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Alle Artikel kategorisiert unter »Jörn Eichler«

Ätzend und burlesk: „Der Silbersee“ von Kaiser und Weill am DNT Weimar

24.01.23 (Roland H. Dippel) -
„Der Silbersee. Ein Wintermärchen“ wurde die letzte Zusammenarbeit des Dramatikers Georg Kaisers mit Kurt Weill . Drei Wochen nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten, vor fast 90 Jahren war die dreifache Uraufführung der ‚Schauspieloper‘, am 18. Februar 1933 in Erfurt, Magdeburg und Leipzig. Die musikalische Seite ist am Deutschen Nationaltheater Weimar unter dem neuen zweiten Kapellmeister Friedrich Praetorius erfüllt von Charisma und hat sogar maliziöse Süße. Die Inszenierung von Andrea Moses gerät zum bildschönen, aber auch harten Kommentar über Wirtschaftsgegenwart und nahe Zukunft.

Solokonzert für Koloratursopran und Politikverdrossenheit: „Der goldene Hahn“ in Weimar

06.11.22 (Roland H. Dippel) -
Ausgerechnet „Der goldene Hahn“ wurde im internationalen Ausland eine der meistgespielten Opern Nikolai Rimsky-Korsakows. Am Deutschen Nationaltheater Weimar verbinden sich Stephan Kimmigs poetische Dystopie, ein opulenter wie intelligenter Triumph der Staatskapelle unter Andreas Wolf und eine brillante Ensemble-Leistung.

Joachim Raffs Klangimperium und Bieitos Bizarrerie: Die Uraufführung „Samson“ in Weimar

16.09.22 (Roland H. Dippel) -
Am Deutschen Nationaltheater Weimar gelang mit der posthumen Uraufführung von Joachim Raffs Musikdrama „Samson“ (entstanden 1851 bis 1857) ein faszinierender Wurf. Calixto Bieitos intensive Regie und die großartige musikalische Gesamtleistung unter Dominik Beykirch, das starke Ensemble, die feinnervige Staatskapelle Weimar und der choreographisch in Bestform agierende Opernchor lieferten ein überzeugendes Plädoyer für „Mehr Raff wagen!“

#inselderliebe – Geiler Sommerspaß mit Mozarts „Gärtnerin aus Liebe“ in Weimar

22.07.21 (Roland H. Dippel) -
Kurzweilig und turbulent: Das DNT schickt im Sommertheater am e-werk sein Publikum mit Mozarts „Gärtnerin aus Liebe“ in den siebten Datingshow-Himmel. Wunderbar!

Ein entfesselter Showtumult – „Ariadne auf Naxos“ von Richard Strauss am DNT Weimar

13.03.20 (Joachim Lange) -
Im Hause des reichsten Mannes von Weimar befinde man sich, verkündet Max Landgrebe als Haushofmeister im Nationaltheater. Er wandelt damit nur leicht die Worte ab, die Hugo von Hofmannsthal 1916 für das „Schmerzenskind“ beisteuerte, das Richard Strauss und er zunächst als eine Kombination aus Schauspiel und Oper verfertigt hatten. Aber das Publikum hatte schon damals seinen eigenen Kopf, bestand auf dem Entweder-Oder und erzwang von den beiden durchaus marktorientierten Genies eine Entscheidung.

Grundsätzliches – Richard Wagners „Tannhäuser“ in Weimar

18.04.18 (Joachim Lange) -
„Tannhäuser“ – das klingt schon wie Thüringen. Wegen des Schauplatzes des Sängerkrieges „auf Wartburg“ wie Wagner das so schön unvollständig klingend im zweiten Teil des Titels benannt hat. Es klingt aber auch wie Weimar! Wegen Franz Liszts Einsatz für die Musik seines berühmten Schwiegersohnes im Allgemeinen. Und für den Durchbruch seines „Tannhäuser“ mit der Weimarer Erstaufführung 1849 im Besonderen. Die Staatskapelle Weimar ist heute nicht nur das Renommierorchester ganz Thüringens, sondern hat Wagner seither gleichsam in den Orchestergenen.

Mix Dir was … Am DNT Weimar gibt Intendant Hasko Weber sein Opernregiedebüt mit Beethovens „Fidelio“

28.03.17 (Joachim Lange) -
Hasko Weber war von 1990 an regelmäßig am Staatsschauspiel in Dresden und bleibt hier als der bis 2001 die Ästhetik des Hauses prägende Schauspieldirektor in guter Erinnerung. Nach Jahren am Schauspiel Stuttgart ist er seit 2013/14 Generalintendant des Deutschen Nationaltheaters Weimar. Dort hat er als gestandener Schauspielregisseur natürlich schon Goethes „Faust“ gestemmt. Das gehört bei seiner Biographie in dem Job einfach dazu. Aber Weimar ist auch das führende Opernhaus in Thüringen. Da lag für den Chef ein Operndebüt sozusagen auf der Hand: Beethovens „Fidelio“.

Atemberaubende Klanglandschaften – Alban Bergs „Lulu“ in Weimar

Erstaunlich: Alban Bergs Oper „Lulu“ ist schon fast achtzig Jahre alt – im Deutschen Nationaltheater Weimar jedoch war dieses fraglos zum Kernrepertoire des 20. Jahrhundert gehörende Werk bislang noch nie zu erleben! Regisseurin Elisabeth Stöppler ist also die erste, die die Geschichte rund um Lulu und ihre Verehrer auf die traditionsreiche Bühne bringt.

Bunt in Weimar: „Die Meistersinger von Nürnberg“

14.11.16 (Roland H. Dippel) -
Die Staatskapelle Weimar und das Deutsche Nationaltheater haben einen neuen Generalmusikdirektor: Der gerade vierzigjährige Ukraine Kirill Karabits gab dort seinen Musiktheater-Einstand mit Wagners „Meistersingern von Nürnberg“. Wer hat schon den Joker eines Starts mit diesem Spitzenwerk? Dessen erste Premiere feierte man allerdings bereits im Mai 2016 im Theater Erfurt, dort kam das Großprojekt der beiden Theater mit dem Philharmonischen Orchester Erfurt und der Thüringen Philharmonie Gotha heraus. Auf der Bühne – zur „Festwiese“ auch in den Zuschauerräumen – traten da schon die von Andreas Ketelhut und Markus Oppeneiger prima präparierten Opernchöre zusammen an. Diese Leistungsschau kann sich sehr gut hören und auch sehen lassen.

Große Gefühle und gleißende Gefahren

29.11.15 (Roland H. Dippel) -
„Die Schneekönigin“ von George Alexander Albrecht wurde am Deutschen Nationaltheater Weimar uraufgeführt! Unser Kritiker Roland H. Dippel hat sich ins Gestöber geworden und ist fündig geworden.
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