Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Mária Celeng«

Vergebliche Liebesmüh – Stream-Uraufführung der Oper „Schuberts Reise nach Atzenbrugg“ im Münchner Gärtnerplatztheater

02.05.21 (Wolf-Dieter Peter) -
Im Frühjahr 2020 war das Werk zur Uraufführung fertig -und fiel dem Lockdown zum Opfer. Seither wurde geplant und wieder geschoben, bis sich das Staatstheater jetzt zu einer Präsentation unter Pandemie-Bedingungen entschloss: alles Bühnenpersonal dauergetestet und daher Spiel mit Körperkontakt möglich; Umarbeitung auf kleinere Orchesterbesetzung – und: getestete Pressevertreter durften mit Maske in den Zuschauerraum, für pausenlose zwei Stunden Premiere. Unser Kritiker blieb wie alle anderen Zuschauer beim Stream-Erlebnis.

Vierfache vokale Verlockung – Die Primadonnen des Gärtnerplatztheaters becircen

15.03.21 (Wolf-Dieter Peter) -
Skandal! Im Sperrbezirk! Vier traumschöne Frauen in meist schulterfreien und/oder dekolletierten Roben aus leuchtend rotem Satin lockten – mit Gestik, Blicken und mehrfach im langen Kleid-Schlitz ausgestellten, schlanken Beinen – all das gesteigert durch mal brillante, mal schmeichelnde, mal kecke Töne… und alles auf der Bühne eines Staatstheaters! Beruhigend nur, dass der dafür zuständige Minister – der sich tagsüber in einem langen Verbal-Erguss seine durchgängige Nicht-Präsenz selbst weggeredet hatte – wie immer nicht anwesend war.

Groteske ohne Biss – Henzes „Der junge Lord“ im Münchner Gärtnerplatztheater

24.05.19 (Wolf-Dieter Peter) -
Die verblendet-blinde Anbetung von Status und Image: ein schönes Thema für „München“ als „Fall“. Und wenn dann noch zwei Künstlergrößen wie Hans Werner Henze und Ingeborg Bachmann für Musik und Text stehen, alles von Brigitte Fassbaender auf die Bühne gebracht wird - dann sollte das ein entlarvender Spiegel für die schicke Weltstadt mit Herz werden – hoffte Kritiker Wolf-Dieter Peter.

Theatralischer Fehlschuss – Lortzings „Wildschütz“ am Münchner Gärtnerplatztheater

21.01.18 (Wolf-Dieter Peter) -
Wenn 1842 in Albert Lortzings Spieloper „Der Wildschütz“ ein vom Grafen wie ein Domestik gehaltener und von den Menschen des Ortes halb bespöttelter, halb als Autorität anerkannter Dorfschullehrer 5000 Taler bekommt und singt „…nun auf einmal Kapitalist“ – dann hatte das im Umfeld von Industrialisierung im Manchester-Stil und Standesgesellschaft kritisch eindeutigen Hintersinn: sechs Jahre vor der Revolution von 1848. Davon war in der Münchner Neuinszenierung nichts zu erahnen.

Zeitlos modernes Geschlechterspiel – Münchens Gärtnerplatztheater mit zupackender „Cosi fan tutte“

14.06.15 (Wolf-Dieter Peter) -
Was wissen wir nicht alles über die Anziehung zwischen den Geschlechtern – von Ovid über Ariost zu den Rationalisten, über die Realisten zu Freud, aktueller „Partnerschaftsfachliteratur“ und heutigen Internet-Love-Börsen, weiter bis zum „Bunga-Bunga“ unserer Pseudo-Eliten. Da hätte Da Pontes Text allein, trotz überzeugend schöner Stellen, wenig Chancen – doch da gibt es eben die Musik dieses Wolfgang Amadeus Mozart …

Großes Thema vertan – Ein komplettiertes Bühnenfragment als „Zeisls Hiob“ in der Münchner Reithalle

22.07.14 (Wolf-Dieter Peter) -
Joseph Roths Roman „Hiob“ endet: „Mendel Singer schlief ein. Und er ruhte aus von der Schwere des Glücks und der Größe der Wunder.“ Das war in dem Zwitter, den das andere Festspielprogramm der Bayerischen Staatsoper in der Reithalle bietet, leider nicht zu erleben. Dabei wäre aus den vielfältigen „Ingredienzien“ sehr wohl fesselndes Musiktheater möglich:
Inhalt abgleichen

Das könnte Sie auch interessieren: