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Alle Artikel kategorisiert unter »Bremen«

Improvisation und Jazz für Kinder

26.04.17 (Andreas Kolb) -
Das Musikland Niedersachsen erstreckt sich vom Harz bis zur Nordseeküste und von der Elbe bis zur Ems. Die zentrale Aufgabe der Musikland Niedersachsen gGmbH ist es, in dieser Fläche Akteure untereinander zu vernetzen. Ihren Ursprung hatte die Initiative, die 2008 ihre Arbeit aufnahm, in einer Bestandsaufnahme des zwar reichhaltigen, aber weitgehend unentdeckten Musiklebens.

Bremer Zwerge

12.04.17 (Gordon Kampe) -
„Autsch. Hier tut’s weh.“ – „Da können wir nicht helfen, unsere Ärzte sind in Rente.“ – „Das ist doch ein Krankenhaus?“ – „Ja, wir verkaufen jetzt Turnschuhe. Man muss sich weiterentwickeln.“ Was hier nach Mumpitz tönt, das geht als Argument im Kulturbereich offensichtlich ganz gut durch: Mit dem Fortgang verdienter Personen, werden Inhalte gleich mitpensioniert.

Bremen als Hochburg des Jazz - Finnland bei «jazzahead!» im Fokus

07.04.17 (dpa) -
Bremen - Das Festival und die Musikmesse «jazzahead!» in Bremen rücken in diesem Jahr die Kulturszene Finnlands in den Mittelpunkt. Bei der Eröffnungsshow am 15. April können Besucher finnischen Tango und den Beatboxer Felix Zenger kennenlernen, wie die Veranstalter am Donnerstag mitteilten.

Kirchenmusikstudium in Bremen vorerst gerettet

Der Studiengang Kirchenmusik an der Hochschule für Künste (HfK) Bremen wird mit einem neuen Profil weitergeführt. 2015 hatte der Akademische Senat der Hochschule aufgrund von Sparvorgaben der Bremer Landesregierung beschlossen, den Studiengang bis 2020 auslaufen zu lassen. Nun kann er durch die finanzielle Unterstützung der Evangelischen und Katholischen Kirchen vorerst weitergeführt werden. Die Karin-und-Uwe-Hollweg-Stiftung beteiligt sich für fünf Jahre mit einer Stiftungsprofessur. Der Deutsche Musikrat hatte sich intensiv für den Erhalt des Studienganges eingesetzt.

Hector Berlioz‘ „La Damnation de Faust“ in Bremen

21.03.17 (Ute Schalz-Laurenze) -
Wenn man in den Zuschauerraum kommt, ist Faust längst da, er ist einer von uns. Auf einem Steg, mitten in das Foyer hineingebaut, irrt der weißgekleidete Rothaarige unsicher umher und es ist von vornherein klar: mit dem Goethe‘schen Intellektuellen und dessen Sinnsuche hat dieser hier nichts zu tun. Es ist mit einem kleinen Bonsai-Baum im durchsichtigen Rucksack der eher depressive Versager von Hector Berlioz, der seiner „dramatischen Legende“ den Titel „La Damnation de Faust“ gegeben hat.

Tanzfestival in Bremen will mit Vielfalt Grenzen einreißen

15.03.17 (dpa) -
Bremen - Choreografen aus der ganzen Welt setzen sich in Bremen mit Identität und Herkunft auseinander. Zum Tanz-Festival wurden diesmal vor allem Frauen der Choreografenszene eingeladen. Mit dabei: Germaine Acogny, die als Mutter des zeitgenössischen afrikanischen Tanzes gilt.

Zu Unrecht erworben: Bibliothek gibt Wagner-Buch zurück

01.03.17 (dpa) -
Bremen - Die Staats- und Universitätsbibliothek Bremen gibt ein zur NS-Zeit unrechtmäßig erworbenes Buch mit Briefen Richard Wagners zurück. Das teilte die Bibliothek am Dienstag in Bremen mit. Das 420 Textseiten starke Buch aus dem Jahr 1915 enthalte Briefe des Komponisten an seine Muse Mathilde Wesendonck.

Musik, die unter die Haut geht und ins Hirn dringt

03.02.17 (Gisela Nauck) -
Mit dem rätselhaften Titel „Das Maul ist der Text“, dessen Urheber Hans-Joachim Hespos sein soll, lud die „projektgruppe neue musik bremen“ am letzten Novemberwochenende vorigen Jahres (25. bis 27. November) zu ihrer 19. Konzerttagung ein. Dieser so treffende Begriff – Konzerttagung – wurde zu meinem Bedauern zwar schon vor Jahren gegen den Allerweltsbegriff Festival ausgetauscht. Das Konzept aber, Musik – immer „auf der Höhe der Zeit“ – zu hören und dieses Hören durch Vorträge sowie moderierte Gesprächsrunden gedanklich zu vertiefen, wurde beibehalten. Zum Glück. Der Titel blieb zwar trotz dieser Verzahnung von Hören und Wissenserweiterung ungeklärt. Aber das Programm machte auch diesmal wieder klar: Es geht in Bremen nicht schlechthin um zeitgenössische Musik, sondern um das Zeitgenössische in der Musik.

Über die Unsicherheit menschlicher Existenz

Vergeblich warten die Menschen im 20. Jahrhundert, in ihrer Existenz vereinzelt und seelisch leer, auf Erlösung aus ihrer Misere. Das ist die beunruhigende Quintessenz im Poem „The Was­te Land“ (Das wüste Land) des anglosächsischen Dichters und Dramatikers T.S. Eliot (Literaturnobelpreis 1948), seine skeptische Erkenntnis der condition humaine zu Beginn der Moderne. Diesem Sujet hat das Metamorphosen Musiktheater bei einem Konzert im Oktober 2016 im Sendessal Bremen klangästhetische Konturen historischer und eigener Provenienz hinzugefügt.

„Ein kleiner Bub bei den Schafen“ – Karl Amadeus Hartmanns Simplicius Simplicissimus in Bremen

30.01.17 (Ute Schalz-Laurenze) -
Der kleine Simplicius Simplicissimus, der „allereinfältigste“, „ein kleiner Bub bei den Schafen“, so der Erzähler, betet in dem ihm vom Eremiten beigebrachten „Vater unser“ „Und erlöse uns von dem Reich“. Natürlich hat der 1905 geborene Karl Amadeus Hartmann das in seiner 1934 entstandenen Oper erst einmal verstecken müssen: er vergrub die Partitur im Garten seiner Schwiegereltern in seinem inneren Exil in der Schweiz.
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