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Alle Artikel kategorisiert unter »Eve Risser«

Aus einem Schuhkarton wird kein Weinberg

30.11.19 (Martin Hufner) -
„Das Gegenteil von gut ist gut gemeint“, sagt ein Sprichwort. Es trifft auf das diesjährige Jazzfest Berlin zur Hälfte zu, wesentlich bestimmt jedoch zur akustischen und optischen. Die Auftritte der Jazzmusikerinnen im Haus der Berliner Festspiele fanden nach wie vor zwar auf der hauseigenen Bühne statt, die aber nun ebenerdig liegt und an der Seite wie von hinten durch weitere Zuschauerränge gerahmt wurde. Die ersten Sitzreihen wurden abgebaut und durch Liegematten ersetzt. Alles offenbar mit dem Wunsch, zwischen Publikum und Musikerinnen eine gewisse Nähe zu schaffen. Das Ergebnis, je nach Platz oder Lage, war jedoch sowohl akustisch wie optisch annähernd katastrophal.

Gelebte Demokratie

28.09.17 (Ssirus W. Pakzad) -
Welchen Stellenwert das Internationale Jazzfestival Saalfelden genießt, zeigte sich wenige Minuten vor dem Eröffnungskonzert im Congress der Pinzgauer Gemeinde: Das Publikum war ganz schön verdutzt, als neben den Ausrichtern der Veranstaltung, neben Bürgermeister Erich Rohrmoser, der Salzburger Grünen Partei-Chefin Astrid Rössler und dem Salzburger Landeshauptmann Wilfried Haslauer sogar der österreichische Bundeskanzler Christian Kern auf die Bühne kam. Diese Volksdiener versicherten glaubhaft, dass die Politik vom Jazz noch etwas lernen könne: optimierte Demokratie, Offenheit, Spontaneität und den selbstverständlichen, unverkrampften Austausch zwischen verschiedenen Lagern.

Man kann Glück nicht programmieren

01.12.16 (Martin Hufner) -
Der Planet Jazz ist nicht klein. Im Verhältnis zur ganzen Musikindustrie mag der Jazz und die improvisierte Musik nur ein Nischendasein fristen, für ein Festival wird man aber schon ein paar Musiker zusammenbekommen. Daraus einen musikalischen Strauß zu binden, der attraktiv, aktuell, weltumspannend, lokal, ausgewogen, extrem, bewahrend und vorausschauend, experimentell und traditionell ist, ist kein gerade leichtes Werk. Zumal, wenn man kein Festival aus der Konserve machen möchte, sondern sich des Wichtigsten, das sich im Moment ereignet, annimmt – oder auch eben nicht.

Das Festival selbst ist in diesem Jahr Preisträger

01.07.15 (Stefan Pieper) -
Er wolle auf jeden Fall diesen Preis mit seinem Vorgänger Burkhard Hennen teilen, betonte der künstlerische Leiter des Moers-Festivals Reiner Michalke. Beim Sonntagsempfang in der neuen Festivalhalle wurde dem Kölner der Preis des European Jazz Networks überreicht – im Beisein von Kulturstaatsministerin Monika Grütters. „Moers ist eines der ältesten und immer noch lebendigsten Jazz-Festivals in Europa, das sich stets der Erneuerung und dem Experiment widmet, und gleichzeitig seiner großen Geschichte treu bleibt“, lautet das Fazit der Jury. Wenn es um musikalische Abenteuerlust, gepaart mit einer hellhörigen Offenheit beim Publikum geht, baut Michalke seit zehn Jahren auf dem Lebenswerk des einstigen Festival-Begründers. Er hat viel erneuert, hat das Festival anders vernetzt, hat sich um Konsens bemüht und die Zukunft gesichert.
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