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Alle Artikel kategorisiert unter »Christoph Pohl«

Ohne musikdramatischen Irrwitz - Uraufführung von „Impresario Dotcom“ bei den Bregenzer Festtagen

22.08.20 (Wolf-Dieter Peter) -
„UngeHEUER“ prangt auf einem Plakat und das gilt auch für die Bregenzer Festspiele. Denn „heuer“, in diesem Jahr mussten rund 200.000 Karten Corona-Bedingt rückabgewickelt werden. Doch mit sieben Festtagen wird soeben ein künstlerisches Lebenszeichen gesendet. Dafür wurde die kleine Uraufführung aus dem Kornmarkttheater ins große Festspielhaus verlegt: mit Pflichtabstand konnten zumindest 500 der 1750 Plätze besetzt werden.

Analyse einer Liebesutopie – Wagners „Tristan und Isolde“ an der Oper Frankfurt

20.01.20 (Wolf-Dieter Peter) -
Ensembleplanung – auch damit liegt die Oper Frankfurt vor vielen anderen Kompanien. Ein aus Wagners eigener Sicht „furchtbares“, anfangs sogar von den damaligen Wiener Philharmonikern für unspielbar gehaltenes Werk weitgehend mit eigenen Kräften besetzen zu können – darüber staunte unser Kritiker Wolf-Dieter Peter und glaubt, dass nach der Premiere bei einigen Sänger-Agenturen die Telefone heiß laufen …

Die Bösen sind immer die Anderen – Konwitschny inszeniert Meyerbeers „Les Huguenots“ an der Semperoper Dresden

02.07.19 (Joachim Lange) -
Giacomo Meyerbeers „Les Huguenots“ beeindruckt in der Inszenierung von Peter Konwitschny außerordentlich, meint unser Kritiker Joachim Lange. „Die Hugenotten verbinden in gewisser Weise wagnerschen Größenwahn mit italienischem Belcanto- und Emotions-Furor. Die Musik ist aber dennoch mit französischer Leichtigkeit aufgeschäumt und behandelt obendrein den großen historischen Gegenstand mit Sprengkraft. All das hört man bei Stefan Soltész und der Staatskapelle.“

Uraufführung von Detlev Glanerts „Oceane“ an der Deutschen Oper Berlin

29.04.19 (Peter P. Pachl) -
Detlev Glanerts Veroperung eines Fragments des vor 200 Jahren geborenen Dichters Theodor Fontane wurde an der Deutschen Oper Berlin als ein einhelliger Erfolg gefeiert. Auf den 22 Seiten seines Novellen-Fragments „Oceane von Parceval“ hat Theodor Fontane den zahlreichen Undinen- und Melusinen-Geschichten, die auch auf der Opernbühne von E. T. A. Hoffmann bis Aribert Reimann vielfältige Verkörperungen gefunden haben, eine weitere Version hinzugefügt.

Alpträume hin zum Tod – Berthold Goldschmidts „Beatrice Cenci“ bei den Bregenzer Festspielen

20.07.18 (Wolf-Dieter Peter) -
Heiner Müller stellte für unsere Zeit fest, dass die „Geschichte ein Schlachthaus“ sei. Thomas Hobbes urteilte im 17.Jahrhundert, dass „der Mensch des Menschen Wolf“ sei. Berthold Goldschmidt (1903-1996) musste vor dem Terror des Nationalsozialismus nach England fliehen. Dort komponierte er das Schicksal der Beatrice Cenci, die 1599 zusammen mit ihrer Mutter wegen Vatermord hingerichtet wurde.

Fern der Realität vergegenwärtigt – Berthold Goldschmidts „Beatrice Cenci“ in Bregenz

20.07.18 (Peter P. Pachl) -
Ein ungewöhnlicher Festspielauftakt bei den Bregenzer Festspielen: die erst spät, im Jahre 1988 uraufgeführte Oper „Beatrice Cenci“ des verfemten Komponisten Berthold Goldschmidt erklang erstmals in deutscher Sprache und wurde vom Premierenpublikum einhellig gefeiert.

Europa-Tour der Sächsischen Staatskapelle Dresden: Brückenbauer nach Noten

05.06.18 (Michael Ernst) -
Der grassierenden Politikverdrossenheit eins gegensetzen, das schafft vielleicht nur die Musik. Die Sächsische Staatskapelle und der Staatsopernchor Dresden haben jedenfalls mal wieder für ein gesamteuropäisches Miteinander von Osten und Westen gesorgt.

Die Semperoper landet mit Erich Wolfgang Korngolds Oper „Die Tote Stadt“ einen Coup!

18.12.17 (Joachim Lange) -
Dass Erich Wolfgang Korngolds „Tote Stadt“ zur Semperoper, genauer gesagt zur Sächsischen Staatskapelle Dresden, passen würde, war klar. Aber gleich so? Das übertraf dann doch die Erwartungen! Und dabei stand nicht mal der Spätromantiker Thielemann als musikalischer Hausherr am Pult. Dmitri Jurowski hat bei seinem Dresdner Operndebüt jedoch sämtliche (der reichlichen) Vorzüge dieses Richard-Strauss-Orchesters par excellence voll ausgespielt und geradezu ein Korngold-Orchester daraus gemacht!

Verachtet mir das Genre nicht – „Les Troyens“ von Hector Berlioz an der Semperoper Dresden

08.10.17 (Joachim Lange) -
Die Zuschauer, die am Premieren-Abend die Semperoper in einer der beiden Pausen verließen, haben auf jeden Fall eines verpasst: die grandiose Christa Meyer mit dem Schlussgesang der Königin Didon, wenn der Trojaner Énée, samt seiner Leute, Karthago wieder verlässt, um im Auftrag seiner Götter, Italien zu gründen. Mit dieser Rolle hat sich Christa Meyer (nach ihrer atemberaubenden Brangäne in Bayreuth) endgültige in der Liga der Sängerinnen etabliert, für die es allein schon lohnt, eine Vorstellung zu besuchen.

Wer legt wen ‘rein? – René Jacobs dirigiert Antonio Salieris „Falstaff“ im Theater an der Wien

14.10.16 (Frieder Reininghaus) -
Dass Antonio Salieri nicht einmal mutmaßlich der Mörder Mozarts gewesen sein dürfte, hat sich inzwischen selbst unter den harthörigsten Freunden der „klassischen Musik“ herumgesprochen (das große Genie im extrem kleinen Körper hat sich selbst ruiniert). Und längst ist der Bann gebrochen, der mehr als hundert Jahre lang über dem großen Opernkomponisten Salieri zu liegen schien.
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