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Alle Artikel kategorisiert unter »Carlus Padrissa«

Waten in der Geschichte: die Münchner Staatsoper triumphiert mit Ernst Kreneks „Karl V.“

11.02.19 (Juan Martin Koch) -
Der Beginn ist grandios: Aus der riesigen Projektion von Tizians „jüngstem Gericht“ löst sich zu Karls Abdankungsmonolog plötzlich eine lebende Gestalt und beginnt zu klettern, geradewegs Tizians Himmel empor… Doch bald zerfällt das Bild, übrig bleibt ein unzusammenhängendes Mosaik rechteckiger Einzelteile.

Zimmermann-Oper „Die Soldaten“ an den Uraufführungsort Köln zurückgekehrt

03.05.18 (Georg Beck) -
Man fieberte mit. Wofür man noch nicht einmal Kölner sein musste. Schadete freilich auch nicht, wenn es so war. Man freute sich einfach, dass diese gebeutelte Stadt, in der so vieles versinkt – das Stadtarchiv im bröseligen U-Bahn-Untergrund, die Oper in einer etatlöcherreißenden Permanent-Baustelle, jüngst der 1. Fußball-Club in der Zweitklassigkeit –, man freute sich, dass diese Stadt, offenbar doch noch groß denken, groß handeln kann. Freute sich mit und für den „Leitungsstab“ der Oper Köln, spürte den erhöhten Pulsschlag ihres Dramaturgen Georg Kehren, wenn dieser, nicht ohne Stolz, vorrechnete: „Nach 53 Jahren wieder zurück am Ausgangspunkt!“

Padrissa und Bachler, Wagner gegen Verdi

27.06.13 (dpa) -
München - Die Bayerische Staatsoper schickt die beiden Jubilare Richard Wagner und Giuseppe Verdi in ihrem Ehrenjahr in den Ring. An diesem Freitag findet das Spektakel «Wagner vs. Verdi» statt, bei dem die Komponisten musikalisch gegeneinander antreten sollen - unterstützt von ihren jeweiligen Teams. Rund 1000 Opern-Fans haben sich nach Opernangaben zu dem Spektakel angemeldet - etwa 60 Prozent für das Team Verdi, 40 für Wagner.

Und Kundry schwimmt im Müllsack … Wagners „Parsifal“ mit La fura dels Baus in der Kölner „Oper am Dom“

30.03.13 (Frieder Reininghaus) -
Um eine dekadente Männergesellschaft geht es bei Richard Wagners in mittelalterlicher Folie verortetem Bühnenweihfestspiel „Parsifal“, um Mitleid und Erlösung von einem Übel, das sich vermittels Verführung durch dunkle Weiblichkeit und „Unkeuschheit“ einstellt. Prägend für die Handlung ist auch die Rivalität zwischen den „eigentlich“ Guten, den Rechtgläubigen, und einem Abtrünnigen, also böse Gewordenen, der ein Etablissement der Schönheiten und Lüste unterhält. Manche Exegeten halten deshalb den vieldeutig schillernden, womöglich von antisemitischer Grundierung nicht freien „Parsifal“ für ein „Ideendrama“.

Die „Zauberflöte“ für das 21. Jahrhundert ist noch zu schreiben: „Babylon“ von Jörg Widmann und Peter Sloterdijk an der Münchner Staatsoper

28.10.12 (Juan Martin Koch) -
Als Klaus Bachler sich vor Aufführungsbeginn ans Publikum wandte, ahnte man den Anlass. Der Staatsopernintendant erinnerte an den verstorbenen Hans Werner Henze, an sein Wirken gerade auch in München und verkündete, das komplette Produktionsteam widme diese Premiere seinem Andenken. Je länger der Uraufführungsabend dauerte, umso stärker sehnte man sich nach Henzes musiktheatraler Souveränität zurück.

Der chinesisch-katalanische Staatszirkus gastiert in München: La fura dels Baus tauen Turandot auf

04.12.11 (Juan Martin Koch) -
Die ohnehin schon recht üppige Klangfarbenpalette von Puccinis Turandot-Partitur ist um eine Instrumentengruppe reicher geworden: In der Münchener Produktion durch die katalanische Theatertruppe „La fura dels Baus“ zücken auf ein Symbol in der Übertitelungsanlage hin 2.100 Zuschauer ihre 3D-Brillen. Das polyrhythmische Rascheln fällt freilich nicht weiter ins Gewicht, denn auf die Musik hat vorher wahrscheinlich auch keiner gehört.

Atavistisches Ritual nebst Tatütata: „Oresteïa“ mit Musik von Iannis Xenakis bei den Wiener Festwochen

20.05.11 (Frieder Reininghaus) -
Carlus Padrissa, Gründer und Motor der katalanischen Bewegungskünstlergruppe La Fura dels Baus aus Balsareny, ist ein vielbeschäftigter Theatermann. Die unterschiedlichsten musikdramatischen Werke versieht er mit additiver Körperartistik – er animierte Richard Wagners „Ring“ in Valencia, bestückt „Tristan und Isolde“ in Lyon oder lässt zu Karlheinz Stockhausens Sternenklängen auf dem Kölner Messegelände hochgemut klettern. Gestützt auf Text-Stellen von Aischylos und verschiedene zwischen 1965 und 1992 entstandenen Arbeiten für Kammerensmbles von Iannis Xenakis (1922–2001) montierte er nun für ein Opern-Air-Event der Wiener Festwochen seine Version der „Oresteïa“.
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