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Alle Artikel kategorisiert unter »Kultur«

Atemlos …

01.07.15 (Theo Geißler) -
… durch die Nacht angelt sich höchst ertragreich seit fast zwei Jahren Helene Fischer gemeinsam mit ihrem anonymen Liebsten. Preisgekrönt dank allem, was in unserer Glitzerwelt an umsatzbegründeten „Auszeichnungen“ an Land zu ziehen ist. „Atemlos durch die Nacht, bis ein neuer Tag erwacht, atemlos einfach raus, Deine Augen ziehn mich aus…“. Steht zu erwarten, dass ihr übernächster Superhit „Pausenlos durch den Tag“ (wie die Deutsche Bank es mag) betitelt ist, falls noch Zeit zum Anziehen bleibt. Gesponsert vom Bundesverband der Deutschen Industrie und den Bildungsministerien der Länder. [Vorabdruck aus der nmz 7/8 2015]

Kurz-Schluss – Wie ich einmal versuchte, mit „Industrie 5.0“ die globale Ökonomie zu befördern

27.04.15 (Theo Geißler) -
Seit der Hannover-Messe ist es der Hoffnungs-Begriff unseres Welt-Wirtschafts-Systems: die digital-humane Zusammenarbeit zwischen Maschine und Mensch. Die kollegiale Kollaboration von Homo sapiens und Roboter. Gespeist vom Wissen aus einer intelligenten Cloud. Bislang mussten Industrie-Robots von Humanoiden in Distanz gehalten werden, um grobe Verletzungen zu verhindern. Ein automatischer Produktionsassistent schont dank seiner Sensorhaut, die an modische Skai-Handtaschen erinnert, die Epidermis. Der Roboter-Greifer spürt, wenn sich ein Werktätiger nähert, und hält sich stille. Ein wahrhaft sanfter Kollege, ohne fiese gewerkschaftliche Hintergedanken. [Vorabdruck aus der Politik&Kultur 3/2015]

Überschätzen wir die Macht der Kultur?

04.02.15 (Barbara Haack) -
Ist schon alles geschrieben, gesagt, gedacht? Natürlich sind wir als nmz-Redaktion tief betroffen von den Ereignissen in Paris, als Menschen ebenso wie als Teil der Medienlandschaft, die durch das Attentat auf eine Zeitungsredaktion massiv angegriffen wurde. Natürlich bekennen wir uns zu den Grundsätzen der Presse- und Meinungsfreiheit, wie es unzählige Menschen, Politiker und auch Journalisten und Redaktionen getan haben. Ob wir auch „Charlie“ sind, haben wir redaktionsintern intensiv diskutiert: im Sinne einer Solidaritätsbekundung sind wir das sicher. Aber dürfen wir uns wirklich anmaßen, uns gleichzusetzen mit mutigen Kollegen, die, um die persönliche Gefährdung wissend, sich ihre freiheitlichen Rechte nicht haben nehmen lassen? Wären wir im „Ernstfall“ ebenso unerschrocken und würden Leib und Leben riskieren? Wir wissen es nicht – aber wir ziehen unseren Hut.

Kultur-Betrieb

08.10.14 (Isabel Mundry) -
Der Preis der Christoph und Stephan Kaske-Stiftung ging in diesem Jahr an die Komponistin Isabel Mundry. In ihrer Dankesrede verlor die Künstlerin einige kritische Worte zum Zustand des Kulturbetriebs, die wir für bedenkenswert halten und daher an dieser Stelle abdrucken. Mehr zur Preisverleihung lesen Sie auf Seite 2.

Mannheimer Intendant will Soli für Kultur und Bildung nutzen [Update]: Kritik wird laut

14.06.14 (dpa) -
Mit einem Vorschlag zugunsten von Kultur und Bildung befeuert der Mannheimer Schauspielintendant Burkhard C. Kosminski die Diskussion um die Zukunft des Solidaritätszuschlags. «Mit der Nutzung dieser Abgabe für Kultur- und Bildungszwecke kann die kulturelle Vielfalt unserer Gesellschaft erhalten werden und könnten auch die drängendsten bildungspolitischen Aufgaben erfüllt werden», erklärte er.

Bären-Dienste – Theo Geißler über das geplante Unfreihandelsabkommen und die Kultur

27.05.14 (Theo Geißler) -
So könnte es losgehen: CNN, Fox und weitere private Ami-Sender verklagen vor einem privaten Schiedsgericht die Bundesrepublik Deutschland auf einige Milliarden Euro Schadensersatz, weil hierzulande Anstalten des öffentlichen Rechtes - zum Beispiel ARD und ZDF- konkurrenzverzerrend staatlich „subventioniert“ werden. Nach Inkrafttreten des transatlantischen Freihandelsabkommens (TTIP) gewinnen sie natürlich das Verfahren. Einspruch ist nicht möglich. Samt Musikantenstadel, Tatort und Klangkörpern verschwinden unsere elektronischen Informations-, Jux- und gelegentlich auch Kultur-Kanäle vom Markt. Ihre Produktionsstätten kaufen einschlägige Heuschrecken-Investoren für Äpfel und Eier: Es entstehen herrliche Dschungel-Camps, Erotik-Container und Fightclub-Arenen als neue Euro-Vision. [Vorabdruck aus der nmz 6/2014]

Solidarität statt Missachtungskultur

01.07.13 (Olaf Zimmermann) -
Künstler sein geht nicht ohne eine große narzisstische Basis, gepaart mit einer ausgeprägten obsessiven Haltung. Wer als Künstler zu sehr nach links und rechts schaut, kann schnell seine eigene Richtung verlieren. Künstler sein lässt nur selten Empathie für andere, oftmals in Konkurrenz stehende Künstler zu. Diese zur künstlerischen Selbstfindung notwendige Verhaltensweise hat sich aber auch außerhalb der Gruppe der unmittelbaren Werkschöpfer im Kulturbereich immer mehr ausgebreitet.

Blut-Grätsche

03.06.13 (Theo Geißler) -
Zukunftsmusik? Das Finale des 55. Bundeswettbewerbes „Jugend musiziert“ 2018 steigt samt Bundeskanzlerin Ursula von der Leyen im Berliner Olympiastadion. Die Bude ist rappelvoll. Public Viewings allerorten. Seit der Contest von alten pädagogischen Zöpfen gründlich befreit wurde und Stefan Raab 2014 die künstlerische Leitung übernahm, hat sich die Popularität dieses Musik-Shoot-Outs vertausendfacht. Ganz entscheidend für den Erfolg natürlich die Umgestaltung der einst öden, undurchsichtigen Wertungsspiele in einen offenen Gladiatoren-Modus.

Blut-Grätsche – nmz-Herausgeber Theo Geißler zum sportlichen Standort von Kultur aktuell

01.06.13 (Theo Geißler) -
Zukunftsmusik? Das Finale des 55. Bundeswettbewerbes „Jugend musiziert“ 2018 steigt samt Bundeskanzlerin Ursula von der Leyen im Berliner Olympiastadion. Die Bude ist rappelvoll. Public Viewings allerorten. Seit der Contest von alten pädagogischen Zöpfen gründlich befreit wurde und Stefan Raab 2014 die künstlerische Leitung übernahm, hat sich die Popularität dieses Musik-Shoot-Outs vertausendfacht. Ganz entscheidend für den Erfolg natürlich die Umgestaltung der einst öden, undurchsichtigen Wertungsspiele in einen offenen Gladiatoren-Modus.
[Vorabveröffentlichung aus der nmz 6/2013]

Zeig der Hildegard den Telemark

01.03.13 (Sven Ferchow) -
Herrschaftszeiten! Es wird doch wohl in Deutschland noch erlaubt sein, einer Arbeitskollegin mit dem Leitz-Ordner eine auf den Hintern zu klopfen, ihren Charakter 45 Grad südlich der Augen zu prüfen oder einem Dirndl-TÜV zu unterziehen. Tja, eher nicht mehr. Ein Ferkel ist man dann. Gesellschaftlich nicht präsentierbar.
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