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Alle Artikel kategorisiert unter »Kultur«

Vergeigt

17.09.21 (Sven Ferchow) -
Jetzt reißen Sie sich doch zusammen. Es reicht mit der Flennerei. Ja, Deutschland ist immer noch raus aus der Fußball-EM. Da haben uns die Engländer sauber den Marsch geblasen. Aber das hat sich ja angedeutet. Sportliche Erfolge im Fußball waren stets eng mit musikalischen Hits verbunden. Die sehr viel Älteren werden sich an 1974 erinnern. Jack White brachte die DFB-Elf mit „Fußball ist unser Leben“ auf Titel-Kurs.

Relevant im Spiel der Systeme

19.07.21 (Jürgen Oberschmidt) -
„Wohl dem, der, wann der irdische Boden untreu unter seinen Füßen wankt, mit heitern Sinnen auf luftige Töne sich retten kann“, so ruft der „Tonkünstler“ Joseph Berlinger in Wackenroders „Herzergießungen eines kunstliebenden Klosterbruders“ (1797) aus. Seine Weltflucht ist eine Reaktion auf das poesielose Gefühl und die rastlose, ausschließlich vom „gemeinen Zweck und Nutzen“ bestimmte Prosa jener Welt, der man zu entkommen suchte.

Patenkinder

16.07.21 (Sven Ferchow) -
Na, haben Sie Ihre Pflegekraft schon gebucht? Die Sie mit 70 ins Büro führt, Ihren E-Rollator wartet oder Ihren Sauer­braten in der Kantine zu Brei drückt. Ist ja nun offiziell. Wir malochen bis 70. Doch während Verbände noch Protestplakate malen, gibt es Menschen, die einen Schritt voraus sind: die Großverdiener der Musikbranche. Statt über das Rentenloch jammern sie über das Einnahmeloch. Weil die Villa wegen Spotify keinen Hubschrauberlandeplatz mehr hat, sondern gerade noch ein Parkdeck für sechs SUVs.

Lied vom Tod?

01.07.21 (Theo Geißler) -
Allianz Arena München: Zweitausend meist schwarz gekleidete ungarische Fans, Ultras, Faschos intonieren, singen, plärren enggedrängt ohne Masken: „Deutschland ist homosexuell“. Auch die gut elftausend deutschen Fußball-Liebhaber halten kaum Abstand, Stofffetzen hängen unterm Kinn. Bayerns Polit-Prominenz und auch die Polizei gucken zu. Im dänischen Parkstadion umarmen sich dreißigtausend, in der Budapester Puskas-Arena wenigstens fünfzigtausend Ball-Aficionados. Und demnächst dürfen im Londoner Wembley-Stadion (Pflicht-Songs: „Rule Britannia“, „God save the Queen“ und „You never walk alone“) mal gut sechzigtausend das Ansteckungspotenzial der Covid-Delta-Variante bei Anreise, Spiel und später im Pub testen, bevor sie in ihre Heimatländer zurückkehren. Jaja: Alles Pilotprojekte unter strenger wissenschaftlicher Begleitung. Chefarzt UEFA ordnet an, kassiert zum Beispiel von unseren Öffentlich-Rechtlichen, von reichen chinesischen und arabischen Werbepartnern und unseren sauberen Auto-Produzenten Zig-Millionen. Es schweigt die Politik in Deutschland und Europa.

Grütters: «Kultur kann uns aus der Isolation herausholen»

31.03.21 (dpa) -
Osnabrück - Kulturstaatsministerin Monika Grütters plädiert dafür, bei Überlegungen zu Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen von Anfang an das Kulturleben einzubeziehen. «Die Kultur kann uns jetzt aus der Isolation herausholen, sie kann vielen inzwischen vereinsamten Menschen wieder Anregungen liefern, sich mit anderen Themen als mit ihrer verzweifelten Situation im Lockdown auseinanderzusetzen», zitierte die «Neue Osnabrücker Zeitung» (NOZ) die CDU-Politikerin.

ExistenzialisMuss

01.03.21 (Theo Geißler) -
Carl Spitzwegs „Armer Poet“ war aus aktueller Sicht fein raus. In seinem Dachstübchen schützte ihn ein Schirm vor undichten Ziegeln – und ein dickes Federkissen vor Kälte. Heutzutage stünde er – vermutlich unfähig, die bescheidene Miete zu löhnen – als „Soloselbständiger“ auf der Straße, in grausamer sozialer Kälte. Dieses Schicksal teilt der Dichter mit vielen Musikerinnen und Musikern, Künstler*innen aller Genres, die als Freelancer seit einem Jahr mangels Auftrittsmöglichkeiten das dämliche Bonmot von der Not als Qualitätsschub für Kulturschaffende ad absurdum führen.

Kunst und Kultur – ein Sonderfall ?

31.12.20 (Moritz Eggert) -
In diesen verrückten Zeiten, die in einem bisher nicht gekannten Maße von Verschwörungsglauben und Hys­terie geprägt sind, muss man sich ab und zu mal kneifen und wie ein Mantra wiederholen: Erstens: Es ist nicht die erste Pandemie in der Weltgeschichte, und zweitens: Es ist nicht das erste Mal, dass man Quarantänen wie die jetzigen benutzt, um diese einzudämmen.

Barbara Klepsch (Sachsen): Die Sehnsucht nach Kunst und Kultur ist groß

23.12.20 (dpa) -
Corona hat im Kulturbetrieb in diesem Jahr Regie geführt. Nicht nur für die Künstler ist das eine frustrierende Situation. Auch das Publikum ist ausgehungert. Der Blick geht aber auch nach vorn.

Bundestag unterstützt Kulturprogramm zur UEFA EURO 2024

Der Bund stellt ab 2021 bis zu 13,2 Millionen Euro für ein Kulturprogramm zur Fußball-Europameisterschaft 2024 zur Verfügung. Dies hat der Deutsche Bundestag in der Bereinigungssitzung zum Bundeshaushalt 2021 beschlossen.

Dynamische Lage – unbequem

09.06.20 (Martin Hufner) -
In Sachen Corona-Pandemie sprechen nicht nur die medizinischen Expert*innen von einer dynamischen Lage. Was sie damit ausdrücken wollen, ist, dass sich die Zukunft nicht vorhersagen lässt und dass das Infektionsgeschehen immer wieder positive wie negative Entwicklungen auslöst. Ähnliches gilt für die Lage im Kulturbereich. Da scheint auch alles dynamisch zu sein. Welche Öffnungsszenarien sind im musikalischen Bereich möglich, welche verbieten sich nach wie vor?
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