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Alle Artikel kategorisiert unter »Rebecca Ringst«

Der Tag des Zorns im Dienste des Durstes – György Ligetis „Le Grand Macabre“ in Dresden

05.11.19 (Michael Ernst) -
Heute: Der Weltuntergang. Zur Dresdner Erstaufführung von György Ligetis Anti-Anti-Oper „Le Grand Macabre“ wurde mit den Füßen abgestimmt. Die Abrechnung mit dem künstlerischen Establishment passt bestens zur Untergangsstimmung unserer Tage. Beobachtungen von Michael Ernst.

Fulminant, überbordend, witzig – „Die Meistersinger von Nürnberg“ bei den Bayreuther Festspielen

28.07.19 (Peter P. Pachl) -
Spannend zu erleben, wie es in Bayreuth Inszenierungen gibt, die auf den ersten Blick Interesse auf Vertiefung machen, sich dann aber als wenig sinnerhellend herausstellen, andere hingegen, die von Jahr zu Jahr im Sinne der Weiterarbeit, der Idee der „Werkstatt Bayreuth“ folgend, wachsen und reifen. Die Abfolge der Premieren „Lohengrin“ und „Die Meistersinger von Nürnberg“, obendrein mit identischer Besetzung in den Hauptpartien von Sopran und Tenor, ist ein Beispiel für ein sich weiter verdichtendes, an Witz und Spannung nicht abnehmendes Kunstwerk des Tertiärschemas im Kreativprozess des Musiktheaters. Peter P. Pachl analysiert.

Wenige Zerrbilder der Macht - Händels „Agrippina“ im Münchner Prinzregententheater

24.07.19 (Wolf-Dieter Peter) -
Wenn diese Zeilen online stehen, wird doch wohl im Prinzregententheater Monteverdis „Krönung der Poppea“ in der unvergessenen Produktion des „Dream-Teams“ Bolton-Alden-Steinberg-Shiff von 1997-2005 gegeben? Als Ergänzung zu den soeben reizvoll, beeindruckend, geradezu abendfüllend, weil die Premiere prägenden Anfängen dieser High-Society-Hure – doch Halt: nichts mit Monteverdi, das Werk hieß ja „Agrippina“ und war von diesem jungen „caro Sassone Giorgio Haendel“ für die damals berühmte Oper von Neapel komponiert worden. Doch eben nicht die Titelfigur stand im Mittelpunkt fand unser Kritiker Wolf-Dieter Peter.

Dummes Volk: „Moses und Aron“ an Dresdens Semperoper

01.10.18 (Michael Ernst) -
Wenn der Amtsantritt einer neuen Intendanz und die Spielzeiteröffnung zusammenfallen, sind die Erwartungen natürlich besonders hoch. Nach der ersten Premiere sprachen die Fakten für sich: 15 Minuten Premierenapplaus sind für Dresdner Verhältnisse ein deutliches Zeichen. Einhellige Zustimmung, also ein gelungener, ein vielversprechender Auftakt.

Schwarzer Humor, laut belacht – Die „Meistersinger“ bei den Bayreuther Festspielen aufpoliert

29.07.18 (Peter P. Pachl) -
Durch einen Einblick in die quirlige Selbstdarstellung Wagners im Haus Wahnfried, mit Salon-Weihfestspielen noch vor Eröffnung des Festspielhauses, hatte Barrie Koskys Inszenierung der „Meistersinger von Nürnberg“ im Vorjahr mit viel Witz das Publikum im Sturm erobert, so dass die in den nachfolgenden Aufzügen erfolgende Aufarbeitung von Judenpogrom und Nürnberger Prozessen als schwarzer Humor in Kauf genommen wurden.

Euro-„Tannhäuser“ nun auch in Leipzig oder: Der Venusberg steht Kopf

19.03.18 (Michael Ernst) -
Geplant war ein Original von Katharina Wagner, gekommen ist eine Kopie von Calixto Bieito. Das sorgte – trotz blassen Klangs – für Grabenkämpfe beim Publikum. So ratlos ging man selten in die Pausen. Mehr unentschieden denn zerrissen verließ man kaum je ein Haus. „Tannhäuser“ in Leipzig, eine Neuproduktion von Katharina Wagner war vorgesehen und wurde beizeiten „aus organisatorischen Gründen“ abgesagt. Was hätte die Urenkelin des Komponisten in dessen Geburtsstadt aus dem „Sängerkrieg auf Wartburg“ wohl gemacht? Wir wissen es nicht – und sahen statt dessen die Übernahme der 2015/16 in Gent/Antwerpen herausgekommenen Produktion des Katalanen Calixto Bieito, die nun – nach weiteren Stationen in Venedig und Bern – ihre Deutschland-Premiere beging

Überdurchschnittlich: „Jewgeni Onegin“ an der Komischen Oper Berlin

01.02.16 (Peter P. Pachl) -
Entgegen dem früheren Alleinstellungsmerkmal der Komischen Oper Berlin, alle Werke in Landessprache zur Aufführung zu bringen, wurde die russische Erstaufführung von Pjotr I. Tschaikowskis „Lyrische Szenen in drei Akten“ nun im ehemaligen russischen Sektor Berlins zu einem ungeteilt gefeierten Premierenerfolg.

Rasanter russischer Realismus in Flandern – Calixto Bieito inszeniert Schostakowitschs „Lady Macbeth“ in Antwerpen

24.03.14 (Frieder Reininghaus) -
Die junge Kaufmannsfrau Katerina Ismailowa lebt im 19. Jahrhundert eingeklemmt zwischen einem unattraktiven Ehemann und einem brutal über die Familie und Personal herrschenden Schwiegervater auf dem platten russischen Land. Sie wird vernachlässigt und gedemütigt, wird zur Ehebrecherin und Mörderin. Dmitri Schostakowitsch promovierte zu Beginn der 1930er Jahre die bürgerlich-realistische Erzählung „Ledi Makbet Mcenskogo uezda“ von Nikolaj Leskow (1831–1895) zu einer großen vieraktigen Oper.
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