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Alle Artikel kategorisiert unter »Alma Sadé«

Premiere als Dernière? – Offenbachs „Die Großherzogin von Gerolstein“ an der Komischen Oper Berlin

01.11.20 (Peter P. Pachl) -
Es sei ein „Glück nun zu wissen, dass die Theater zur ‚Freizeit-Industrie‘ gehören und mit Nagelstudios in einen Topf geworfen werden“. Das Komischste des heiter apostrophierten Abends passierte vor der Aufführung mit der Ansprache von Barrie Kosky an sein Publikum. Doch was danach passierte, löste das Versprechen der Heiterkeit kaum ein und konnte mit dem hohen Niveau der künstlichen Qualität dieses Hauses nicht mithalten.

Nicht im Lot – Jaromír Weinbergers „Frühlingsstürme“ an der Komischen Oper Berlin

31.01.20 (Peter P. Pachl) -
Angekündigt als die Rückkehr der „letzten Operette der Weimarer Republik“, findet die jüngste Ausgrabung an der Komischen Oper Berlin in mehrfacher Hinsicht kein Ende. Die Handlung ringt sich zu einem sehr gebrochenen Happy End durch, fast schon ein tragischer Ausgang, wie sie im Genre Operette sonst nur von Lehars „Giuditta“ bekannt ist.

Uraufführung von Elena Kats-Chernins „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ an der Komischen Oper Berlin

04.11.19 (Peter P. Pachl) -
Die Supermärkte verkaufen schon seit Wochen Jahresendprodukte und Weihnachtsspezereien, da kommt, im Schema des traditionellen Weihnachtsmärchens, mit Anfang November das erste musikalische Kinderstück. Die Novität, ein Auftragswerk der Komischen Oper Berlin, folgt dem Erfolgsschema der Kinderbücher Michael Endes als Vorlage für Opernpartituren. Zwar erzählt es mehr, als dass es auf schwache Bebilderung setzen könnte, aber es erweist sich musikalisch als durchaus gelungen, meint unser Rezensent Peter P. Pachl.

Szenisches Surround-Hörspiel – Uraufführung von Moritz Eggerts „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ an der Komischen Oper Berlin

06.05.19 (Peter P. Pachl) -
Vor mehr als 100 Jahren orientierte sich das damals neue Genre Film am Theater; seit gut einem Vierteljahrhundert ist es umgekehrt, die Bühne folgt ästhetisch und inhaltlich gerne dem Film und transportiert sogar komplette Film-Inhalte auf die Bühne, das Musiktheater folgt diesem Trend. Jüngstes Ergebnis ist Moritz Eggerts Oper „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ nach dem gleichnamigen Filmklassiker von Fritz Lang. Gemeinsam mit seinem Dramaturgen Ulrich Lenz zeichnet Barrie Kosky für das Libretto verantwortlich und inszenierte nun die Uraufführung dieser Oper für nur einen Solisten und zahlreiche Kinder(chöre) an der Komischen Oper Berlin. Peter P. Pachl hat die Uraufführung besucht.

Jahresend-Weltreise oder Drei Hochzeiten und kein Todesfall – Paul Abrahams „Viktoria und ihr Husar“ an der Komischen Oper Berlin

31.12.18 (Peter P. Pachl) -
Alljährlich gegen Jahresende gibt es in der Komischen Oper Berlin eine halb-szenische Produktion. Zunächst für fünf Jahre dem Komponisten Emmerich Kálmán gewidmet, steht seit der vorigen Spielzeit ein fünfteiliger Zyklus mit selten zu hörenden Operetten von Paul Abraham an. Nach dem „Märchen im Grandhotel“, folgte nun Paul Abrahams wohl bekanntester Operettentitel, „Viktoria und ihr Husar“.

„Der Zauberer von Oz“ von Pierangelo Valtinoni an der Komischen Oper Berlin

29.10.18 (Peter P. Pachl) -
Es ist schwer, gegen einen Mythos anzutreten, im konkreten Fall gegen den Hollywoodfilm „Der Zauberer von Oz“. Dass dies obendrein ein Musical-Film ist, der auch gerne auf die Bühnen transformiert wurde, macht den Fall für die Komische Oper Berlin mit einer Erstaufführung als Kinderoper nicht leichter.

Barrie Koskys Inszenierung der traditionsbelasteten „Anatevka“ an der Komischen Oper

04.12.17 (Peter P. Pachl) -
Mit seiner Neuinszenierung der „Anatevka“ trat Hausherr Barrie Kosky gegen eine legendäre Vorproduktion an, die Regiearbeit von Walter Felsenstein, der mit der Berliner Erstaufführung des Musicals von Joseph Stein und Jerry Bock eine der erfolgreichsten Produktionen an diesem Haus geschaffen hatte: unter dem Titel „Der Fiedler auf dem Dach“ erlebte Felsensteins „Anatevka“ mehr als 500 Aufführungen.

„Die Bremer Stadtmusikanten | Bremen Mızıkacıları“ an der Komischen Oper Berlin

14.10.17 (Peter P. Pachl) -
Vergleicht man die neue Produktion der Oper für Kinder an der Komischen Oper Berlin mit denen der Vorjahre, so fällt auf, dass diese besonders sparsam ausgefallen ist. Die Uraufführung von Attila Kadri Şendils Kinderoper „Die Bremer Stadtmusikanten“ verzichtet auf den Einsatz des Kinderchores, beschränkt sich darstellerisch auf zwei Solistenquartette und reduziert Ausstattungseffekte auf Schattenrisse.

Jaulendes aus dem alten Rom: „Die Krönung der Poppea“ – neu gefasst an der Komischen Oper Berlin

30.04.17 (Peter P. Pachl) -
Wiederaufnahmen an Stadttheatern sind in der Regel nicht unproblematisch, geraten eher wie ein zweiter Aufguss mit deutlichen Abstrichen gegenüber der Premieren-Version. Anders nur an Häusern, die sich das Prinzip „Werkstatt“ zum Ziel gesetzt haben, wie es von Neu-Bayreuth geprägt wurde. Dort arbeitet der Hausherr der Komischen Oper demnächst – und die Wiederaufnahme seiner zunächst im Rahmen des Monteverdi-Marathons vorgestellten letzten Oper des Urvaters der Opernbühne, „Die Krönung der Poppea“ war 2012 – so Regisseur Barrie Kosky – „noch nicht fertig für meinen Geschmack“.

Zwergenwelt mit Swing und Klingeling

02.11.15 (Peter P. Pachl) -
Uraufführung von Elena Kats-Chernins Oper „Schneewittchen und die 77 Zwerge“ an der Komischen Oper Berlin. Peter P. Pachl berichtet.
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