Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Politik & Kultur«

Theos Kurz-Schluss – Wie ich endgültig all meine Hoffnungen, jemals wieder im cineastischen Bereich tätig zu werden, abschrieb

25.05.22 (Theo Geißler) -
Es war schon die dritte Redaktion (diesmal der Miesenbacher Weltspiegel), aus der ich binnen zweier Tage rausflog: Schuld war nicht nur das allgemeine Schrumpfen aller Druckprodukte (nicht nur aus Papiermangel). Vielmehr hatten die elektronischen Medien jene langsame und ressourcenfressende Form von angeblich informativer Berichterstattung auf Papier „umweltschonend“ verdrängt und dabei den Stromverbrauch ums Tausendfache gesteigert, sondern auch noch milliardenfache Blödguckerinnen und Blödgucker produziert. [Vorab aus „Politik & Kultur“ 2022/06]

Theos Kurz-Schluss – Wie ich mich einmal mit einer Promi-Biografie vor dem Verhungern retten wollte – und scheiterte

29.04.22 (Theo Geißler) -
Wie kommt man heutzutage als ausgebrannter Journalist, als altbackener Schreiberling mit ausgeprägter bandscheibenverschleiß-bedingter Reiseunlust noch an Themen, für deren Abdruck höchstselbst dahinvegetierende Kulturzeitschriften wenigstens noch ein paar Frühstücksbrötchen bezahlen? Kaum denkt man sich einen lustigen Schwank aus,– z. B. das schleimige Möchtegern-Büßervideo des Hakenkreuz-und-Verquerdenkers Xavier Naidoo – die Intro ist von mir schon elegant formuliert, die Pointe: Schröder wechselt brav von Gazprom zu Shell, schwupps findet man den Plot gleichentags und gleichen Trends im Spiegel. Unterm Strich und natürlich weniger witzig niedergehudelt. Mich fasst Verzweiflung, foltert Spott! [Vorab aus „Politik & Kultur“ 2022/05]

Kulturpolitisch markantes Doppeljubiläum

01.03.22 (nmz-red) -
Am 1. März dieses Jahres ist Olaf Zimmermann seit 25 Jahren Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates. Als er als ehemaliger Galerist seine Tätigkeit am 1. März 1997 noch in Bonn aufnahm, lag die Kulturpolitik des Bundes noch im Dornröschenschlaf. Es ist auch seinem Wirken zu verdanken, dass 1998 die Bundeskulturpolitik aufgewertet wurde, ein Kulturstaatsminister berufen und der Kultur- und Medienausschuss im Deutschen Bundestag installiert wurde. In den dann folgenden Jahren arbeitete er unter anderem in der Enquetekommission „Kultur in Deutschland“ des Deutschen Bundestages mit.

Kurz-Schluss – Wie ich einmal versuchte, meinem Enkel Machart und Schönheiten der deutschen Lyrik näherzubringen

26.11.21 (Theo Geiẞler) -
Was zurzeit in den Schulen abgeht – mein Blick richtet sich zwangsläufig vor allem auf die bayerischen – ist eine ziemliche Schinderei. Mein Enkel Gandolf-Augustus, neunte Klasse Gymnasium, schreibt ungefähr täglich zwei Prüfungsarbeiten. Vermutlich geschockt einerseits durch bedrohlich nah kreisende Hubschrauber-Eltern, den Anwalt an der Seite, andererseits getrieben von einer Effizienzpädagogik, die hohe Bildungsansprüche und scharfe Auslese im Sinne der Wirtschaft möglichst in Zeiten gerade noch medizinisch verantwortbaren Präsenzunterrichtes abfordert, werden Schülerinnen und Schüler durch Stoffmassen gepeitscht und zum jeweiligen Leistungsbeweis gezwungen. [Vorab aus Politik & Kultur 2021/22-12/01).

Theos Kurz-Schluss: Wie ich einmal auf der Suche nach Erkenntnis über gesellschaftliche digitale Transformation beim Kosmos-Experimentierkasten „Radiomann“ landete

27.10.21 (Theo Geißler) -
Da soll mir mal eine(r) sagen, die Sehnsucht nach gesellschaftlicher „Transformation“ sei eine aktuelle Invention: „Es is a Kreiz mit de oidn Manner, mit de oidn Manner is a Kreiz“ zwiefachelte man schon zu Zeiten der frühen Fünfziger des vergangenen Jahrhunderts in den finsteren Tälern meiner Heimat in der Voralpenlandschaft. [Vorab aus „Politik & Kultur“ - Ausgabe 2021/11]

Theos Kurz-Schluss: Wie ich einmal dem Literatur-, vor allem aber dem Streaming-Markt einen sensationellen realitätsnahen Plot anbot

28.06.21 (Theo Geiẞler) -
Wir schreiben ungefähr das Jahr 40 nach Gretas Geburtstag. Ich versuche diese zeitliche Unschärfe, so gut ich kann, zu erläutern: Nach der vermutlich durch Liechtensteiner Banker finanzierten Entwicklung des C-Fraß-Virus durch monegassische Chemo-Spekulanten und die darauf folgende plötzliche Vernichtung aller globalen kohlenstoffbasierten Energiequellen (einschließlich der Diamanten!) entstand in den späten Dreißigern des Jahrhunderts nach damaliger Zählung weltweit ein Notstand, der durch den von Nordkorea versehentlich in Gang gesetzten Uranfraß noch verschärft wurde. Weder Wind-Dynamos noch Solarstrom, geschweige denn die weltweit spärlich vertretenen Wasserkraftwerke, konnten den Zusammenbruch der in Kraftlosigkeit erschlafften Industrie, geschweige denn der elektronischen Kommunikationsstrukturen, aufhalten. Rückfall in die Steinzeit? [Vorab aus Politik & Kultur 2021/7-8]

Theos Kurz-Schluss: Wie ich einmal wirklich nicht mehr wusste, ob in Wirklichkeit die Wirklichkeit wirklich ist

25.04.21 (Theo Geißler) -
Meine Krise ist hoffentlich nicht offensichtlich. Albträume tags und nachts. Hochrealistisch, wirr. Was ist echt, was Spinnerei? Gibt es mich wirklich oder bin ich doch nur ein billig programmiertes Sequenzlein aus Bits und Bytes in einer Matrix, vielleicht gar der jener gleichnamigen Filmtrilogie, die mich ähnlich wie in dem Hollywood-Schinken „Und täglich grüßt das Murmeltier“ überzeugend aufbereitet immer wieder abspielt? Mit einem Unterschied: Es gibt in meiner Kopie keine „Kollegin Rita“ – und somit kein Entkommen. Und meine Kräfte sind alles andere als übernatürlich. [Vorabdruck aus Politik & Kultur 2021/05]

Theos Kurz-Schluss – Wie ich einmal versuchte, mich IT-technisch nützlich zu machen, und der erste Anlauf leider etwas enttäuschend verlief

28.01.21 (Theo Geiẞler) -
Offengestanden ist so ein staatlich heruntergefahrenes öffentliches Leben auch für einen eigentlich abgehalfterten ollen Kulturjournalisten nicht nur materiell sehr unangenehm, sondern auch gewissermaßen ideell recht langweilig und inhaltsarm. Statt Festival-Infos, kleinen finanziell interessanten Denunziationen oder opportunistischen und deshalb auch rentablen Interviewanfragen füllen mein Postfach fette Mails von Lieferdiensten für Pizzas oder günstige Treppenliftangebote. Das Nachrichtenstudium gerade im Netz gerät schmalspurig unangenehm. Da fand ich in mehreren recht glaubwürdigen Infoangeboten – völlig unerwartet – eine nahezu märchenhafte Story. Übereinstimmend und scheint’s authentisch – ausgerechnet über unseren Holpermaut-Produzenten und Daten-Highway-Schläfer, den Bundesminister für digitale Infrastruktur – ja, den gibt es und er heißt Andreas Scheuer, CSU.

Kurz-Schluss: Wie ich einmal an einer gemeinsamen Zoomkonferenz des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen und Steuerberater teilzunehmen versuchte

28.10.20 (Theo Geißler) -
Trüber Herbsttag, Nebel über der Donau, fieser Nieselregen zwischendurch. Eigentlich sollte mir solches Wetter gefallen. Schließlich sitze ich naturfern im Homeoffice. In guter Reichweite ein bereits halb geleertes Fläschchen feinen Rotspons aus dem Ahrtal, selbstverständlich samt Kelch. Vor mir der brandneue gecurvte 90-Zoll-Bildschirm, rasant gespeist über ein frisch verlegtes Glasfaserkabel. Auf dem Schirm zähle ich an die 90 briefmarkengroße Bewegtbildchen. Ich befinde mich als Gast in einer mit hochbedeutsamen Entscheiderinnen und Entscheidern gespeisten Zoomkonferenz der „Vereinigung Deutscher Kulturstifter*innen und Steuerberater*innen“, bereichert durch Vertreterinnen und Vertreter der politischen Parteien und drei sogenannten Betroffenen. [Vorabdruck aus Politik & Kultur 2020/11]

Das Letzte 10/2020: Theo Geißler im Labyrinth der Werturteile

27.09.20 (Theo Geißler) -
Wie ich mich einmal gründlich irrte und bis heute aus dem Labyrinth der wahren Werte und Fehlurteile nicht mehr herausfinde. Von Theo Geißler. [Vorabdruck aus der Zeitung des Deutschen Kulturrates, Politik & Kultur 2020/10]
Inhalt abgleichen

Das könnte Sie auch interessieren: