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Alle Artikel kategorisiert unter »Daniel Kötter«

Hören mit dieser Technik ist ein gehendes Hören – Stadt (Land Fluss) von Daniel Kötter und Hannes Seidl in Berlin

28.11.17 (Hans-Peter Graf) -
Mit dem bekannten Spiel, sich Namen-ratend die Zeit zu vertreiben, hat dieser erste Teil der in den Sophiensælen in Berlin uraufgeführten Trilogie nur insoweit zu tun, als es auch um Wissen geht, allerdings nicht um Standard-Wissen – mit einer größeren Stadt mit „H“ an der Unterelbe kann nur Hamburg gemeint sein –, sondern um das im Wandel begriffene Wissen über den Lebens- und Sozialraum Stadt schlechthin.

Wiegenlieder gegen eine hektische Welt

31.03.16 (Albrecht Dümling) -
Die Berliner MaerzMusik, bislang ein „Festival für aktuelle Musik“, hat sich im Vorjahr ein neues Format gegeben. Seitdem will es als „Festival für Zeitfragen“ dem Phänomen Zeit in seinen gesellschaftspolitischen, philosophischen und künstlerischen Dimensionen nachspüren. Wieder gab es eine Konferenz „Thinking Together“, die in diesem Jahr das digitale Universum als Geburtsort neuer Zeitformen präsentieren wollte.

Maerzmusik 2016: Am Nordkap schmilzt das Eis

22.03.16 (Dirk Wieschollek) -
Mit „LIEBE“ fanden die „Ökonomien des Handelns“ von Hannes Seidl und Daniel Kötter ihren Abschluss als performative Klanginstallation. Dirk Wieschollek analysiert.

Das Bild ist mächtig, das Ohr ist schwach

30.04.15 (Andreas Hauff) -
„Niemals war eine Zeit so von Bildern geprägt wie die unsere“, stellt Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch in seinem Grußwort zur 69. Frühjahrstagung des Instituts für Neue Musik und Musikerziehung fest. Jörn Peter Hiekel, Vorsitzender des Instituts, meint im Einführungvortrag, das Thema liege in der Luft. Und so gibt es nicht nur viel zu hören, sondern auch zu sehen – womöglich zu viel. Nicht allerdings von dem, was man gewöhnlich „Filmmusik“ nennt. „Neue Musik mit Film“ heißt es schließlich im Titel, und das Stichwort „Überblendungen“ beinhaltet sogar Film ohne Musik und Musik ohne Film.

Im neuen Livestream-Format

30.04.15 (Albrecht Dümling) -
Periodisch wird das traditionelle Konzert immer wieder für tot erklärt. Auch Berno Odo Polzer, der neue Chef des MaerzMusik-Festivals, hält diese Veranstaltungsform für überlebt. In der ersten von ihm betreuten MaerzMusik sollte es deshalb kein einziges Konzert geben, das der Konvention entspricht. Polzer wollte vielmehr „Erlebnisräume“ schaffen, bei denen die Zeit stille steht und das Zeitgefühl verloren geht. Um dies zu erzielen, ließ er beispielsweise – wie beim Streichquartett Nr. 3 von Georg Friedrich Haas – im Dunkeln musizieren. Vor allem ging er mit der Zeit, „unserem kostbarsten Gut“, verschwenderisch um. Er wählte Musik, bei der es auf eine Stunde mehr oder weniger offenbar nicht ankommt, und ließ dies auch das Publikum merken. So stand man im Haus der Berliner Festspiele oft in einer Warteschlange, ohne Gründe für den verspäteten Beginn zu erfahren. Obwohl die MaerzMusik neuerdings zum „Festival für Zeitfragen“ wurde, waren allzu genaue Fragen nach der Zeit nicht erwünscht.

Warten auf den Messenger – RECHT und KREDIT von Hannes Seidl und Daniel Kötter als FilmKlangTheater-Doppelpack bei MaerzMusik

02.04.15 (Dirk Wieschollek) -
Substantielle Verbindungen von Film und Musik, seit einigen Jahren fester Bestandteil zeitgenössischer Komposition und Klangkunst, haben momentan Hochkonjunktur. Hannes Seidl und Daniel Kötter, die seit 2008 eng zusammenarbeiten, nutzen das Medium Film in Projekten, die sich geläufigen Genregrenzen und konventionellen Präsentationen von neuer Musik entziehen und sich folglich auch mit den gängigen Vorstellungen von „Musiktheater“ nur schwerlich in Verbindung bringen lassen.

An den Grenzen des klassischen Konzertrituals – 12 Uraufführungen mit den Neuen Vocalsolisten Stuttgart bei Èclat 2014

10.02.14 (Andreas Kolb) -
Mit einem Festival im Festival endete am Sonntag Èclat 2014 im Stuttgarter Theaterhaus. „Mediterranean Voices“ war das Großprojekt übertitelt, das vier Konzerte und eine alle Räume des Stuttgarter Theaterhauses umfassende Videoinstallation von Daniel Kötter umfasste. Zwölf Komponisten, deren biografische Wurzeln allesamt im Mittelmeerraum liegen, hatten von „Musik der Jahrhunderte“ Aufträge für die einzigartige Gesangsexpertise der Neuen Vocalsolisten Stuttgart erhalten.

Zwischen Welten und Werken

31.10.11 (Björn Gottstein) -
Eine der wichtigen Fragen, die sich heute stellen, ist die, was die Neue Musik mit der Welt zu tun hat, in der wir leben? Wie reflektiert sie unseren Lebensalltag? Wie mischt sie sich ein? Der Warschauer Herbst widmete sich in diesem Jahr solchen Werken, die Probleme ansprechen und Stellung beziehen, Werken mit einem politischen, philosophischen und manchmal auch ganz alltäglichen Hintergrund.

Der singende Mensch singt für sich selbst

01.03.11 (Gerhard Rohde) -
Hans-Peter Jahn, Redakteur für Neue Musik beim Südwestrundfunk Stutt­gart und künstlerischer Leiter des Éclat-Festivals Neue Musik in Stuttgart, entwickelt unentwegt frische Ideen für die inhaltliche Gestaltung seines alljährlichen Neue-Musik-Wochenendes. Dabei nimmt er sich persönlich nicht aus. Diesmal „inszenierte“ er im umfangreichen Programmbuch anstelle der meist wortreichen Einführung in das Kommende einen „Prolog“ als „Selbstgespräch“. Man stellt sich selbst die Fragen, die man gern beantworten möchte, und beantwortet sie umgehend. Das hat in diesem Fall den Vorteil, dass man zumindest etwas von der gedanklichen Vorarbeit für das Programm authentisch erfährt. Was die Komponisten und deren Interpreten denken, enthüllen dann sieben weitere umfangreiche, von Hans-Peter Jahn geführte Interviews, an die sich wiederum ein „Selbstgespräch“ als „Epilog“ anschließt, in dem der Autor weitschweifig erklärt, warum er an dieser Stelle nicht die üblichen Künstler-Biographien abdruckt. Kurz zusammengefasst, läuft das auf die Abwandlung eines bekannten Goethe-Zitats hinaus: Höre Zuhörer, lese nicht, nur ein Klang sei der Gesang.

Immer mehr Musiktheater: Stuttgarts Éclat-Festival für Neue Musik

11.03.09 (Gerhard Rohde) -
Den künstlerischen Leiter des Éclat-Festivals, Hans-Peter Jahn, treibt das Musiktheater mächtig um: Kein Jahrgang ohne musiktheatralische Experimente. Zwar interessieren sich auch die Neue-Musik-Konkurrenten Donaueschingen oder Witten zunehmend für Kombinationen aus Musik und Szene, aber die Éclat-Veranstaltungen werden inzwischen von den Bemühungen um neue Formen eines „Musik-Theaters“ dominiert.
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