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Alle Artikel kategorisiert unter »Juanita Lascarro«

Was ist schon normal – oder die Methode Wahnsinn: Manfred Trojahns „Enrico“ in Frankfurt

24.01.18 (Joachim Lange) -
Wer würde sich heutzutage nicht wünschen, dass der eine oder andere aktuelle Herrscher den Wahnsinn nur spielt, den die anderen bei ihm wahrnehmen. Ihn aber nicht zu benennen wagen. Es fällt schwer, beim Rundsaal der Bibliothek, in der jener Enrico sich selbst und seiner Umgebung vormacht, Heinrich IV zu sein, nicht an ein Oval Office von heute zu denken. Wobei natürlich auch hier die Anderen den König machen. Der weiß zwar, dass er es eigentlich nicht ist, hat aber Spaß daran, so zu tun. Macht vermittelt sich halt immer schon zu einem Gutteil über die Konvention der Kommunikation…..

In keimfreiem Ambiente – Offenbachs „Hoffmanns Erzählungen“ in Freiburg

24.10.17 (Georg Rudiger) -
„Wozu Dichter in dürftiger Zeit?“, steht auf dem Schild, das ein Schauspieler vor Vorstellungsbeginn auf der Bühne des Freiburger Theaters hochhält. Das Hölderlin-Zitat soll Jacques Offenbachs Oper „Hoffmanns Erzählungen“, die der neue, aus Oberhausen gekommene Intendant Peter Carp und seine Musiktheaterdramaturgin Tatjana Beyer am Eröffnungswochenende des Hauses platziert hat, in die Gegenwart holen und grundsätzliche Fragen zum Thema Literatur und Politik zu stellen. Dafür hat man mit dem französischen Künstlerkollektiv Le Lab um die beiden Regisseure Jean-Philippe Clarac und Olivier Deloeuil ein Team aus Bordeaux geholt, das Oper dezidiert als politische Kunst versteht. Offenbachs heterogene, nicht vollendete Künstleroper als Vorlage für ein Nachdenken über Politik und Kunst? Keine schlechte Ausgangsposition für einen spannenden Musiktheaterabend.

Von Mühseligen und Beladenen – Frankfurts Oper mit Händels „Messias“

30.03.16 (Wolf-Dieter Peter) -
Mehr denn je passt Taminos Frage in der „Zauberflöte“ – O e’wge Nacht, wann wirst du weichen?“ in diese unsere finsteren Tage. So waren vorab hinter die Aufführung eines vom „Hallelujah“ geprägten Werkes wie Händels „Messias“ auch eher Fragezeichen zu machen. Doch die Neueinstudierung von David Freemans Kopenhagener Inszenierung von 2012 wurde zu einem Triumph künstlerischer Vision und glücklicher Planungsarbeit der Intendanz Loebe.

Von unser aller Traum-Frau – Bohuslav Martinůs selten gespieltes Musikdrama „Juliette“ an der Oper Frankfurt

23.06.15 (Wolf-Dieter Peter) -
Paris in den 1920er Jahren – das war auch für den 1890 geborenen Tschechen Bohuslav Martinů der Lebens- und Schaffensmittelpunkt. Dort nahm er alle künstlerischen und intellektuellen Innovationen begeistert auf. Dort sah er das von phantastischen, surrealen und skurrilen Elementen durchzogene Schauspiel „Juliette ou le clé des songes“ des Franzosen Georges Neveau – gleich mehrfach und formte es enthusiastisch selbst zum Opernlibretto um. Das 1938 in Prag erfolgreich uraufgeführte Werk geriet dann durch den 2.Weltkrieg in Vergessenheit und taucht seither nur selten in den Spielplänen auf – so jetzt als Frankfurter Erstaufführung an der dortigen Oper.
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