom 4. November an bis Ende des Monats schließen.

Bayern will Kulturbranche mit 370 Millionen Euro helfen

28.10.20 (dpa) -
München - Die Staatsregierung will die durch die Corona-Krise schwer getroffene Kulturbranche mit einer Summe von 370 Millionen Euro unterstützen. Geplant sei unter anderem ein neues Programm für die Solo-Selbstständigen zum Ersatz des entfallenden Unternehmerlohns, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München.

Zuschauer-Obergrenze trifft Theater in Bayern hart - Spielbetrieb kaum rentabel

28.10.20 (dpa) -
München - Als die Theater im Frühsommer wieder öffneten, durften sie nur vor 200 Zuschauern spielen. Für die Häuser war das finanziell verheerend. Doch es sollte noch schlimmer kommen. In Corona-Hotspots dürfen jetzt nur noch 50 Zuschauer rein. Für die Theater eine Katastrophe.

Telemann-Wochenende statt großer Festtage in Magdeburg

28.10.20 (dpa) -
Magdeburg - Die 25. Magdeburger Telemann-Festtage waren im März wegen der Corona-Pandemie kurzfristig abgesagt worden - nun gibt es ein verlängertes Festival-Wochenende. Als «Magdeburger Telemann-Nachspielzeit» werden von Donnerstag bis Sonntag einige Interpreten zu erleben sein, die damals nicht auftreten konnten.

Bachfest Eisenach unter dem Motto «Bach und Beethoven»

28.10.20 (dpa) -
Eisenach - Musik zweier weltweit bedeutender Komponisten lockt von Mittwoch bis einschließlich Sonntag nach Eisenach. Konzerte mit Kompositionen von Ludwig van Beethoven und Johann Sebastian Bach stehen beim vierten Bachfest auf dem Programm, für das die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde verantwortlich ist.

Corona-Pandemie: Auch New York Ballettkompanie sagt Saison ab

28.10.20 (dpa) -
New York - Nach der Metropolitan Oper und den Philharmonikern hat auch die renommierte New Yorker Ballettkompanie wegen der Coronavirus-Pandemie ihre komplette Saison abgesagt. Frühestens im September 2021 werde die Kompanie wieder reguläre Auftritte geben, teilte das New York City Ballet mit. Bereits seit März waren die Tänzer nicht mehr regulär aufgetreten.

Kunst ohne Worte: Internationales Pantomime-Festival in Dresden

28.10.20 (dpa) -
Dresden - Das Internationale Pantomime-Festival in Dresden will in Corona-Zeiten nur beim Spiel auf der Bühne stumm bleiben. Für die 36. Ausgabe des Festes vom 11. bis 15. November wurden am Dienstag sieben Ensembles und Solokünstler aus vier Ländern angekündigt.

Chef der Jazztage Dresden wehrt sich gegen Kritik an Hygienekonzept

28.10.20 (dpa) -
Dresden - Die Umsetzung des Hygienekonzepts der Jazztage Dresden mit Besuchergruppen ohne Abstand oder Maske sorgte zuletzt für Diskussionen - nun haben die Veranstalter die Kritik zurückgewiesen. «Wir haben uns eins zu eins an das von der Stadt genehmigte Hygienekonzept gehalten», sagte der Intendant des Festivals, Kilian Forster, auf Anfrage am Dienstag.

Bayreuths «Lohengrin» in Bildern von Rosa Loy und Neo Rauch

28.10.20 (dpa) -
Berlin - «Im Lohengrin gibt es viel blaue Musik», das erkannte schon der Philosoph Friedrich Nietzsche. Blau war denn auch die Farbe, in die das Künstler-Ehepaar Neo Rauch und Rosa Loy die Oper von Richard Wagner 2018 bei den Bayreuther Festspielen tauchte. Die von ihnen entworfenen Bühnenbilder und Kostüme sind jetzt versammelt in dem Band «Lohengrin. In Bildern von Rosa Loy und Neo Rauch».
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