Independent-Branche setzt sich erfolgreich ein für die Auswertung weiterer Radiosender durch die GVL


20.06.22 -
Die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL) wird zukünftig weitere Sender mit sogenanntem „ausgewiesenem Nischenrepertoire“ auswerten und somit Künstler*innen und ihre wirtschaftlichen Partner für den Einsatz ihrer Musik in diesen Medien vergüten. Der Verband unabhängiger Musikunternehmer*innen (VUT) hatte sich in den Gremien der Verwertungsgesellschaft für eine Erweiterung der ausgewerteten Sender eingesetzt, da diese Nischenrepertoire und kulturell wertvolle Produktionen senden. Somit kommen Deutschlandfunk Nova und egoFM zusätzlich zu den bereits unter diesen Kriterien ausgewerteten Sendern FluxFM, ByteFM und sunshine live hinzu.
20.06.2022 - Von PM - VUT, KIZ

Vergütungen durch die GVL werden auf Grundlage der Nutzung von Musik im Rundfunk berechnet. Jedoch werden nur bestimmte Sender ausgewertet und je nach Anteils- und Kulturfaktor bewertet. So wertet die GVL momentan z. B. nur Sender aus, deren Erlöse für das jeweilige Verteilungsjahr mindestens 200.000 Euro betragen haben. Laut GVL-Satzung können weitere Sender einbezogen werden, wenn diese eine besondere kulturelle Bedeutung haben. So konnten seit 2020 berechtigte Künstler*innen und Labels weitere Sender vorschlagen, die bisher nicht von der GVL ausgewertet werden. 

Jörg Heidemann, Vertreter des VUT in der Gesellschafter- und Delegiertenkonferenz der GVL: „Wir freuen uns, dass wir dazu beitragen konnten, dass Deutschlandfunk Nova und egoFM zu den rund 120 ausgewerteten Sendern hinzukommen. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Vielfalt im deutschen Rundfunk und sind insbesondere für die Independent-Branche ein essentieller Baustein in Veröffentlichungskampagnen.“

Der VUT ist seit 2020 Gesellschafter der GVL und gibt seither den unabhängigen Musikunternehmer*innen eine weitere Möglichkeit, in den GVL-Gremien mitzuwirken. Ausgemachtes Ziel der Interessenvertretung war hier von Beginn an die Mitarbeit insbesondere an den Themen Transparenz und Verteilungsgerechtigkeit.

 

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