Populäre Musik als kulturelles Gedächtnis? Tagung im Lippmann+Rau-Musikarchiv in Eisenach


08.09.10 -
Wozu taugen Popmusik-Archive? Warum sollte Musik, die ihre Bedeutung doch wohl aus der Nähe zu den Lebens- und Alltagszusammenhängen ihrer Hörer zieht, überhaupt archiviert werden? Mit der Tagung „Populäre Musik als kulturelles Gedächtnis?“ am Freitag, 17. und Samstag, 18. September 2010 im Lippmann+Rau-Musikarchiv (Internationales Archiv für Jazz und populäre Musik) in Eisenach soll versucht werden, Antworten auf diese Fragen zu finden. Hierzu werden Theoretiker und Praktiker zusammengebracht:
08.09.2010 - Von PM, KIZ

Vertreter der wichtigsten deutschen Jazz- und Popmusik-Archive, Musik- und Medienwissenschaftler, Musikpublizisten und ein Dokumentarfilmer werden an zwei Tagen Aufgaben und Herausforderungen, Besonderheiten und Probleme, Strategien und Ziele der Archivarbeit mit populärer Musik erörtern.
 
Populäre Musik ist in den letzten Jahrzehnten in den Archiven, Museen und Hochschulen angekommen – jenen öffentlichen Institutionen also, die sich der langfristigen Speicherung, Pflege und wissenschaftlichen Aufarbeitung der kulturellen Vergangenheit widmen. Sie ist damit Teil des kulturellen Gedächtnisses geworden. Die Tagung „Populäre Musik als kulturelles Gedächtnis?“ fragt nach den Folgen, die sich hieraus ergeben. Ziel der Tagung ist eine grundlegende Diskussion von Perspektiven des Dokumentierens, Archivierens und wissenschaftlichen Aufarbeitens von populärer Musik der Vergangenheit sowie ihrer Bedeutung für unser Geschichts- und Kulturverständnis, für unsere kulturelle Identität, aber auch für das Musikschaffen der Gegenwart.
 
Die Tagung wird gemeinsam von der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und der Lippmann+Rau-Stiftung Eisenach veranstaltet. Neben den Vorträgen und Diskussionen der Tagung bleibt genügend Raum zum persönlichen Gedankenaustausch der Teilnehmer, so auch bei zwei Konzertabenden im Gewölbekeller unter dem Archiv. Die Tagung wird finanziert mit Mitteln aus dem Landesprogramm „ProExzellenz“ des Freistaates Thüringen.