Rote Liste der bedrohten Kultureinrichtungen Juli/August 2015


01.07.15 -
Neue Negativmeldungen aus Berlin, Bremen und NRW. In der aktuellen Ausgabe der Zeitung Politik & Kultur ist die 19. „Rote Liste bedrohter Kultureinrichtungen“ erschienen. Ein Musikwettbewerb, ein Stadttheater, ein Studiengang und zwei denkmalgeschütze Fabrikhallen wurden neu auf die Rote Liste gesetzt.
01.07.2015 - Von PM - Deutscher Kulturrat, KIZ

Gleich drei Neumeldungen fallen in die Kategorie „von der Schließung bedroht“. Der Singer-Songwriter-Wettbewerb „Troubadour – Modern Minstrels“, der seinen Teilnehmern eine erste Plattform für eine musikalische Laufbahn bietet, steht in seinem 10. Jubiläumsjahr vor dem Aus. Das vom Berliner Senat gegründete Unternehmen Musicboard Berlin hat die finanzielle Förderung für die diesjährige Abschlussveranstaltung abgelehnt. Das ebenfalls in Berlin ansässige „Stadttheater Cöpenick“ wird im November 2015 den Betrieb einstellen müssen, sollte es keine anderweitige finanzielle Unterstützung erhalten, da der Stadtbezirk Treptow-Köpenick aufgrund fehlender Haushaltsmittel seine Zuschüsse halbiert hat. An der Hochschule Bremen soll der Bachelor-Studiengang „Internationale Journalistik“ geschlossen werden. Ab dem Wintersemester 2015/2016 ist eine Bewerbung nicht mehr möglich.

Als „gefährdet“ wurden die denkmalgeschützten KDH-Hallen in Köln-Kalk eingeordnet. Aufgrund ihrer maroden Bausubstanz steht der Abriss der Hallen 76 und 77 der ehemals zu Klöckner-Humboldt-Deutz gehörenden Maschinenfabrik Humboldt zur Debatte. Dieser wurde vorerst durch einen Beschluss des Kulturausschusses gestoppt. Nun geht es darum, die denkmalgeschützten Hallen für dauerhafte kulturelle Nutzungen zu sichern.

In der Reihe „Die Rote Liste“ stellen wir in Analogie zu den bekannten Roten Listen der Tiere und Pflanzen bedrohte Kultureinrichtungen in Deutschland vor. In jeder Ausgabe werden gefährdete oder bereits geschlossene Kulturinstitutionen, -vereine und -programme aufgeführt.

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