Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Katrin Hübner«

„The american dream“ – in Schwerin auf Deutsch geträumt

30.09.20 (Arndt Voß) -
Man kommt nicht umhin, Corona zu erwähnen, auch wenn viele Häuser inzwischen routiniert damit umgehen. Glück hat Schwerin. Sein altehrwürdiges Haus hatte schon zur Eröffnung 1886 eine wirksame Entlüftung bekommen. Folge allerdings: der Raum kühlt stark ab und das begrenzt damals wie heute eine Aufführung auf anderthalb Stunden, die dann jedoch bei gesunder Frischluft erfolgt (und die scheut nicht nur Covid-19). Vorausweisend zudem, dass alle Bereiche im Zuschauerraum eigene Zugänge bekamen, steil und zugig zwar, doch geeignet zur Rettung vor Feuer damals, heute vor dem Virus. Da erweist sich auch die Maßnahme, die Garderoben zu schließen, als Vorteil, entledigt man sich doch der Garderobe erst am Platz und hat sie dann griffbereit neben oder vor sich. Sind alle Auflagen erfüllt, kommen die ca. 170 Opernenthusiasten schnell hinein und wieder heraus.

Nicht schweigen, nicht mehr schweigen – Zimmermanns „Weiße Rose“ in Schwerin

09.12.19 (Arndt Voß) -
Ob man will oder nicht, jede Aufführung von Udo Zimmermanns Kammeroper „Weiße Rose“ ist eine Geschichtsstunde, eine imperativische zugleich, nicht mehr zu schweigen. Sie ruft kaum Erträgliches aus der Vergangenheit wach und zerrt Fatales der Gegenwart ins Bewusstsein. Eine Inszenierung des Zwei-Personen-Stückes kann deshalb noch so musikalisch wie ästhetisch verklärt sein oder sich dokumentarischem Realismus verweigern, das Grauen der letzten Stunden des Geschwisterpaares Sophie und Hans Scholl dringt durch. Anders noch bestätigte sich das in Schwerin, wo intensiv der Seelenverfassung der beiden zum Tode Verurteilten nachgegangen wurde.

Ralph Benatzkys „Weißes Rössl“ – Schweriner im Salzkammergut

26.10.18 (Arndt Voß) -
Etwas neugierig lugt ein gebogener Trichter zwischen dem einen Spalt offenen Vorhang heraus, hinter sich ein dunkler Gebirgshang. Ganz aufgezogen zeigt sich eine Landschaft mit Kirche, ein Alphorn davor. Einer kommt und bläst darauf. A Bua schleicht sich in einen Stall, a Madel folgt lustvoll verschämt. Und dann geht’s krachend los aus dem Orchestergraben. Der Besucher ist im „Weißen Rössl“ angekommen, mit dem das Mecklenburgische Staatstheater in Schwerin gleich im Doppelpack Premiere feiert, am 23. Oktober und am 2. November, im Abstand von zehn Tagen.

Lack unserer selbstgewissen Zivilisation – Benjamin Brittens „Peter Grimes“ am Theater Schwerin

11.04.17 (Heinz-Jürgen Staszak) -
Toni Burkhardt (38), der seit 2009 Spiel- und Oberspielleiter am Theater Nordhausen war, bestimmt seit dem Saisonanfang als Operndirektor die Geschicke des Musiktheaters am Mecklenburgischen Staatstheater, im Gefolge des Intendantenwechsels von Lars Tietje von Nordhausen nach Schwerin, der dabei – wie heute üblich – seine künstlerischen Führungsteams mitgenommen hat. Jetzt prägt Burkhardt entscheidend Konzept und künstlerische Qualität des Schweriner Musiktheaters.

In bedrohlich zitternder Klanglichkeit zum unerbittlichen Inferno – „Dog Days“ in Schwerin

15.03.16 (Heinz-Jürgen Staszak) -
„Holt mein Gewehr!“ sagt der Vater am Beginn zu seinen beiden Söhnen, denn er will einen streunenden Hund erschießen; die Mutter hat Mitleid, die jüngste Tochter Lisa will sogar einen verkleideten Menschen in ihm entdecken und so entkommt der Hund. Am Schluss sagt der Vater wiederum diesen Satz und diesmal schießt er – und trifft. Zwischen diesen beiden Polen spannt sich die Oper „Dog Days (Tage des Hundes)“ aus, komponiert vom Amerikaner David T. Little, erst 2012 als Projektproduktion in New York erfolgreich uraufgeführt; die „New York Times“ hatte ihr die Potenz zum „bahnbrechenden amerikanischen Klassiker“ bescheinigt.

Sopranistin Katrin Hübner erhält Conrad-Ekhof-Preis

02.07.10 (Agentur ddp) -
Schwerin - Die Sopranistin Katrin Hübner erhält den diesjährigen Conrad-Ekhof-Preis. Die 34-Jährige, die seit sechs Jahren dem Ensemble des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin angehört, wird für ihre herausragenden Leistungen der vergangenen Spielzeiten geehrt, wie die Bühne am Donnerstag mitteilte. Der mit 2500 Euro dotierte Preis wird am 11. Juli in Schwerin verliehen.
Inhalt abgleichen

Das könnte Sie auch interessieren: