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Alle Artikel kategorisiert unter »Annette Schönmüller«

Traumlogik – Heinz Holligers Oper „Lunea“ am Opernhaus Zürich uraufgeführt

05.03.18 (Georg Rudiger) -
Die Musik beginnt ohne einen bewussten Anfang. Zarte Arpeggien auf der Harfe, dem Zymbal und dem Klavier vermischen sich mit Liegetönen in den Bläsern, gesummten Akkorden und Glockenschlägen zu einem Klangstrom, der immer in Bewegung bleibt. Heinz Holligers neue Oper „Lunea“, die bei ihrer Uraufführung am Opernhaus Zürich von ihm selbst dirigiert wird, bleibt nie stehen.

Nach langer Zeit nachgeholt – Gottfried von Einems Oper „Jesu Hochzeit“ am Ossiacher See und Bertolt Brechts Koloman-Wallisch-Kantate an der Mur

07.08.16 (Frieder Reininghaus) -
Zwei Landpartien. Die aktuelle führt zum Carinthischen Sommer. Das Kärntener Festival orderte in den 1970er Jahren beim damals erfolgreichen österreichischen Opernkomponist ein neues Stück. Gottfried von Einem hatte 1947 die Büchner-Oper „Dantons Tod“ zu den nach den Jahren der NS-Kontaminierung wiedereröffneten Salzburger Festspielen beigesteuert und 1953 am selben Ort den „Prozeß“ (nach Kafka). 1971 beglückte er die Wiener Staatsoper mit dem „Besuch der alten Dame“ und schloss, gestützt auf Friedrich Dürrenmatts Libretto, zur politisch-gesellschaftlichen Gegenwart auf. Im Ossiacher Stiftshof sollte dann vor vier Jahrzehnten „Jesu Hochzeit“ herauskommen – aus gegebenen Umständen eine Kirchenoper.

Sehr schön und theologen – Wien modern mit der Uraufführung der Oper „Paradise reloaded“ von Peter Eötvös

27.10.13 (Frieder Reininghaus) -
Je wohlgeordneter sich die Reisen des Lebens gestalten, eingefriedet in ein immer engmaschigeres und gängelndes Sicherheitsnetz, desto beliebter scheinen bei einem Teil des Musiktheaterpublikums Ausflüge ins und durchs christliche Mittelalter oder in ein mehr oder minder biblisches Jenseits zu werden. Mit gemischtem Wohlwollen und als gäbe es nichts Näherliegendes folgt die Neugier (in Form einer expliziten „Altgier“) den Streifzügen der aus den Tiefen der historischen oder mythologischen Räume auftauchenden HeldInnen, die offenkundig latente Sehnsüchte befriedigen – möglicherweise nicht zuletzt die nach einem Prickeln, das Kurt Tucholsky als „Erotik des Reisens“ beschrieb.
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