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Alle Artikel kategorisiert unter »Kulturleben«

Chancen in bedrückender Stille

30.03.20 (Moritz Eggert) -
Die großen von Menschen verursachten Katastrophen der Vergangenheit haben immer wieder auch Kultur zeitweise zum Verstummen gebracht. Doch selbst in den unmenschlichsten Situationen des Kriegs oder der Hungersnot fanden Menschen zusammen, um gemeinsam zu musizieren oder zu singen.

Freier Fall

30.10.19 (Juan Martin Koch) -
Nun, nachdem Siegfried Mauser, der frühere Präsident der Hochschule für Musik und Theater München, wegen sexueller Nötigung verurteilt wurde – zuletzt bestätigte der Bundesgerichtshof ein Urteil des Landgerichts München I – müsste der folgende Text eigentlich von mutigen Menschen handeln. Von Frauen zum Beispiel, die das Schweigen brechen, sich wehren und den schmerzhaften Gang vors Gericht auf sich nehmen, damit in solchen Fällen Recht gesprochen wird, statt dass – wie bei ähnlichen Gelegenheiten im Musikleben – stillschweigende Vereinbarungen getroffen werden. Leider muss an dieser Stelle aber zum ersten gesprochen werden über einen rechtskräftig verurteilten Sexual­straftäter, der sich völlig uneinsichtig zeigt.

Link-Tipps 2018/05

17.05.18 (Martin Hufner) -
In Sachen Podcasts im Bereich der „Neuen Musik“ und des Musikjournalismus ist es relativ still. Ebenso nach dem Ende von taktlos, dem ehemaligen Musikmagazin des Bayerischen und der nmz fehlen kontroverse Betrachtungen zur aktuellen Lage der Musik überhaupt. Eine Leerstelle, die niemand so richtig füllen kann oder will. Daher sind die Ausnahmen von der Regel um so begrüßenswerter. Die Autorinnen sind sicher schlecht bezahlt aber dafür komplett unabhängig.

Post-Westlich

02.04.17 (Max Nyffeler) -
„Russia‘s foreign minister calls for ‘post-West world order’ in speech to global leaders“, titelte jüngst der britische „Independent“ über den russischen Außenminister Sergej Lawrow. Die schlagwortartig verkürzte Aussage kann man auf newsfront.info ausführlicher nachlesen. Demnach sagte Lawrow: „Die Welt wird objektiv post-westlich. Der Moderne ist es nicht gelungen und wird es auch nicht gelingen, und man muss sich daran gewöhnen, dass die Welt multipolar wird, und dass vor allem die führenden Spieler ihre kollektive Verantwortung für die Welt und Stabilität erkennen und in der Praxis umsetzen müssen.“ Und weiter: „Ich meine damit Westeuropa, die USA, Australien, Neuseeland, also den historischen Wes­ten, der bereits seit Jahrzehnten die erste Geige bei internationalen Angelegenheiten spielte.“ Mittlerweile, so Lawrow, sei es aber zur „Entstehung neuer Machtzentren gekommen“.

„Politik identifiziert sich weniger mit Kultur“

28.12.16 (Dorothea Hülsmeier) -
Intendant Wilfried Schulz im Gespräch. Was passiert, wenn ein Theater kein Haus hat? Es wird zur Wanderbühne. In Düsseldorf kämpft Intendant Wilfried Schulz für den Erhalt und die Bedeutung des Schauspielhauses.

Kurz-Schluss – Wie ich einmal dazu beitragen durfte, das deutsche Sicherheitsbedürfnis wieder zu stabilisieren

26.08.16 (Theo Geißler) -
Ach, das Waldsterben haben wir eben mal überlebt – fragt sich, wie lange. Denn wir stecken ja gerade mitten in einer Klimakatastrophe. Marode tschechische und französische Atomkraftwerke drohen, uns zu verstrahlen. Die nahezu für jedwede Befruchtung notwendigen Bienen sterben aus. Unsere Weltmeere fressen wir von Fischen leer, füllen sie mit ungenießbaren Flüchtlingsleichen und Plastikmüll. Ferner stehen die Türken wieder mal knapp vor Wien, der nahe und mittlere Osten, halb Afrika in der Hand des IS! Terroranschläge rund um den Globus, sogar bei uns. Und rast nicht gerade wieder ein kilometerfetter Meteor auf die Erde zu? [Vorab aus Politik&Kultur 4/2016]

Im Spannungsfeld zwischen Kunst und Wirtschaft

Mainz. Das 67. Kulturfrühstück, zu dem die FDP-Bundestagsfraktion geladen hatte, fand im großen Saal des Kurfürstlichen Schlosses in Mainz statt.

Kosmopolitismus

04.10.13 (Max Nyffeler) -
Zeitungslektüre auf dem Flug von Tokio nach München. Der Soziologe Ulrich Beck, erfolgreicher feuilletonistischer Trendsetter („Risikogesellschaft“, „Reflexive Moderne“), breitet in der FAZ seine neuesten Erkenntnisse in Sachen Kosmopolitismus aus. Er stellt fest, dass die Armen des Südens zu Organlieferanten des weißen Mannes im Norden geworden seien und ihm in ihrer Not „eine Niere, einen Teil ihrer Leber, eine Lunge, ein Auge oder auch einen Hoden“ verkauften: „Muslimische Nieren reinigen christliches Blut. Weiße Rassisten atmen mit der Hilfe schwarzer Lungen. Der blonde Manager blickt mit dem Auge eines afrikanischen Straßenkindes auf die Welt. Ein katholischer Bischof überlebt dank der Leber, die aus einer Prostituierten in einer brasilianischen Favela herausgeschnitten wurde.“ Christen, Rassisten, ein Manager und ein Bischof: die bekannten Hassfiguren des aufgeklärten Feuilletons als blutsaugende Menschheitsparasiten.

Die Selbstdenker und ihre Angestellten: die Stellung des Komponisten im Veranstalterbetrieb

10.11.11 (Max Nyffeler) -
Einfache Wahrheiten sind manchmal schwer zu verdauen. Als bei einer öffentlichen Diskussion am Vorabend der diesjährigen Donaueschinger Musiktage die Klanginstallateurin und Performerin Christina Kubisch den in der Runde versammelten, unter der Last ihrer Verantwortung ächzenden Veranstaltern und Journalisten entgegenhielt: „Ohne uns Künstler wärt ihr alle arbeitslos“, reagierten die Angesprochenen mit gekünstelter Heiterkeit. Da wagte es doch tatsächlich eine arbeitnehmerähnliche Person, die bedeutende Rolle der großmächtigen Manager und Sprachrohre des Musikbetriebs herunterzuspielen. Die Bemerkung saß. Doch nach einem Moment des Innehaltens kehrte die Diskussion wieder den zu klassischen Veranstalterthemen Finanzen, Programmgestaltung und Öffentlichkeit zurück.
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