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Alle Artikel kategorisiert unter »Franziska Krötenheerdt«

Physischer Irrsinn, digitale Happiness: Händels „Orlando“ in Halle

31.05.22 (Roland H. Dippel) -
„Händels zukunftsweisende Oper mit Orlandos großartiger Wahnsinnsszene und den Stoff durchreißenden Orchester-Rezitativen nutzt Halles Opernintendant Walter Sutcliffe für einen bizarren Sittenspiegel von Online-Idealen und physischen Störfällen mit schwarzhumorigem Empörungspotenzial.“ Es geht rund in Halle zur Eröffnung der Händelfestspiele 2022, findet unser Kritiker Roland H. Dippel.

Keine Chance für die Liebe – Ignacy Jan Paderewskis „Manru“ an der Oper Halle ausgegraben

20.03.22 (Joachim Lange) -
Es gehört zu den Eigentümlichkeiten der Rezeptionsgeschichte, dass eine Inszenierung der Oper „Manru“ von Ignacy Jan Paderewski heute nur als ambitionierte Ausgrabung auf einen Spielplan kommt. Nicht nur in Deutschland – aber da besonders.

Ein Loch im Eisernen – Premiere von „Viktoria und ihr Husar“ in Halle

18.12.21 (Joachim Lange) -
Die Zeit und damit den historischen Kontext der Operette von Paul Abraham hat Regisseur Patric Seibert von den Jahren nach dem Ersten in die unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg verlegt. Was willkürlich klingt, aber funktioniert, weil damit die Vorlage gleichsam zur Kenntlichkeit entstellt wird. Die Sache zündet insgesamt szenisch und musikalisch, findet unser Kritiker Joachim Lange.

Mit Hammerflügel: Mozart beim Festspiel der deutschen Sprache in Bad Lauchstädt

20.10.20 (Roland H. Dippel) -
Vom 29. September bis zum 17. Oktober 2020 gab es das Festspiel der deutschen Sprache im Goethe-Theater und den Historischen Kuranlagen Bad Lauchstädt in leicht verschlankter Form. Produktionen von Mozarts Singspielen „Die Entführung aus dem Serail“ und „Die Zauberflöte“ (Weimarer Fassung von 1794) gehören zum Angebot des von Edda Moser geleiteten Festspiels. Die Sprachambitionen sind im Schauspiel deutlich höher als im Musiktheater.

Jubiläumsfeier zum 200. Geburtstag Suppés: „Der Teufel auf Erden“ in der Oper Chemnitz

29.04.19 (Roland H. Dippel) -
Die Theater Chemnitz und die Volksoper Wien feiern in einer Koproduktion den 200. Geburtstag von Franz von Suppé. Doch die selten gespielte Operette „Der Teufel auf Erden“ (Wien 1878) ist auch in der textlichen Neufassung von Alexander Kuchinka kein einfaches Stück. Raffinierte Musiknummern folgen auf sehr ausgedehnte Dialogszenen. Die Orts- und Zeitsprünge von der Hölle in ein Kloster, eine Kaserne und eine Tanzschule erfordern darstellerisches Geschick. Dabei enthält das Opus erstaunlich gute Musik.

Wenn Blütenträume welken – Oper Chemnitz bringt mit den „Südseetulpen“ von Benjamin Schweitzer eine Operette zur Uraufführung

16.01.17 (Joachim Lange) -
Die Operette ist ein Phänomen: quicklebendig und totgesagt zugleich. Mit einer Phalanx von immer wieder gespielten, vom Publikum geliebten Prachtstücken einerseits. Als Genre ohne Nachwuchs an Novitäten andererseits. Die Königsdisziplin des Musiktheaters, die Oper, kann sich immerhin zugutehalten, dass es nach wie vor Neuheiten gibt. Weniger als früher, da Oper ein fast ausschließlicher Uraufführungsbetrieb war, aber auch nach Strauss, Schostakowitsch oder Britten. Meistens als gefeierter Erfolg. In Ausnahmefällen gar als Bereicherung des Repertoires – Aribert Reimanns „Lear“ oder etliche Werke von Hans-Werner Henze belegen das.

Zemlinskys „Der Zwerg“ an der Oper Chemnitz: Kitsch contra Kälte

09.11.15 (Roland H. Dippel) -
Das Chemnitzer Premierenpublikum liebt sein Opernhaus. Und so gab es bei der Zemlinsky-Premiere für knappe 80 Minuten ebenso viel herzlichen Applaus wie für eine abendfüllende Produktion. Andernorts wurde der kurzweilige Einakter kombiniert mit „Eine florentinische Tragödie“, „Herzog Blaubarts Burg“ oder – zuletzt in Mainz – mit „Gianni Schicchi“. Es war eine künstlerische Entscheidung der Leitung, das Publikum mit diesem Fin-de-siècle-Spätling ohne Anhängsel zu beschenken.
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