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Alle Artikel kategorisiert unter »Nikolaus Brass«

Erschöpfende Bewegungen, rückwärts und seitwärts

04.06.14 (Juan Martin Koch) -
Schlichter, betörender Gesang, begleitet von Theorbe und Barockharfe: Fast schien es so, als wolle die zeitgenössische Oper endgültig in den Schoß ihrer Ursprünge zurückkehren. Mit „Das geopferte Leben“ legte der katalanische Komponist Hèctor Parra zum Abschluss der 14. Münchner Biennale für neues Musiktheater ein Werk vor, das im Orchestergraben Alte und die Neue Musik virtuos ineinander verschränkt, das sich bisweilen aber eben auch ganz in die Intimität des frühbarocken „recitar cantando“ zurückzieht.

Klang-Kunst im Karrée

03.06.14 (Anna Schürmer) -
Bei 84 GHz, einem „Raum für Gestaltung“ im Herzen Schwabings, wird weit mehr als Grafikdesign gestaltet. 2003 initiierte Sylvia Katzwinkel mit „Kunst im Karrée“ eine Art Tag der offenen Türen der Ateliers in Schwabing und der Maxvorstadt. Diese öffnen sich vom 11. bis 13. Juli 2014 noch ein Stückchen weiter, wenn sie den Rahmen für das Musikfest bieten, das Nikolaus Brass im Namen der Münchner Gesellschaft für Neue Musik (MGNM) mitorganisiert. Anna Schürmer traf die beiden zum Doppelinterview.

Jenseits der Worte: Nikolaus Brass’ „Sommertag“ und Claude Viviers „Kopernikus“ bei der Münchner Biennale

13.05.14 (Juan Martin Koch) -
Dem nachzuspüren und Ausdruck zu verleihen, was in, aber auch zwischen den gesungenen Worten angelegt ist: Das hat Opernkomponisten seit den Anfängen der Gattung beschäftigt. Mit großer Sorgfalt hat sich nun auch Nikolaus Brass mit seinem späten Opernerstling dieser immer wieder neuen Aufgabe gestellt. Als Grundlage seines im Rahmen der Münchner Biennale uraufgeführten „Kammermusiktheaters“ hatte er das Stück „Sommertag“ des norwegischen Dramatikers Jon Fosse gewählt.

Moderne Gesänge umspülen die Küsten des Mittelmeers

02.03.14 (Gerhard Rohde) -
Der Musikfreund, der sich neben Mozart und Beethoven auch noch dafür interessiert, wie es mit dem Gegenstand seiner Liebe auch zukünftig weitergeht, braucht sich über mangelnde Gelegenheiten, sich zu informieren, keine Sorgen zu machen. Ein Festival der Neuen Musik folgt im Jahresrhythmus dem anderen: nach dem Stuttgarter „Éclat“-Festival fanden unmittelbar danach in Kiel die „Chiffren“ mit einem Skandinavien-Schwerpunkt statt. In München feierte die traditionsreiche Musica-Viva-Reihe des Bayerischen Rundfunks an drei Tagen den Komponisten Peter Eötvös, sogar die Salzburger Mozartwoche Ende Januar verzichtet nicht mehr auf einen lebenden Komponisten und huldigte diesmal Arvo Pärt.

„Das Innere des Äußeren“: Szenisches Konzert in der Jungen Oper Dortmund

14.01.13 (Ute Büchter-Römer) -
Die Wirklichkeit läuft ab im Zuspielband. Da herrscht das Chaos der Alltäglichkeit. Zufällig. Als Chaos gedacht. Absichtslos reagiert die Sopranistin dazu. Geräusche der Umwelt, Fluglärm, Autos, unklare, unsichere Lebenssituation, cagehaft erweitert und ineinander verwoben durch die tatsächlich zufälligen Regenprasselgeräusche auf dem Dach des „Jungen Theaters“ Dortmund.

Wenn getrennte Welten aufeinandertreffen

02.07.12 (Max Nyffeler) -
Zum Abschluss der diesjährigen Musica-Viva-Saison in München gab es nochmals ein kraftvolles Doppelpack von der Sorte, wie es Winrich Hopp, Leiter der Konzertreihe seit 2011, eingeführt hat: An zwei Abenden hintereinander ein Orchester- und ein Ensemblekonzert, die durch inhaltliche Bezüge miteinander verbunden sind. Das Konzept funktioniert. Das Publikum nutzt die Möglichkeit einer vertieften Auseinandersetzung mit der Thematik und geht gerne zweimal hin.

Kernsätze möglicher Opern: Gesamtaufführung der „Nuclei“ bei der Münchener Musiktheater-Biennale

23.05.12 (Reinhard Palmer) -
Die Keimzelle greifbar zu machen, setzt zumindest gedanklich das gesamte Werk voraus, wenn auch die mühsame Umsetzung bis ins Detail entfällt. Den Kern – Nucleus – zu extrahieren, würde im besten Fall bedeuten, zuvor eine Idee sorgfältig zu Ende zu denken, und sie dann auf eine Quintessenz zu reduzieren. Was sich also die 13. Münchener Biennale im „Biennale Special“ als Rahmenprogramm ausgedacht hatte und vor den Hauptwerken präsentieren ließ, verdiente besondere Beachtung. Als „summa summarum“ in der kreativ-experimentellen Atmosphäre des Münchner Schwere Reiter aneinandergereiht, zeigte sich ein breites Spektrum an Ideen und Genres. Doch der große Wurf war nicht dabei.

Frage nach der Wahl der Mittel

29.04.12 (Christoph Reiserer) -
Die Münchener Biennale geht neue Wege. Unter dem Label Biennale Special werden so viele Münchener wie wohl nie zuvor beteiligt sein. Acht Komponist/-innen haben sich über den Kern eines neuen Musiktheaterstücks Gedanken gemacht und werden jeden Abend eine ihrer Kürzestopern präsentieren.

Neue Musik in der Rechtfertigungsfalle

04.10.11 (Nikolaus Brass) -
Wenn das „Progressive“ zwar registriert aber abgelehnt wird – geschenkt, gehört dazu. Wenn es nicht verstanden wird – o.k., Ausweis eben seiner Fortschrittlichkeit. Wenn es attackiert wird und verfolgt: scheußlich, aber „irgendwie“ verständlich. Aber wenn das „Progressive“ als solches überhaupt nicht mehr wahrgenommen wird und in einem öffentlichen Diskurs für seine „Daseinsberechtigung“ erst kämpfen muss unter der Rechtfertigung, doch eigentlich von großer gesellschaftlicher Relevanz zu sein und an diese Behauptung Forderungen anschließt, es seien ihm Schutzräume zu reservieren, um überhaupt wahrgenommen zu werden und in seiner gesellschaftlichen Bedeutung zur Geltung kommen zu können – da ist doch einiges zumindest „dumm“ gelaufen, wenn nicht sogar schief, grundschief.

„Komm, geh mit“: das Projekt „Klangbrücken“ des Ostbayerischen Jugendorchesters (OJO)

10.06.11 (Helmut Rohm) -
Brücken verbinden. Sie ermöglichen Begegnung, Austausch, Kommunikation und einen Blick ins Weite, Offene. Über „Klangbrücken“ können sich ganz besondere Wege von Mensch zu Mensch erschließen. Das diesjährige Konzertprogramm des Ostbayerischen Jugendorchesters (OJO) steht unter diesem Motto. Es rankt sich um die Aufführung eines Werkes, das gemeinsam mit achtundzwanzig geistig behinderten Kindern und Jugendlichen aus der Cabrini-Schule Offenstetten bei Arensberg erarbeitet wurde: das ‚Lied der Schöpfung’. Es entstand im Auftrag des von den Bezirken Oberpfalz und Niederbayern geförderten Orchesters und seines Leiters Hermann Seitz: der renommierte Komponist Nikolaus Brass hat es geschrieben. Bereits im Verlaufe der sorgsam vorbereiteten Proben entfalteten sich kaum für möglich gehaltene Momente der glückenden Einvernehmlichkeit und Sammlung.
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