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Alle Artikel kategorisiert unter »Les Contes d'Hoffmann«

Drei (Zeitgeist-)Schwestern – Jacques Offenbachs „Les Contes d’Hoffmann“ am Staatstheater Kassel

25.09.22 (Joachim Lange) -
Schauspielregisseure, die sich an die Oper wagen, sind ein Kapitel für sich. Da haben sich schon manche von einer spät erwachten Liebe zum benachbarten Genre verleiten lassen, vom Publikum das gleiche zu denken und ihre eigene Begeisterung zu inszenieren. Die renommierte Filmfrau Doris Dörrie hat dafür bei einem frühen Beispiel ihres gelegentlichen Genrewechsels vom Film zur Oper in Münchner mit ihrem „Rigoletto" im Jahre 2005 ein Schulbeispiel geliefert. Fürs Publikum war der Verdi-Hit eben kein Neuland und ihr inszenierter Ausflug auf den Planeten der Affen war kein Weg der Verführung, sondern eine Sackgasse.

Eigene Mischung – „Les Contes d'Hoffmann“ an der Deutschen Oper Berlin

02.12.18 (Peter P. Pachl) -
Die Aufführungsgeschichte der Oper „Hoffmanns Erzählungen“ seit der Uraufführung des von Jacques Offenbachs unvollendeten Bühnenwerks, 1881 in Paris, hat bis heute kein Ende gefunden. In Berlin waren in den vergangenen Jahren diverse Lesarten, unterschiedlich komplettiert nach der kritischen Ausgabe von Michael Kaye und Jean-Christophe Keck, auf der Bühne zu erleben. Darunter 2014 in kleiner Form, musikalisch bearbeitet und mit Neukompositionen von Anne Champert in der Tischlerei der Deutschen Oper, 2015 eine von Barrie Kosky als „albtraumartige[r] Horrortrip“ apostrophierte Fassung für die Komische Oper Berlin, mit den ersten beiden Akten in der von Michael Kaye rekonstruierten Bariton-Fassung, dem dritten bis fünften Akt in der Tenorversion. Nun das für Berlin neue Remake einer Inszenierung aus dem Jahre 2005 in Lyon.

Hoffmann-Paraphrase – Barrie Koskies eigenwillige Fassung von „Les Contes d'Hoffmann“ an der Komischen Oper Berlin

12.11.15 (Peter P. Pachl) -
Wohl kaum ein anderer Operntorso, Bergs „Lulu“ nicht ausgenommen, hat derartig viele divergierende Bühnenfassungen nach sich gezogen, wie Jacques Offenbachs Opéra fantastique aus dem Jahre 1881. Das von Hausherr Barrie Koskie bereits mehrfach durchbrochene Alleinstellungsmerkmal deutschsprachiger Aufführungen an der Komischen Oper Berlin mixt diesmal die durchgehend in französischer Sprache gesungenen Exzerpte der kritischen Gesamtausgabe mit deklamierten Texten E. T. A. Hoffmanns in deutscher Sprache und Ausschnitten aus Mozarts „Don Giovanni“. Die besuchermäßig stark ausgelastete Produktion erreicht ihr Publikum, verfehlt aber knapp ihr eigenes Ziel.

Hoffmann beim Kindergeburtstag: musikalisch glänzende, szenisch enttäuschende Offenbach-Premiere in München

01.11.11 (Juan Martin Koch) -
„Les contes d’Hoffmann“ zählte nicht zu Carlos Kleibers zuletzt immer weiter reduziertem Repertoire. Dirigiert hat er Jacques Offenbachs „fantastische Oper“ nur in der Frühphase seiner Karriere an der Deutschen Oper am Rhein. Und vielleicht klang es da ein wenig so, wie nun an der Münchner Staatsoper unter der Leitung des frisch mit dem Kleiber-Preis dekorierten Constantinos Carydis. Den Akklamationen nach zu urteilen hat er den Sängerstars dieser Eröffnungspremiere die Show zwar vielleicht nicht gestohlen, sie ihnen aber zumindest streitig gemacht.

Hoffmanns neue Erzählungen: Das Aalto Theater Essen präsentiert eine bemerkenswerte Version von Jacques Offenbachs Oper

24.10.11 (Frieder Reininghaus) -
Sollte je der Roman einer Oper geschrieben werden, könnte sich dieser in phantastischer Weise um „Les Contes d’Hoffmann“ ranken. Lange schien es, als liege kein Segen auf dem kompositorischen Vermächtnis von Jacques Offenbach – auf der bei seinem Tod am 5. Oktober 1880 bis zur Mitte des 4. Akts vollendeten, am Ende aber doch noch unfertigen Fantastischen Oper.
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