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Alle Artikel kategorisiert unter »Emily Hindrichs«

Zimmermann-Oper „Die Soldaten“ an den Uraufführungsort Köln zurückgekehrt

03.05.18 (Georg Beck) -
Man fieberte mit. Wofür man noch nicht einmal Kölner sein musste. Schadete freilich auch nicht, wenn es so war. Man freute sich einfach, dass diese gebeutelte Stadt, in der so vieles versinkt – das Stadtarchiv im bröseligen U-Bahn-Untergrund, die Oper in einer etatlöcherreißenden Permanent-Baustelle, jüngst der 1. Fußball-Club in der Zweitklassigkeit –, man freute sich, dass diese Stadt, offenbar doch noch groß denken, groß handeln kann. Freute sich mit und für den „Leitungsstab“ der Oper Köln, spürte den erhöhten Pulsschlag ihres Dramaturgen Georg Kehren, wenn dieser, nicht ohne Stolz, vorrechnete: „Nach 53 Jahren wieder zurück am Ausgangspunkt!“

Heinrich Böll aus Kindermund – „dokupoetisches Musiktheater“ von Helmut Oehring im Kölner Staatenhaus

19.12.17 (Frieder Reininghaus) -
Frieder Reininghaus hat die Uraufführung von Helmut Oehrings neuestem Musiktheaterwerk in Köln besucht. Sein Bericht greift weit zurück in die Komponistenentwicklung seit 2001. Die Sentenz: „Wer mit der Kunst zu tun hat, braucht keinen Staat“ bekommt hier einen (un-)gewollt komischen Beigeschmack.

Ein Hauch von zarter Melancholie – Dietrich Hilsdorf inszeniert Verdis Falstaff in Köln

Die Kölner warten bekanntlich noch immer darauf, mit ihrem Opernbetrieb wieder an das angestammte Haus am Offenbachplatz zurückkehren zu können. So lange aber dort noch Baustelle ist, gastiert man in Ausweichspielstätten wie dem Staatenhaus – eigentlich nichts weiter als eine große Halle, die bühnentechnisch keine großen Sprünge und spektakuläre theatralische Wirkungen erlaubt.

Wenn die Bilder singen lernen – Die Händelfestspiele in Karlsruhe lassen „Riccardo Primo“ funkeln

26.02.14 (Joachim Lange) -
Das Badische Staatstheater in Halles Partnerstadt Karlsruhe hat das Privileg, im Februar die ersten der drei deutschen Händelfestpiele zu veranstalten. Diesmal lassen sie Richard Löwenherz aufmarschieren und als Händels „Riccardo Primo“ funkeln. Im metaphorischen und im realen Kerzenlicht. Der junge Regisseur Benjamin Lazar hat eine nacherfundene historische Aufführungspraxis zu seinem Markenzeichen gemacht, zu dem tatsächlich Kerzenlicht und das barocke Gestenrepertoire gehören. Und Kostüme für die die Alten Meister, deren Werke heute die Bildergalerien bestücken, Pate gestanden haben.
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