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Alle Artikel kategorisiert unter »Markus Hechtle«

„face to face” – Schüler und Orchestermusiker spielen auf Augenhöhe

Beinahe jedes deutsche Orchester unterhält mittlerweile sein eigenes Education-Programm. Allzu oft bleibt Musikvermittlung dabei aber eine Einbahnstraße: Musik wird präsentiert und erklärt. Anders bei face to face. Hier heißt es Begegnung und Interaktion auf Augenhöhe zwischen Menschen verschiedener Generationen, die Musik schaffen, erfinden und ausüben.

Kugelgestaltiges, Rauschhaftes, Ekstatisches: cresc – Biennale für Moderne Musik Frankfurt Rhein Main

24.11.13 (Jelena Rothermel) -
Bernd Alois Zimmermann schien ein ganz entspanntes Verhältnis zu Musikkritikern zu haben. Seine „Verreißer“, wie er sie nannte, sah er als ganz persönliche Richtungsweiser: „Werde ich verrissen, bin ich auf dem richtigen Wege; sollte von dieser Seite gar Anerkennung kommen (erfreulicherweise ist das bisher noch nicht geschehen), bin ich mit Sicherheit auf dem falschen Weg.“ Er bekam dann doch noch einiges an Lob zu hören, ohne sich deshalb beirren zu lassen.

Buch-Tipps 2013/10

05.10.13 (Michael Wackerbauer) -
Silke Egeler-Wittmann: Face to Face. Jugendliche erarbeiten und performen gemeinsam mit Profimusikern zeitgenössische Musik, Schott. +++ Matthias Stubenvoll: Mehrstimmigkeit im Kinderchor. Ein praktischer Leitfaden zur Einführung und Pflege, Helbling. +++ Rainer Nonnenmann: Der Gang durch die Klippen. Helmut Lachenmanns Begegnung mit Luigi Nono anhand ihres Briefwechsels und anderer Quellen 1957–1990, Breitkopf & Härtel.

Er knüpfte den Ariadne-Faden durch das Musiklabyrinth

01.03.13 (Gerhard Rohde) -
Den Abschied überschatteten dunkle Wolken. Wie geht es weiter beim Südwestdeutschen Rundfunk, dem SWR, mit der Neuen Musik? Die Fusionspläne der Intendanz für die beiden hauseigenen Sinfonieorchester sorgen seit mehr als einem Jahr für Proteste, Unruhe und Empörung (siehe auch S. 8 dieser Ausgabe). Keine guten Aussichten für Donaueschingen, Schwetzingen, auch nicht für das Stuttgarter „Éclat“-Festival, obwohl es sich seit einiger Zeit organisatorisch vom Rundfunk abgenabelt und der „Musik der Jahrhunderte“ angeschlossen hat – ganz sind natürlich die Verbindungen nicht gekappt, der SWR überträgt viele Konzerte, stellt für einen Auftritt auch sein Radiosinfonieorchester Stuttgart ab. Für den scheidenden künstlerischen Leiter Hans-Peter Jahn war es die letzte Gelegenheit, noch einmal die Wichtigkeit seiner Arbeit für die Musik unserer Gegenwart zu demonstrieren: achtzehn Uraufführungen dienten als Beweisstücke.

Fenster, weit offen

06.12.11 (Theo Geißler) -
„Spätnachmittag, das kleine Zimmer im Halbdunkel. Still sitzend, der Blick dem Fenster zugewandt, dessen weit geöffnete Flügel den Horizont begrenzen. Still sitzen und schauen, die See und das Fenster zur See.“

Entdeckerlust und Offenheit für den kreativen Prozess

26.02.10 (Ludolf Baucke) -
„Trommel mit Gewürz“, „Pusterohr mit Marmelade“ oder „100 Regentropfen“ hatten neunjährige Kinder ihre Kompositionen überschrieben. Als diese und andere Beispiele jugendlichen Komponierens in Osnabrück erklangen, wurde rasch klar, dass das kreative Potential von Kindern und Jugendlichen schier unerschöpflich ist. Es muss nur entdeckt und gefördert werden, was mittlerweile an den verschiedensten Orten und unter verschiedensten Voraussetzungen in Deutschland geschieht.

Das Thema Stadt als kompositorischer Impuls

08.07.09 (Achim Ost) -
Wenn das Komponieren aktueller Musik Signale der humanen Umgebung (und nicht nur Signale bereits geschriebener Musik) aufnehmen will, muss es sich heute auf das Thema der Stadt einlassen. Das zumindest könnte ein Grundgedanke gewesen sein, der das Siemens Arts Program, das Goethe-Institut und das Ensemble Modern veranlasst hat, dem Thema der Mega-Stadt einen vierteiligen Großzyklus von Kompositionsaufträgen zu widmen. Nach Istanbul und Johannesburg war der dritte Teil der Stadt Dubai gewidmet, die beauftragten Komponisten waren Markus Hechtle, Jörg Widmann, Vykintas Baltakas und Márton Illés. Die Uraufführung mit dem Ensemble Modern unter der Leitung von Franck Ollu fand im Konzerthaus Berlin statt, eine weitere Aufführung gab es in der Frankfurter Alten Oper.

Into Dubai – Fortsetzung des „Into“-Projektes mit Konzerten in Berlin und Frankfurt

29.05.09 (Achim Ost) -
Besitzt eine Retortenstadt wie Dubai überhaupt eine Mitte? Nach der kompositorischen Annäherung an Istanbul und Johannesburg hieß es nun mitten hinein nach Dubai. Auch das „into Dubai“- Projekt von Ensemble Modern und Siemens Arts Program wurde wieder vom Goethe-Institut unterstützt. Es half Vykintas Baltakas, Jörg Widmann, Markus Hechtle und Márton Illés bei der Aufgabe, während eines einmonatigen Arbeitsaufenthalts die „Essenz“ dieser Stadt klanglich einzufangen. Die musikalischen Ergebnisse dieser Komponistenreise waren am Mittwoch in Berlin uraufgeführt worden. Für nmz-Online besuchte Achim Ost am Donnerstag die Folgeaufführung in der Alten Oper in Frankfurt a.Main.

into Dubai Trailer

Der Westen blickt häufig skeptisch auf die gewaltigen Bauvorhaben. Immer wieder ist die Rede von Künstlichkeit, Größenwahn — von einer „Blaupausenstadt“. Wie kann hier ein Kulturklima entstehen? Wie werden die täglich wachsenden Gebäude und Flächen mit Leben gefüllt? Vykintas Baltakas, Markus Hechtle, Marton Iles und Jörg Widmann hatten die Aufgabe, sich der Stadt künstlerisch anzunähern. Und schnell war klar, dass eine Zustandsbeschreibung Dubais so gut wie unmöglich ist.

taktlos #116 - Unerhört elitär-Neue Musik im Off?

Den zeitgenössischen Radio-Programmieren gilt sie als Quoten-Killer, zu ihrer Pflege versammeln sich – von außen betrachtet – schrullige elitäre Zirkel an entlegenen Orten wie Donaueschingen oder Witten. Gelegentlich findet sie noch ein Plätzchen in gehobenen Feuilletons: Was ist los mit der neuen Musik in unserer Mediengesellschaft? Kein Platz mehr für Experimente, wie einst zu Adenauers Zeiten?

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