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Alle Artikel kategorisiert unter »Katharina Kammerloher«

Musikalisch hochkarätig – Mozarts „Le Nozze di Figaro“ an der Berliner Staatsoper

03.04.21 (Peter P. Pachl) -
Ein neuer Da Ponte-Zyklus unter GMD Daniel Barenboim steht für die Staatsoper Unter den Linden ins Haus. Die „Figaro“-Neuinszenierung war am Gründonnerstag 2021 als Premiere über Mezzo TV live zu erleben, und sie bleibt als Aufzeichnung vorerst weiterhin abrufbar. Dabei ist es noch keine sechs Jahre her, seit Jürgen Flimm, der vorige Hausherr der Staatsoper Berlin, Mozarts Opera buffa gleichermaßen gekonnt wie ungewöhnlich lokalisiert in Szene gesetzt hat; unter Gustavo Dudamels zündender musikalischer Leitung war die turbulente Produktion ebenfalls im Fernsehen übertragen worden und anschließend 90 Tage online abrufbar.

Zum Mega-Event gepusht – „Der Rosenkavalier“ an der Staatsoper Berlin

10.02.20 (Peter P. Pachl) -
Die sich musikalisch auf hohem Niveau bewegende Neuproduktion krankt an der all zu großen Diskrepanz zwischen Inszenierungsabsicht und Inszenierungsergebnis der mit André Heller, Xenia Hausner und Zubin Mehta als Mega-Event apostrophierten Premiere an der Staatsoper Unter den Linden. Gleichwohl ein Publikumserfolg bei dem ungewöhnlich stark mit High Society aus Wien angefüllten Auditorium.

Sieg der Titelrolle – Verdis „Falstaff“ bei den Festtagen der Staatsoper Berlin

26.03.18 (Peter P. Pachl) -
Die Figur des Falstaff in der Opern von Nicolai, Vaughan Williams und Verdi wird gewöhnlich verlacht und nicht ernst genommen. In Verdis später Oper auf das Libretto des Komponistenkollegen Arrigo Boito dreht er am Ende den Spieß um und hält mit „Tutti gabbati“ dem Publikum als den ebenfalls Gefoppten den Spiegel vor. In der neuen Inszenierung der Staatsoper Unter den Linden verlagert Filmregisseur Mario Martoni („Leopardi“) die Handlung nach Shakespeares „The Merry Wives of Windsor“ in die Gegenwart: Falstaff ist bei ihm ein Spätachtundsechziger, weder dick, noch grauhaarig – und von vornherein sympathisch.

Sinnlich höfische Zur-Schau- und Selbstdarstellung – „L’incoronazione di Poppea“ an der Staatsoper Unter den Linden

10.12.17 (Peter P. Pachl) -
Die Barockoper gehört einfach zu Unter den Linden, und so gab es am zweiten Tag des Spielbetriebes gleich die Premiere jener Oper, die einen herausragenden Höhepunkt in der Geschichte des Musiktheaters bildet, Claudio Monteverdis „L’incoronazione di Poppea“.

Play Goethe – Schumanns „Szenen aus Goethes Faust“, erstmals szenisch in der wiedereröffneten Staatsoper Unter den Linden

04.10.17 (Peter P. Pachl) -
Mit zwei Fakten wird Jürgen Flimm neuerlich in die Geschichte des Musiktheaters eingehen: mit der Wiedereröffnung des Opernhauses Unter den Linden nach siebenjähriger Umbau-Zeit und mit der szenischen Uraufführung von Robert Schumanns „Szenen zu Goethes Faust“. Damit hatte der Hausherr, anstelle einer nicht fertig gewordenen Rihm-Uraufführung, die Latte in jenem Genre, welches er wie kein Zweiter beherrscht, der Mixtur von Oper und Schauspiel, sehr hoch gelegt. Doch was ihm beispielsweise bei Purcells „King Arthur“ hinreißend gelang, erwies sich – insbesondere bei „Faust zwei“ – als ein zu sperriges und zu langatmig geratenes Unternehmen.

Abschiede von Charlottenburg – Drei letzte kleine Produktionen der Staatsoper

14.07.17 (Peter P. Pachl) -
Nachdem Jürgen Flimm Jahr um Jahr auf den Einzug in die „Staatsoper Unter den Linden“ warten musste, sieht es derzeit gerade so aus, als könnten er und sein Ensemble sich von Charlottenburg nicht trennen. Tatsächlich war für ihn, den geborenen Theatermann mit Schwerpunkt Schauspiel, das Schillertheater ein wichtigerer Ort als für viele der vordem im Ostteil der Stadt engagierten Mitarbeiter der Staatsoper.

Abschied von Patrice Chéreau – „Elektra“ als Opernereignis an der Berliner Staatsoper

24.10.16 (Peter P. Pachl) -
Die jüngste Premiere der Staatsoper wurde – mit viertelstündien Ovationen am Ende zum bislang größten Opernerfolg der Ära Flimm. Geprobt hatte sie der vor einem Jahr verstorbene Patrice Chéreau an der Berliner Staatsoper, bevor „Elektra“ 2013 in Aix-en-Provence herauskam und anschließend an drei Opernmetropolen auf dem Spielplan stand, bevor sie nunmehr endlich in Berlin zu sehen ist.

Horror-Komödie – Flimm inszeniert Sciarrinos Erfolgsoper„Luci mie traditrici“ an der Staatsoper Berlin

13.07.16 (Peter P. Pachl) -
Das Leben des Renaissance-Komponisten Gesualdo, der aufgrund seiner ungewöhnlichen Harmonik auch „Wagner des 17. Jahrhunderts“ genannt wird, bietet Stoff für eine Reihe von Dramen und Opern. Als Alfred Schnittke an seiner Oper „Gesualdo“ komponierte, plante Salvatore Sciarrino denselben Stoff, modifizierte ihn aber, nachdem ihm der Kollege mit der Veröffentlichung zuvorgekommen war: statt des geplanten Zitats der Musik von Gesualdo, die Sciarrino auch anderweitig musikalisch bearbeitet hat, griff er auf den französischen Komponisten Claude le Jeune zurück.

Nur mit abgestandenem Spreewasser gekocht

21.12.15 (Peter P. Pachl) -
„La Traviata“ an der Staatsoper im Schillertheater. Eine möglicherweise der Verdi-Neuproduktion zugrunde liegende Absicht, mit der biederen szenischen Umsetzung der „Traviata“ seien alle konservativen Opernbesucher vorweihnachtlich zufriedengestellt, schlug fehl – wie sich dies am mageren Schlussapplaus nach der Premiere der Staatsoper im Schillertheater ablesen ließ.

Turbulente Show – Jürgen Flimms Inszenierung von Mozarts „Le nozze di Figaro“ an der Berliner Staatsoper

08.11.15 (Peter P. Pachl) -
Die Neuinszenierung von Mozarts „Commedia per musica in vier Akten“ spielt in der Berliner Staatsoper nicht in Sevilla, sondern in einem nahen Badeort. Zwischen Strandkorb, Liegestühlen und Transportkoffern hofft Graf Almaviva dem Objekt seiner Begierde, der Kammerzofe Susanna, schneller näher zu kommen als im heimischen Schloss. Staatsopernhausherr Jürgen Flimm macht da Pontes im 18. Jahrhundert angesiedelte Gegenwartshandlung zu einem „Tollen Tag“ des frühen 20. Jahrhunderts.
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