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Alle Artikel kategorisiert unter »Gyula Orendt«

Musikalisch hochkarätig – Mozarts „Le Nozze di Figaro“ an der Berliner Staatsoper

03.04.21 (Peter P. Pachl) -
Ein neuer Da Ponte-Zyklus unter GMD Daniel Barenboim steht für die Staatsoper Unter den Linden ins Haus. Die „Figaro“-Neuinszenierung war am Gründonnerstag 2021 als Premiere über Mezzo TV live zu erleben, und sie bleibt als Aufzeichnung vorerst weiterhin abrufbar. Dabei ist es noch keine sechs Jahre her, seit Jürgen Flimm, der vorige Hausherr der Staatsoper Berlin, Mozarts Opera buffa gleichermaßen gekonnt wie ungewöhnlich lokalisiert in Szene gesetzt hat; unter Gustavo Dudamels zündender musikalischer Leitung war die turbulente Produktion ebenfalls im Fernsehen übertragen worden und anschließend 90 Tage online abrufbar.

Wohlstandsverwahrlosung – George Benjamins Oper „Lessons in Love and Violence“ an der Staatsoper Hamburg

09.04.19 (Ute Schalz-Laurenze) -
Nach der erfolgreichen Uraufführung der Oper „Lessons in Violence and love“ von George Benjamin im Mai 2018 am Royal Opera House Covent Garden in London brachte nun die Staatsoper Hamburg die deutsche Erstaufführung dieser Produktion heraus. Die Premiere wurde mit dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg unter der sensiblen und souveränen Leitung von Kent Nagano ein eindeutiger Erfolg. Ute Schalz-Laurenze hat die Premiere besucht.

Mit zahlreichen ästhetischen Querverweisen – Uraufführung von Beat Furrers „Violetter Schnee“ an der Staatsoper

14.01.19 (Peter P. Pachl) -
Das ist selten und spricht umso mehr für den Erfolg einer Musiktheaterproduktion, wenn diese einen deprimierenden Inhalt hat, aber zu einem rauschenden Erfolg wird. Am Tag vor der Uraufführung hatte es in Berlin geschneit. Und Nachrichten aus Bayern sprechen von Schneelawinen und eingeschlossenen Menschen. Der Zeitpunkt für die Uraufführung von Beat Furrers einaktiger Oper „Violetter Schnee“ war somit von der Staatsoper Unter den Linden zufällig richtig gewählt. Fünf Menschen, eingeschlossen wie in Jean-Paul Sartres „Die geschlossene Gesellschaft“, erleben wie die Insassen von „Solaris“ ein Naturphänomen vor dem Exitus.

Im Reich der Lichtobjekte – Jean-Philippe Rameaus „Hippolyte et Aricie“ an der Staatsoper Berlin

01.12.18 (Peter P. Pachl) -
Der anfängliche Eindruck der Zuschauer*innen in der Aufführung von Rameaus Tragedie en cinq actes, sie befänden sich – angesichts der zahlreichen Lasereffekte im Paraffin-Nebel – in einem Disco-Club oder in einer Pop-Großveranstaltung, verhärtet sich noch, als über dem Orchestergraben eine gigantische Prismen-Spiegelkugel herabgesenkt wurde. Ohne Zweifel: Pluto, Merkur und Diana sind mitsamt Familie und Bediensteten eingekehrt ins Disco-Reich.

Sinnlich höfische Zur-Schau- und Selbstdarstellung – „L’incoronazione di Poppea“ an der Staatsoper Unter den Linden

10.12.17 (Peter P. Pachl) -
Die Barockoper gehört einfach zu Unter den Linden, und so gab es am zweiten Tag des Spielbetriebes gleich die Premiere jener Oper, die einen herausragenden Höhepunkt in der Geschichte des Musiktheaters bildet, Claudio Monteverdis „L’incoronazione di Poppea“.

Play Goethe – Schumanns „Szenen aus Goethes Faust“, erstmals szenisch in der wiedereröffneten Staatsoper Unter den Linden

04.10.17 (Peter P. Pachl) -
Mit zwei Fakten wird Jürgen Flimm neuerlich in die Geschichte des Musiktheaters eingehen: mit der Wiedereröffnung des Opernhauses Unter den Linden nach siebenjähriger Umbau-Zeit und mit der szenischen Uraufführung von Robert Schumanns „Szenen zu Goethes Faust“. Damit hatte der Hausherr, anstelle einer nicht fertig gewordenen Rihm-Uraufführung, die Latte in jenem Genre, welches er wie kein Zweiter beherrscht, der Mixtur von Oper und Schauspiel, sehr hoch gelegt. Doch was ihm beispielsweise bei Purcells „King Arthur“ hinreißend gelang, erwies sich – insbesondere bei „Faust zwei“ – als ein zu sperriges und zu langatmig geratenes Unternehmen.

Lichtspielszenen zwischen Wald und Meer – Wim Wenders’ Operndebüt mit Bizets „Perlenfischern“ an der Staatsoper

25.06.17 (Peter P. Pachl) -
Wim Wenders gehörte zur Gruppe jener Regisseure, die gefragt worden waren, ob sie den derzeit in Bayreuth spielenden „Ring“-Zyklus inszenieren würden. Dass Wenders’ Wagner-Projekt, gemeinsam mit Pina Bauschs Bühnenbildner Peter Pabst, seinerzeit nicht zustande gekommen ist, scheint angesichts seines nachgeholten Musiktheater-Regiedebüts mit George Bizets Oper „Les pêcheurs de perles“ nicht bedauerlich.

Liebesfüchse im wachsenden Schilf – Steffanis „Amor vien dal destino“ an der Berliner Staatsoper

25.04.16 (Peter P. Pachl) -
Cecilia Bartolis Projekt „Steffani Mission“ hat gefruchtet: auf dem 34. Track ihrer vor drei Jahren bei Decca veröffentlichten Doppel-CD ist die Introduzione al dramma „Amor vien dal destino“ zu hören – und diese, 1709 im Rahmen des Karnevals am Düsseldorfer Hof des Kurfürsten von der Pfalz uraufgeführte Oper erklang nunmehr, erstmals seit über 300 Jahren, als Berliner Erstaufführung an der Staatsoper im Schillertheater.

Klingender Frühlingsanfang

24.03.16 (Antje Rößler) -
Das Aequinox-Festival im brandenburgischen Neuruppin verbindet Alte Musik mit neuen Konzertformaten. Antje Rößler berichtet.

Spolianskys Revue „Es liegt in der Luft“ mit 50 Kindern an der Staatsoper Berlin

24.10.15 (Peter P. Pachl) -
Bereits zum fünften Mal wurde am Kinderopernhaus Lichtenberg eine Musiktheaterproduktion entwickelt, die in der Werkstatt der Staatsoper im Schillertheater einem begeisterten Publikum vorgestellt wurde Das bislang ambitionierteste Projekt galt Mischa Spolianskys Revue „Es liegt in der Luft“, die – ohne die im Original vorherrschenden Zweideutigkeiten und aktuellen Bezüge der Zwanzigerjahre – zu einem an den ausschließlich mit Kinder-Darstellern besetzten Gangsterfilm „Bugsy Malone“ (1976) gemahnenden Theaterabend bearbeitet.
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