Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Ivan Turšic«

In Falstaffs Kochstudio: Giuseppe Verdi à la Komische Oper Berlin

02.05.22 (Roland H. Dippel) -
Beim Festival d'Aix-en-Provence und an der Opéra National de Lyon war Barrie Koskys Inszenierung von Verdis „Falstaff“ nach Shakespeares „Die lustigen Weiber von Windsor“ schon im letzten Jahr zu sehen. Intendant:innen setzen gegen Ende ihrer Amtszeit gern Verdis letzte Oper mit der objektivierenden Schlussfuge „Alles ist Spaß auf Erden“ auf den Spielplan. So auch Kosky, der an der Komischen Oper Berlin mit einem Feuerwerk an Einfällen die Motorik der lyrischen Komödie wirkungsvoll bediente. Das exzellente Ensemble machte mit und der Applaus ging ab wie eine Rakete. Chefdirigent Ainārs Rubiķis blieb pauschal und wenig elegant.

Premiere als Dernière? – Offenbachs „Die Großherzogin von Gerolstein“ an der Komischen Oper Berlin

01.11.20 (Peter P. Pachl) -
Es sei ein „Glück nun zu wissen, dass die Theater zur ‚Freizeit-Industrie‘ gehören und mit Nagelstudios in einen Topf geworfen werden“. Das Komischste des heiter apostrophierten Abends passierte vor der Aufführung mit der Ansprache von Barrie Kosky an sein Publikum. Doch was danach passierte, löste das Versprechen der Heiterkeit kaum ein und konnte mit dem hohen Niveau der künstlichen Qualität dieses Hauses nicht mithalten.

Attisches Theater ohne lustvollen Exzess: Henzes „The Bassarids“ an der Komischen Oper Berlin

14.10.19 (Peter P. Pachl) -
Nach der deutschen Erstaufführung von Hans Werner Henzes „Die Bassariden“, 1966 an der Deutschen Oper Berlin und in deutscher Sprache, bringt die Erstaufführung an der Komischen Oper nun in englischer Sprache eine späte Bearbeitung des Komponisten, ergänzt aber das nur in der Urfassung vorhandene szenische Intermezzo und verzichtet – zugunsten eines Nachvollzugs des antiken Theaters in Griechenland – auf die Topik des Geschehens.

Der richtige Riecher – Schostakowitschs „Die Nase“ an der Komischen Oper Berlin

17.06.18 (Peter P. Pachl) -
Die zunächst in London, dann in Sidney laufende „Nase“ in der Inszenierung von Barrie Kosky ist in Berlin angekommen. In deutscher Übersetzung setzt sie endlich einmal den von Beginn bis zu dieser Intendanz-Ära an der Komischen Oper als Alleinstellungsmerkmal ausschließlich geübte Praxis der Opernaufführungen in Landssprache fort. Die umjubelte Premiere von Schostakowitschs frühem Opern-Wurf wurde zu einem späten Höhepunkt dieser Saison und zugleich zu einem hoffnungsreichen Einstand für den künftigen GMD Ainārs Rubiķis.

Mussorgskis „Jahrmarkt von Sorotschinzi“ an der Komischen Oper Berlin

04.04.17 (Peter P. Pachl) -
Bereits im Vorfeld des 70-jährigen Jubiläums der Komischen Oper Berlin, welches in der kommenden Saison begangen wird, schlägt Barrie Kosky mit der jüngsten Produktion den Bogen zu den Anfängen von Walter Felsenstein. Der hatte in seiner ersten Spielzeit Mussorgskis komische Oper „Der Jahrmarkt von Sorotschinzi“ in der Tscherepnin-Bearbeitung interpretiert, die bereits 1927 in der Städtischen Oper Berlin unter Fritz Zweig ihre deutsche Erstaufführung erlebt hatte.

Nach Berlin verlegt – HK Grubers „Geschichten aus dem Wiener Wald“ in Berlin

23.05.16 (Peter P. Pachl) -
Die Uraufführungsproduktion von HK Grubers „Geschichten aus dem Wiener Wald“ bei den Bregenzer Festspielen 2014 war als Koproduktion mit Wien und Berlin der und dem angekündigt. Im Theater an der Wien war diese Produktion der dreiaktigen Oper auf ein Libretto von Michael Sturminger nach dem gleichnamigen Stück von Ödön von Horvath inzwischen zu sehen. Doch die Komische Oper Berlin hatte sich – wohl aufgrund der wenig überzeugenden Uraufführungs-Inszenierung entschlossen, eine eigene Neuinszenierung zu präsentieren – leider nur ein partieller Gewinn.

Frei nach Marschner „Der Vampyr“ als Freak-Grusical

22.03.16 (Peter P. Pachl) -
„Vampyr“-Exzerpte und neue Musik konnte bei der Premiere unser Kritiker Peter P. Pachl an der Komischen Oper Berlin ausmachen – trotzdem scheint man das Thema verfehlt zu haben.

Peinliche Frage nach der Waldorf-Schule

22.12.15 (Peter P. Pachl) -
Emmerich Kálmáns „Die Zirkusprinzessin“ an der Komischen Oper Berlin. Bei den vorweihnachtlichen Kálmán-Operetten in konzertanter bis dreiviertel-szenischer Manier pflegt die Komische Oper Berlin die eigene Operetten-Sängerriege jeweils mit einer medialen Größe aufzuwerten, sei es mit einer TV-Kommissarin oder einem Pop-Star. Für Emmerich Kálmáns „Die Zirkusprinzessin“ machte Barrie Koskie aus dem Zirkusdirektor Schlumberger eine Zirkusdirektorin und griff zu einer gleichermaßen Dschungel(camp)- wie (Praunheim-)Film-erfahrenen Diseuse.
Inhalt abgleichen

Das könnte Sie auch interessieren: