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Alle Artikel kategorisiert unter »Michael Denhoff«

In allem Anfang wohnt ein Ende

29.06.22 (Rainer Nonnenmann) -
Was macht eine Anzahl von Konzerten zu einer Konzertreihe? Welche Rolle spielen Ort, Zeit, Veranstalter, Profil, Programm? Im Fall von WORTKLANG­RAUM lassen sich diese Fragen leicht und geradezu exemplarisch beantworten. Schauplatz ist der Dialograum an Sankt Helena, ein nicht mehr als Kirche genutztes Gebäude im Bonner Norden, mit auffallend trockener, hellhöriger Akustik und bühnenartiger Erhöhung im ehemaligen Altarbereich. Bei freiem Eintritt und erbetener Spende gab es hier seit 2009 jeden ersten Mittwoch im Monat – von Pausen im Sommer und Winter abgesehen – Konzerte neuer Musik verbunden mit Textrezitationen. Zusammengestellt wurden die jährlich acht Programme vom Bonner Komponisten, Cellisten, Kunst- und Literaturbegeisterten Michael Denhoff, der jede Veranstaltung unter ein Motto stellte und dieses mit einer haikuartig verdichteten Betrachtung ankündigte.

Uraufführungen 2021/05

28.04.21 (Rainer Nonnenmann) -
Wie glücklich könnte man sein, würde man es auf Dauer nur besser mit sich selber aushalten! Doch schon Blaise Pascal erkannte: „Das ganze Unglück der Menschen rührt allein daher, dass sie nicht ruhig in einem Zimmer zu bleiben vermögen.“ Einzelne tendieren vielleicht zu einsiedlerischer Stubenhockerei, doch die Gattung Mensch insgesamt ist nun einmal ein nomadisch veranlagtes zoon politikon, ein viel und weit durch Savannen, Großstädte oder Shoppingmalls schweifendes und Gemeinschaften jeglicher Art bildendes Wesen: Staaten, Familien, Freundeskreise, Lesezirkel, Diskussionsrunden, Thekenmannschaften, Reisegruppen, Sportvereine, Kegelclubs, Chöre, Orchester, Publikum …

Buch-Tipps 2015/06

11.06.15 (Michael Wackerbauer) -
Anselm Hartinger: „Alte Neuigkeiten“. Bach-Aufführungen und Leipziger Musikleben im Zeitalter Mendelssohns, Schumanns und Hauptmanns 1829 bis 1852. Repertoirebildung, Aufführungs­praxis, Aufführungsbedingungen und Ästhetik, Breitkopf & Härtel +++ Barbara Busch/Silvia Müller: Im Kita-Alltag singen. Konzeption der Fortbildung PrimacantaKita für pädagogische Fachkräfte +++ MD60. Worte–Klänge–Bilder zum 60. Geburtstag des Komponisten Michael Denhoff, hrsg. v. Martin Tchiba, edition gravis

Dialograum der Künste

30.04.15 (Rainer Nonnenmann) -
Neue Musik ist längst multi-, trans- und intermedial. Spätestens seit den 1960er-Jahren wurde sie auch literarisch, theatralisch, skulptural und graphisch, was Theodor W. Adorno als „Verfransung der Künste“ beschrieb. Und der Computer verknüpft Klang selbstverständlich mit Video, Licht, Sprache, Bewegung et cetera. Gemäß der bürgerlichen Spartentrennungen des 19. Jahrhunderts finden die Künste jedoch bis heute weiterhin fein säuberlich getrennt voneinander statt: Musik im Konzert, Kunst im Museum, Theater im Theater, Literatur im Buch. Nur selten bringen Veranstalter zwei oder mehr Künste zusammen. Zu diesen wenigen gehört Michael Denhoff. Dem Komponisten, Maler, Dichter und homme de lettre ist interdisziplinäres und spartenübergreifendes Denken tägliche Schaffens- und Lebenswirklichkeit.

Komponieren mit Beethoven im Nacken

12.11.13 (Martin Tchiba) -
In zartestem Pianissimo setzt das Klavier elf Töne unter den Flageolett-Teppich des Streichquartetts, aus dem sich bald ein Hauch von Melodie heraushebt. „Frei und ekstatisch“ lautet die Vortragsanweisung des Komponisten Michael Denhoff (Jahrgang 1955) für den Anfang seines 1998 entstandenen Klavierquintetts. Mittels dieser beiden Adjektive ließen sich die Seelen vieler seiner Werke in Worte kleiden. Im Dickicht der Moden und Dogmen hat sich Denhoff – mit unerschütterlichem Enthusiasmus – stets seinen eigenen Weg freigelegt. Für sein Schaffen wird er am 13. November in München mit dem „Gerda-und-Günter-Bialas-Preis“ der Bayerischen Akademie der Schönen Künste geehrt. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird von der GEMA-Stiftung finanziert.

"Eigene Klangwelt" - Gerda und Günter Bialas Preis an Michael Denhoff

18.10.13 (PM) -
Die Bayerische Akademie der Schönen Künste verleiht in Verbindung mit der GEMA-Stiftung den mit 10.000,-- € dotierten Gerda und Günter Bialas Preis an den Komponisten und Cellisten Michael Denhoff. Diese von der GEMA-Stiftung finanzierte Auszeichnung wird seit 1998 i. d. R. alle zwei Jahre in der Akademie vergeben.


Skulpturale Fantasien und eine Pompösität

28.02.10 (Max Nyffeler) -
„Two Thoughts about the Piano“ lautet der bescheiden klingende Obertitel der beiden Klavierstücke „Intermittences“ und „Caténaires“ von Elliott Carter von 2005/06. Sie haben es in sich, besonders das zweite, Pierre-Laurent Aimard gewidmete: Ein höllisch schwerer Parcours über die ganze Breite der Tastatur in der Art eines Perpetuum mobile von pausenlos durchlaufenden Sechzehnteln, bei dem sich nichts wiederholt. Das erste Stück ist in der für Carter charakteristischen komplexen Machart geschrieben, wobei den Pausen, deren Charakter auf die Musik rückwirkt, eine dramaturgische Funktion zukommt. (Boosey&Hawkes, ISMN 979-0-051-10554-0)
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