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Alle Artikel kategorisiert unter »Politik & Kultur«

Theos Kurz-Schluss: Wie ich einmal dem Literatur-, vor allem aber dem Streaming-Markt einen sensationellen realitätsnahen Plot anbot

28.06.21 (Theo Geiẞler) -
Wir schreiben ungefähr das Jahr 40 nach Gretas Geburtstag. Ich versuche diese zeitliche Unschärfe, so gut ich kann, zu erläutern: Nach der vermutlich durch Liechtensteiner Banker finanzierten Entwicklung des C-Fraß-Virus durch monegassische Chemo-Spekulanten und die darauf folgende plötzliche Vernichtung aller globalen kohlenstoffbasierten Energiequellen (einschließlich der Diamanten!) entstand in den späten Dreißigern des Jahrhunderts nach damaliger Zählung weltweit ein Notstand, der durch den von Nordkorea versehentlich in Gang gesetzten Uranfraß noch verschärft wurde. Weder Wind-Dynamos noch Solarstrom, geschweige denn die weltweit spärlich vertretenen Wasserkraftwerke, konnten den Zusammenbruch der in Kraftlosigkeit erschlafften Industrie, geschweige denn der elektronischen Kommunikationsstrukturen, aufhalten. Rückfall in die Steinzeit? [Vorab aus Politik & Kultur 2021/7-8]

Theos Kurz-Schluss: Wie ich einmal wirklich nicht mehr wusste, ob in Wirklichkeit die Wirklichkeit wirklich ist

25.04.21 (Theo Geißler) -
Meine Krise ist hoffentlich nicht offensichtlich. Albträume tags und nachts. Hochrealistisch, wirr. Was ist echt, was Spinnerei? Gibt es mich wirklich oder bin ich doch nur ein billig programmiertes Sequenzlein aus Bits und Bytes in einer Matrix, vielleicht gar der jener gleichnamigen Filmtrilogie, die mich ähnlich wie in dem Hollywood-Schinken „Und täglich grüßt das Murmeltier“ überzeugend aufbereitet immer wieder abspielt? Mit einem Unterschied: Es gibt in meiner Kopie keine „Kollegin Rita“ – und somit kein Entkommen. Und meine Kräfte sind alles andere als übernatürlich. [Vorabdruck aus Politik & Kultur 2021/05]

Theos Kurz-Schluss – Wie ich einmal versuchte, mich IT-technisch nützlich zu machen, und der erste Anlauf leider etwas enttäuschend verlief

28.01.21 (Theo Geiẞler) -
Offengestanden ist so ein staatlich heruntergefahrenes öffentliches Leben auch für einen eigentlich abgehalfterten ollen Kulturjournalisten nicht nur materiell sehr unangenehm, sondern auch gewissermaßen ideell recht langweilig und inhaltsarm. Statt Festival-Infos, kleinen finanziell interessanten Denunziationen oder opportunistischen und deshalb auch rentablen Interviewanfragen füllen mein Postfach fette Mails von Lieferdiensten für Pizzas oder günstige Treppenliftangebote. Das Nachrichtenstudium gerade im Netz gerät schmalspurig unangenehm. Da fand ich in mehreren recht glaubwürdigen Infoangeboten – völlig unerwartet – eine nahezu märchenhafte Story. Übereinstimmend und scheint’s authentisch – ausgerechnet über unseren Holpermaut-Produzenten und Daten-Highway-Schläfer, den Bundesminister für digitale Infrastruktur – ja, den gibt es und er heißt Andreas Scheuer, CSU.

Kurz-Schluss: Wie ich einmal an einer gemeinsamen Zoomkonferenz des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen und Steuerberater teilzunehmen versuchte

28.10.20 (Theo Geißler) -
Trüber Herbsttag, Nebel über der Donau, fieser Nieselregen zwischendurch. Eigentlich sollte mir solches Wetter gefallen. Schließlich sitze ich naturfern im Homeoffice. In guter Reichweite ein bereits halb geleertes Fläschchen feinen Rotspons aus dem Ahrtal, selbstverständlich samt Kelch. Vor mir der brandneue gecurvte 90-Zoll-Bildschirm, rasant gespeist über ein frisch verlegtes Glasfaserkabel. Auf dem Schirm zähle ich an die 90 briefmarkengroße Bewegtbildchen. Ich befinde mich als Gast in einer mit hochbedeutsamen Entscheiderinnen und Entscheidern gespeisten Zoomkonferenz der „Vereinigung Deutscher Kulturstifter*innen und Steuerberater*innen“, bereichert durch Vertreterinnen und Vertreter der politischen Parteien und drei sogenannten Betroffenen. [Vorabdruck aus Politik & Kultur 2020/11]

Das Letzte 10/2020: Theo Geißler im Labyrinth der Werturteile

27.09.20 (Theo Geißler) -
Wie ich mich einmal gründlich irrte und bis heute aus dem Labyrinth der wahren Werte und Fehlurteile nicht mehr herausfinde. Von Theo Geißler. [Vorabdruck aus der Zeitung des Deutschen Kulturrates, Politik & Kultur 2020/10]

Kurz-Schluss – Wie ich einmal über meine vermeintlich überlegene Kompetenz stolperte und einen Bildschirm verlor ...

28.06.20 (Theo Geißler) -
Auch meine Karriere als Nachtwächter auf dem weitgehend verödeten Gelände des Bayerischen Rundfunks in München-Freimann (Näheres: P&K 6/20) endete rasch. Trotz mehrfacher Übermittlung meiner Kontodaten und einschlägiger Drohbriefe an die Intendanz des Senders („unbekannt verzogen“) und das bayerische Kultusministerium („verbitten uns bei Strafandrohung weitere Belästigungen“) fühlte sich für die Besoldung meiner Dienstleistungen keine der ursprünglich auftraggebenden Instanzen verantwortlich. Existenziell rettende Ideen fand ich dann in meiner Lieblings-Postille, der „Brezel-Umschau“ – einer Konditoren-Fachzeitschrift. Hier wurde ausführlich die bürgerfreundlich abgeschirmte Schutz- und Kommunikationsfunktion der sogenannten Corona-Warn-App beschrieben – mit zahlreichen weiterführenden Links und Hinweisen für distanzsichernde Thekenbewirtschaftung.

JaAberUnd – Die Debattenplattform von Politik & Kultur

08.06.20 (PM-DKR) -
Aus der Zeitung direkt ins Netz: Ab sofort diskutiert die Redaktion von Politik & Kultur jeden zweiten Dienstag im Monat mit Gästen, Leserinnen und Zuschauern live und online im neuen Talk-Format „JaAberUnd – Die Debattenplattform von Politik & Kultur“.

Kurz-Schluss – Wie ich einmal als Quereinstiegs-Lehrer wirklich helfen wollte und ins Kittchen geriet

27.04.20 (Theo Geißler) -
Es ist schon fast wieder komisch, was einem so alles widerfährt, wenn man im hochseriösen redaktionellen Umfeld einer glaubwürdigen Kulturzeitschrift gewissermaßen der Hofnarr ist, zuständig für ein wenig Fun und viel Fake: Etliche Menschen haben mein Glösschen in der Ausgabe 4/20 unserer geschätzten PuK wohl allzu ernst genommen. Jedenfalls erhielt ich mit Hinweis auf meine angebliche Börsenkompetenz – gelogen wie gedruckt – an die 20 mehr oder weniger eindeutige Partnerschafts- und Heiratsangebote jedweden Geschlechtes. Ich antwortete natürlich sehr freundlich, aber ablehnend, obwohl da schon zwei, drei Sahneschnitten jedweden Geschlechtes dabei waren. Na ja, das Alter …

Kurz-Schluss: Wie mir in einer mittlerweile sattsam bekannten Situation der Isolation Bruchstücke meines Werdegangs ins Gedächtnis rieselten

27.03.20 (Theo Geißler) -
Wer, wie ich, in den späten Vierzigern des vergangenen Jahrhunderts von einem Mischlings-Ehepaar – Vater Sachse, Mutter Berlinerin – beide auch noch evangelisch – als Geburtsort eine bäuerlich christsoziale oberbayerische Gemeinde zugewiesen bekam, hat ein abenteuerliches Leben vor sich. Ich überspringe frühe eigentlich charakterfestigende, prägende Vorschuljahre und entsinne mich meiner ersten Flucht: Aus der ersten Zwergschul-Klasse im Rahmen der Einschulung. Alle 50 oder 60 Mitschülerinnen und Mitschüler präsentierten stolz ihre prächtigen Schultüten. Ich konnte nur – selbst gewähltes Elend – eine Plastikkamera im Streichholzschachtel-Format vorweisen, die statt eines belichtbaren Films beim Durchgucken zwölf kleine bunte Ansichten der reizvollen landschaftlichen Umgebung präsentierte. Was für eine Schmach. Wie der Blitz flitzte ich ins Freie, um von der überlichtschnellen Lehrerin – schwupps – eingefangen zu werden. Viel später besuchte ich, vermutlich um diese Scharte auszuwetzen, die Münchener Hochschule für Fernsehen und Film …

Geißlers Kurz-Schluss: Wie ich einmal voller Bewunderung die Entstehung eines großartigen Weltreiches wenigstens aus der Ferne miterleben durfte

27.06.19 (Theo Geißler) -
Dass ausgerechnet die gute alte „Frankfurter Allgemeine“ sich in prophetische, eigentlich sogar science-fiktionale Sphären begibt, und das auf einer ganzen Doppelseite, hätte ich ihr offen gestanden nie und nimmer zugetraut. Schon vor zwei Jahren veröffentlichte sie unter dem Titel „What’s the Agenda today“ einen Arbeitsplan für Donald Trump, Mindmap-mäßig mit ungefähr tausend differenzierten Aufgabenwölkchen. Darunter schon: „Bomb the Iran“. Dass dieses Schiiten-Nest ausgerechnet am Tag von Trumps Wahlkampfauftakt unter dem Motto „Keep America great“ angeblich Bodenstation für den Abschuss einer USA-High-Tech-Spionage-Drohne gewesen sein soll, ganz zu schweigen von der Behinderung des Tankerverkehrs in der Straße von Hormus, lieferte hinlänglich Anlass zu einem finalen Vergeltungsakt. [Vorab aus Politik & Kultur 2019/7-8]
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