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Alle Artikel kategorisiert unter »Gérard Mortier«

Ruhrtriennale: Krzysztof Warlikowski und Sylvain Cambreling machen aus Claude Debussys „Pelléas et Mélisande“ ein spannendes Kammerspiel

20.08.17 (Joachim Lange) -
Dass der aktuelle Intendant der Ruhrtriennale Johan Simons die letzte Jahresscheibe seiner Intendanz mit Claude Debussys „Pelléas et Mélisande“ einläutet, hat auch etwas von einer Referenz an den Erfinder dieser alljährlichen kulturellen Frischzellenkur für das Ruhrgebiet Gerard Mortier. Die Bochumer Jahrhunderthalle, in der diese Eröffnung mit einer vorgeschalteten Rede von Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller zelebriert wurde, hat sich längst als Herzstück der Ruhrtriennale etabliert. Dieses Industriearchitektur-Erbstück verdankt Mortier damit eine respektable Alterskarriere!

Weltpremiere: García-Lorca-Stück als Oper mit Hauch von Flamenco

23.02.15 (dpa, Hubert Kahl) -
Madrid - Eine Oper des 21. Jahrhunderts mit einem Hauch von Flamenco: Die Idee stammt vom Starintendanten Gerard Mortier, dem Erneuerer der europäischen Opernszene. Als der Belgier 2010 sein Amt als künstlerischer Leiter des Madrider Opernhauses Teatro Real antrat, machte er sich sofort daran, das Vorhaben in die Tat umzusetzen. Die Weltpremiere der - damals von Mortier in Auftrag gegebenen - Oper «El Público» (Das Publikum) findet an diesem Dienstag (24. Februar) in der spanischen Hauptstadt statt.

Begrenzte Rührung im Grenzland – Die deutsche Erstaufführung von Charles Wourinens Oper „Brokeback Mountain“ in Aachen

09.12.14 (Frieder Reininghaus) -
Zum tiefen Dräuen aus dem Aachener Orchestergraben, in dem Kazem Abdullah mit energischen Händen dem Orchester die Wege durch eine hörbar ungewohnte Musiklandschaft weist, zeigt sich ein Karussellpferd auf der Bühne. Ein irgendwie typisches US-amerikanisches Paar des fortgeschrittenen 20. Jahrhunderts läuft im Kreis und kümmert sich ohne größere Anteilnahme um ein Kind. Dann wird es heller. „Welcome to Wyoming“ grüßt ein großes Plakat und signalisiert, dass die Story von der Rückblende in die Vorgeschichte – ein Kindheitsmuster – zur eigentlichen Handlung fortschreitet.

Goethe-Medaille posthum an Gerard Mortier

25.06.14 (dpa) -
Der kürzlich gestorbene belgische Opern- und Theaterintendant Gerard Mortier wird posthum mit der Goethe-Medaille geehrt. Weitere Preisträger sind die polnische Intendantin Krystyna Meissner und der US-Regisseur Robert Wilson, wie das Goethe-Institut am Dienstag mitteilte. Die Auszeichnung wird am 28. August – Goethes Geburtstag - im Residenzschloss Weimar verliehen.

Vermächtnis, Warnung und Vision

06.04.14 (Wolf-Dieter Peter) -
„Clarté“ – diese alle anderen europäischen Aufklärer überragende französische Geisteshaltung prägt das Buch: kein gewichtiger Wälzer, kein Fach-Chinesisch, kein intellektuelles Geschwurbel. Bis vier Wochen vor seinem Tod hat Gerard Mortier die Drucklegung der deutschen Endfassung begleitet. Den zehnmonatigen, körperlich auszehrenden Kampf gegen den Krebs hat er zwar verloren, doch seine geistige Brillanz blieb unbeeinträchtigt: 103 Seiten Text, glasklar gegliedert, Personenregister, Aufstellung seiner Produktion von 1981 bis 2014, Danksagung – fast in der Westentasche zu tragen… und genau das wäre diesem dezidierten Vermächtnis zu wünschen: dass alle „Theatraliker“ darin nachschauen, darüber nachdenken, sich daran „abarbeiten“.

Ein ewig junger Erfinder des Opern-Theaters

31.03.14 (Gerhard Rohde) -
In der Oper „Ariadne auf Naxos“ von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal stimmt der junge Komponist am Ende eines schmerzlichen Gesprächs mit der Primadonna und dem Musiklehrer schließlich befreit „mit fast trunkener Feierlichkeit“, wie es im Libretto heißt, einen Hymnus auf die Musik an: „Musik ist eine heilige Kunst, zu versammeln alle Arten von Mut wie Cherubin um einen strahlenden Thron, und darum ist sie die heilige unter den Künsten! Die heilige Musik!“

Spanien verleiht Mortier posthum Verdienstmedaille

17.03.14 (dpa) -
Madrid - Die spanische Regierung hat den belgischen Opern- und Theaterintendanten Gerard Mortier posthum mit der Goldenen Verdienstmedaille der schönen Künste ausgezeichnet. Das Kabinett von Ministerpräsident Mariano Rajoy billigte am Freitag einen entsprechenden Vorschlag von Kulturminister José Ignacio Wert.

Gerard Mortier: Eine Kämpfernatur ist tot

09.03.14 (Michael Ernst) -
Er konnte nicht alle Kämpfe gewinnen. Aber wo immer er es für sinnvoll hielt, da hat er gekämpft und gerungen. Zumeist mit Erfolg. Nun musste er sich einem grausamen, seinem wohl tückischsten Gegner beugen: Gerard Mortier starb am Sonntag an Krebs.

Starintendant Mortier mit 70 an Krebs gestorben

09.03.14 (dpa) -
Der große belgische Opern- und Theaterintendant Gerard Mortier ist tot. Er starb in der Nacht zum Sonntag in Brüssel im Alter von 70 Jahren. Das teilte die belgische Kulturministerin Fadila Laanan mit. Mortier hatte Bauchspeicheldrüsenkrebs. Der frühere Intendant der Salzburger Festspiele, der zuletzt künstlerischer Berater des Madrider Teatro Real war, starb nach Angaben der spanische Nachrichtenagentur efe «im Kreise von Freunden und Familie». [Ein Nachruf von Michael Ernst folgt.]

Katalane Matabosch Mortier-Nachfolger am Madrider Opernhaus [update 13.9.]

12.09.13 (dpa) -
Madrid - Der Katalane Joan Matabosch wird am Madrider Opernhaus der Nachfolger des künstlerischen Direktors Gerard Mortier. Wie das Teatro Real am Mittwoch mitteilte, entschied dies die Geschäftsführung der Oper in der spanischen Hauptstadt. Der Vertrag des 69-jährigen Mortier läuft 2016 aus.
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