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Alle Artikel kategorisiert unter »Eva Dessecker«

Vorwärts, der Nase nach! – Die Hamburgische Staatsoper eröffnet die Spielzeit mit Dmitri Schostakowitschs „Die Nase“

08.09.19 (Joachim Lange) -
Ja wo läuft sie denn, wo läuft sie denn hin? So ließe sich trefflich wundern. Wann führt schon mal eine Nase ein von ihrem Besitzer losgelöstes Eigenleben. Macht Karriere als Staatsrat. Treibt ihren Besitzer durch ihre Abwesenheit zur Verzweiflung. Und bringt ein wenn nicht wohl- so doch zumindest geordnetes Gemeinwesen vollkommen durcheinander. Russland respektive die Sowjetunion waren (und sind?) in der Beziehung ein Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Unterm Zaren bei Nikolai Gogol, der 1836 die Novelle schrieb und bei Dmitri Schostakowitsch (1930) unter dessen rotem Nachfolger. Mit der Groteske kommt man dem zaristischen wie dem bolschewistischen Russland ziemlich nahe.

Traumlogik als surrealer Bühnen-Krimi – Martinůs „Juliette“ an der Staatsoper Berlin

30.05.16 (Peter P. Pachl) -
So unverständlich, wie Dramaturgin Yvonne Gebauer es dem Premierenpublikum signalisierte, ist die auf dem Theaterstück „Juliette ou la Clé des songes“ von Georges Neveux basierende Handlung nun wirklich nicht. Bei ihrer Einführung erlebte das Publikum statt einer Schilderung theatraler Verwirr-Dramaturgie eine schillertheatral verwirrte Dramaturgin, die auf Hinweise zur Musik verzichtete, aber die gezielte Verunsicherung des informationswilligen Publikums durch über einhundert „Äh“s und „Ähm“s garnierte.
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