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Alle Artikel kategorisiert unter »La fura dels Baus«

Gigantischer Aufwand – „Der Freischütz“ im Konzerthaus am Gendarmenmarkt Berlin

19.06.21 (Peter P. Pachl) -
Am 200. Jahrestag der Uraufführung von Carl Maria von Webers „Freischütz“, die am 18. Juni 1821 im Schauspielhaus am Gendarmenmarkt Berlin, dem heutigen Konzerthaus stattfand, inszenierte die katalanische Theatergruppe La Fura dels Baus diese Oper – ganz ohne Zuschauer im Großen Saal des Konzerthauses, aber live übertragen in alle Welt.

Musiktheater beim Kunstfest Weimar: Laut glühend und verkopft

17.09.20 (Roland H. Dippel) -
Am Ende des Kunstfests Weimar 2020 standen eine von kaltem Gegenwartsgeist durchfurchte Monteverdi-Phantasie durch die freie Opernkompanie Novoflot und Bachs Bauernkantate als fetzige Session, bei der Bach, Flamenco und Jazz den Soundtrack zum finalen „Prosit!“ lieferte. Jubel gab es im Deutschen Nationaltheater vom 11. bis 13. September für beide Anlässe.

Konzerthaus Berlin feiert 200. Geburtstag - Feier mit «Freischütz»

18.05.20 (dpa) -
= Berlin - Das Konzerthaus Berlin feiert seinen 200. Geburtstag im kommenden Jahr mit der Oper «Der Freischütz» und der bekannten katalanischen Theatergruppe «Fura dels Baus». Mit Chefdirigent Christoph Eschenbach werde das Konzerthausorchester so auch an die Uraufführung der Oper von Carl Maria von Weber im einstigen Königlichen Schauspielhaus im Jahr 1821 erinnern, teilte das Konzerthaus am Montag mit.

Waten in der Geschichte: die Münchner Staatsoper triumphiert mit Ernst Kreneks „Karl V.“

11.02.19 (Juan Martin Koch) -
Der Beginn ist grandios: Aus der riesigen Projektion von Tizians „jüngstem Gericht“ löst sich zu Karls Abdankungsmonolog plötzlich eine lebende Gestalt und beginnt zu klettern, geradewegs Tizians Himmel empor… Doch bald zerfällt das Bild, übrig bleibt ein unzusammenhängendes Mosaik rechteckiger Einzelteile.

Zwei Einakter Rachmaninows als theatralisches Vermächtnis in Kiel

03.05.18 (Arndt Voß) -
Bei so manch einem Komponisten wird nur ein Teil des Oeuvres wahrgenommen, auch bei Sergei Rachmaninow (1873–1943). Seinen Klavierkompositionen begegnet man gern und oft, in Konzertform oder als Solostück, auch als Kammermusik. Seltener sind die sinfonischen Kompositionen zu hören, noch weniger die vokalen. Doch dass er drei Operneinakter vollendete, ist kaum bekannt. Es kommt deshalb einer Entdeckungstat nahe, sie auf die Bühne zu stellen. In Kiel wagte man das und gewann einen ungewöhnlichen Abend.

Zimmermann-Oper „Die Soldaten“ an den Uraufführungsort Köln zurückgekehrt

03.05.18 (Georg Beck) -
Man fieberte mit. Wofür man noch nicht einmal Kölner sein musste. Schadete freilich auch nicht, wenn es so war. Man freute sich einfach, dass diese gebeutelte Stadt, in der so vieles versinkt – das Stadtarchiv im bröseligen U-Bahn-Untergrund, die Oper in einer etatlöcherreißenden Permanent-Baustelle, jüngst der 1. Fußball-Club in der Zweitklassigkeit –, man freute sich, dass diese Stadt, offenbar doch noch groß denken, groß handeln kann. Freute sich mit und für den „Leitungsstab“ der Oper Köln, spürte den erhöhten Pulsschlag ihres Dramaturgen Georg Kehren, wenn dieser, nicht ohne Stolz, vorrechnete: „Nach 53 Jahren wieder zurück am Ausgangspunkt!“

Ein Scheiterhaufen als Appell –Honeggers „Jeanne d’Arc au bûcher“ an der Oper Frankfurt

16.06.17 (Michael Kube) -
Der Gegensatz konnte kaum größer sein, und doch erschien er am Ende in bedeut­samer Sinnfälligkeit: auf der einen Seite als himmlisches Vorspiel Claude Debu­ssys präimpressionistisches Poème lyrique „La Damoiselle élue“ (1893), auf der anderen das in dunkle, schmutzig-drohende Bilder getränkte Oratorium „Jeanne d’Arc au bûcher“ (1935) von Arthur Honegger. Eine direkt anfassende, ja aufrüt­telnde Doppelinszenierung durch Àlex Ollé und sein spanisch-katalanisches Kollektiv „La Fura dels Baus“.

Haydns «Schöpfung» als Theaterspektakel in der Elbphilharmonie

06.06.17 (Carola Große-Wilde, dpa) -
Hamburg - «The Creation» steht in großen Buchstaben auf weißen Stoffbahnen, die von der Decke der Elbphilharmonie hängen. Ein Trommelwirbel kündigt den Urknall an. Flüchtlinge treten auf, gehen wortlos umher und blicken ratlos in die Runde.

Und Kundry schwimmt im Müllsack … Wagners „Parsifal“ mit La fura dels Baus in der Kölner „Oper am Dom“

30.03.13 (Frieder Reininghaus) -
Um eine dekadente Männergesellschaft geht es bei Richard Wagners in mittelalterlicher Folie verortetem Bühnenweihfestspiel „Parsifal“, um Mitleid und Erlösung von einem Übel, das sich vermittels Verführung durch dunkle Weiblichkeit und „Unkeuschheit“ einstellt. Prägend für die Handlung ist auch die Rivalität zwischen den „eigentlich“ Guten, den Rechtgläubigen, und einem Abtrünnigen, also böse Gewordenen, der ein Etablissement der Schönheiten und Lüste unterhält. Manche Exegeten halten deshalb den vieldeutig schillernden, womöglich von antisemitischer Grundierung nicht freien „Parsifal“ für ein „Ideendrama“.

Die „Zauberflöte“ für das 21. Jahrhundert ist noch zu schreiben: „Babylon“ von Jörg Widmann und Peter Sloterdijk an der Münchner Staatsoper

28.10.12 (Juan Martin Koch) -
Als Klaus Bachler sich vor Aufführungsbeginn ans Publikum wandte, ahnte man den Anlass. Der Staatsopernintendant erinnerte an den verstorbenen Hans Werner Henze, an sein Wirken gerade auch in München und verkündete, das komplette Produktionsteam widme diese Premiere seinem Andenken. Je länger der Uraufführungsabend dauerte, umso stärker sehnte man sich nach Henzes musiktheatraler Souveränität zurück.
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