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Alle Artikel kategorisiert unter »Phønix16«

Proben in der Quarantäne gegen den Corona-Koller

07.04.20 (Andreas Kolb) -
Während der Corona-Shutdown Mitte März unaufhaltsam das gesamte deutsche Konzertleben erfasste, probten weit im Norden, eine gute Autostunde entfernt von Berlin, fünf Performer des Vokalensembles PHØNIX16 aus Berlin und 25 junge bolivianische Musiker des Orquesta Experimental de Instrumentos Nativos unermüdlich weiter, als ob ihre Uraufführungen am 20. März 2020 zur Eröffnung der MaerzMusik nicht abgesagt worden wären. Zwar hatte die bolivianische Regierung alle Bolivianer im Ausland dazu aufgefordert, innerhalb von 72 Stunden ins eigene Land zurückzukommen. Von Deutschland aus stellte sich dies jedoch schnell als Ding der Unmöglichkeit heraus, da es keine Flüge gab.

Bittere Leisigkeit: Jakob Ullmanns „Horos Metéoros“ in Berlin

29.08.18 (Martin Hufner) -
Eine Oper ohne Szene, eine Oper ohne Musikerinnen – die Bühne leer, die Musikerinnen absent, wie soll das gehen? Kann das einen Sinn ergeben? Es kann. Man muss nur dieser an sich absurden Situation den entsprechenden Stoff vorlagern. Ein Bericht von Martin Hufner.

Kieksen, Brummen, Keuchen, Schnalzen

07.03.17 (Isabel Herzfeld) -
Es ist Zeit, die Stimme zu erheben. Natürlich hat es sie immer gegeben, als Bestandteil alter wie neuer Musik, man denke nur an die unendlichen Spielarten des Musiktheaters. Doch die Stimme in den Fokus eines Festivals zu stellen heißt, nach Ursprüngen zu fragen, nach Sinnlichkeit und Körperlichkeit, Persönlichkeit und Konkretion. Gerade in der Nachkriegsavantgarde war das nicht unbedingt angesagt, die mit der Abstraktheit des Tons der Traditionsbelastung ihres Materials entgegenwirken wollte. Sie entwickelte zudem eine ins­trumentale Virtuosität, die über die Grenzen des jeweiligen Instruments hinausstrebte, sogar seine Zerstörung einbezog – der Stimme, so schien es, waren solche Extrempositionen nicht zugänglich. Mehr als jede andere Klangquelle schien sie der Tradition verhaftet, noch dazu an verstaubte Texte gekettet. Sie zu befreien war schon eine ganz besondere Tat, die zunächst der elektronischen Verfremdung gelang. Dieter Schnebel wurde dann in den Siebziger Jahren zum Pionier der experimentellen Stimmbehandlung.
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