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Alle Artikel kategorisiert unter »Alessandro de Marchi«

Bildung statt Missbrauch: „Silla“ von Graun bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik

07.08.22 (Roland H. Dippel) -
Von den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik geht die Produktion von Carl Heinrich Grauns „Silla“ unter einem Berlin-affinem Produktionsteam – Alessandro De Marchi (Dirigent) und Georg Quander (Regie) – zu den Osterfestspielen Schloss Rheinsberg. Zu bestaunen gab es in der ersten Neuproduktion dieses Dramma per musica (Berlin 1753) nach 240 Jahren viel. Roland Steinfeld hatte eine praktische Urtext-Ausgabe nach zwei Abschriften der Partitur aus der Berliner Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz erstellt. Ein Triumph der Counterstimmen von Bejun Mehta, Valer Sabadus, Hagen Matzeit und Samuel Mariño.

Paërs anderer „Fidelio“ bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik

13.08.20 (Roland H. Dippel) -
Nur halb so dick wie die von Plan A ist die wegen Corona verschlankte Fassung der Jahresbroschüre zu den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik. Trotzdem kommt das Festival bemerkenswert gut und glücklich in die Gänge. Alle drei Musiktheater-Produktionen finden statt: Paërs „Leonora“ als Tribut an das Beethoven-Jahr, Alessandro Melanis „L'empio punito“ und die sechs musikalischen Intermedien zu „La pellegrina“ – dazu auserlesene Konzerte wie Carissimis Oratorium „Jephte“ mit Voces Suaves und ein Arienabend mit Franco Fagioli. „Felix Austria!“, obwohl die Altstadt im Sommer 2020 durch eine Vielzahl von Baustellen zerstückelt ist und aufgrund der Pandemie Touristenströme nicht so üppig durch die Straßen treiben wie in den letzten Jahren. Roland H. Dippel erlebte zwei stark kontrastierende, großartige Abende.

Viel Atmosphäre, wenig Verdichtung: Glucks „Orphée“ in John Neumeiers Regie in Baden-Baden

30.09.19 (Georg Rudiger) -
Zur Saisoneröffnung im Festspielhaus Baden-Baden setzte der neue Intendant Benedikt Stampa Christoph Willibald Glucks „Orphée et Eurydice“ in der Pariser Fassung aufs Programm, in einer bereits anderenorts gespielten Inszenierung des Choreographen John Neumeier. Georg Rudiger ist nicht begeistert:

Bilder von Macht und Einsamkeit –Händels „Almira, Königin von Kastilien“ an der Hamburgischen Staatsoper

27.05.14 (Ute Schalz-Laurenze) -
Almira ist – gerade 20 – Königin von Kastilien geworden und muss laut Testament ihres Vormundes Consalvo einen aus dessen Familie heiraten. Sie liebt aber ihren Diener Fernando. Edilia liebt Consalvos Sohn Osman, der aber machtgierig nun auch ein Auge auf Almira wirft. Almira glaubt, dass Fernando Edilia liebt, die nach der Absage von Osman mit Fernando flirtet. Osman beginnt ein Techtelmechtel mit der Dienerin Bellane – und noch vieles mehr in dieser Art.

Hier spielen wirklich alle verrückt: Francesco Provenzales „La Stellidaura vendicante“ bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik

09.08.12 (Jörn Florian Fuchs) -
Es ist wirklich ganz fürchterlich. Und passiert immer wieder. Vor allem in den letzten Jahren auf großen Festivals und an renommierten Häusern. Man sitzt mindestens drei, im schlimmsten Fall auch mal über fünf Stunden im Theatersessel und lässt eine so genannte Ausgrabung über sich ergehen. Irgendein Intendant beauftragte studentische Hilfskräfte oder vermeintliche Experten mit dem Herumwühlen in staubigen Archiven, um den Spielplan mit einer Novität aufzurüsten. Interessanterweise steckt in „Ausgrabung“ ja auch das Wort „Grab“… Und selbst der allergeneigteste Zuhörer mag im einen oder anderen Fall darüber nachsinnen, ob nicht das Oeuvre des einen oder anderen Tonsetzers zu Recht in Frieden ruht.
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