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Alle Artikel kategorisiert unter »Michaela Schneider«

Suggestiv, mäandernd – Toshiro Mayuzumis Oper „Der Tempelbrand“ in Straßburg

23.03.18 (Georg Rudiger) -
Ein junger, psychisch labiler Mönch kann die Schönheit eines goldenen Buddha-Tempels nicht ertragen. Der überirdische Glanz wirkt für ihn wie ein hämischer Kommentar zu den Trümmern seines Lebens – gegenüber seinen eigenen Verletzungen, die er aufgrund seiner Behinderung immer wieder erfahren hat, aber auch gegenüber den Problemen in der japanischen Gesellschaft nach dem Zweiten Weltkrieg. Deshalb zündet er im Jahr 1950 den Kinkakuij-Tempel in Kyoto an. Der japanische Schriftsteller Yukio Mishima hat für seinen Roman „Kinkakuji“ (1956) die wahre Geschichte poetisch verarbeitet; der Komponist Toshiro Mayuzumi nahm sie zur Vorlage seiner Oper „Der Tempelbrand“, die 1976 an der Deutschen Oper Berlin uraufgeführt wurde.

Pasternak als Pathosbrei: Zur Uraufführung von Anton Lubchenkos Oper „Doktor Schiwago“ in Regensburg

25.01.15 (Juan Martin Koch) -
Ein durch Hollywood allseits bekannter, erstmals vertonter Stoff als Uraufführung – ein vom Komponisten herbeigefaselter Eklat um die Regie: Das sind die Zutaten, die einem kleinen Haus wie dem Theater Regensburg überregionale Aufmerksamkeit bescheren. Als skandalträchtig erwies sich dann allerdings nicht die Regie, sondern Anton Lubchenkos selbstgefälliger Umgang mit Boris Pasternaks „Doktor Schiwago“ und seine reaktionäre, aus der russischen Musikgeschichte zusammengeklaubte Partitur.

Wagner zwischen 1830, Bayreuth und Hollywood –Das Theater Regensburg wagt Richard Wagners Frühwerk „Die Feen“

26.01.14 (Wolf-Dieter Peter) -
Ein junger Genialischer macht es dem Musiktheater nicht leicht. Da mischt er Könige, Helden, Krieger, Verräter, Liebende, allerlei Feen und einen Geisterkönig in bester romantischer Manier, also in realen, halb wahnsinnigen und geisterhaften Handlungszügen durcheinander – und das gleich viereinhalb Musikstunden lang. „Wenn Sie wüssten, welches Genie Sie abweisen, würden Sie auf den Knien dafür danken, dass ich Ihnen diese Oper anbiete“ schrieb der 21jährige Chordirigent an den Intendanten der Leipziger Oper, der den Erstling abgelehnt hatte – über so viel Selbstbewusstsein verfügte nur einer: Richard Wagner.
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