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Alle Artikel kategorisiert unter »Sebastian Weigle«

Analyse einer Liebesutopie – Wagners „Tristan und Isolde“ an der Oper Frankfurt

20.01.20 (Wolf-Dieter Peter) -
Ensembleplanung – auch damit liegt die Oper Frankfurt vor vielen anderen Kompanien. Ein aus Wagners eigener Sicht „furchtbares“, anfangs sogar von den damaligen Wiener Philharmonikern für unspielbar gehaltenes Werk weitgehend mit eigenen Kräften besetzen zu können – darüber staunte unser Kritiker Wolf-Dieter Peter und glaubt, dass nach der Premiere bei einigen Sänger-Agenturen die Telefone heiß laufen …

Naturalismus versus Abstraktion – „Lady Macbeth von Mzensk“ in Frankfurt

04.11.19 (Wolf-Dieter Peter) -
Eine gegen dominierende patriarchale Strukturen mörderisch aufbegehrende Frau und der direkt über den massiven Blechbläsern samt Schlagwerk sitzende Stalin samt Parteientourage – das musste 1934 lebensgefährlich schief gehen: der 28jährige Dmitri Schostakowitsch fürchtete fortan um sein Leben. Das ist vorbei – doch in unseren „#metoo“-Zeiten ist das Werk virulenter denn je – weshalb unser Kritiker Wolf-Dieter Peter auf eine sehr „heutige“ Deutung hoffte.

Traumparabel des Scheiterns – Faszinierende Rückkehr von Schrekers „Der ferne Klang“ an den Uraufführungsort Frankfurt

01.04.19 (Wolf-Dieter Peter) -
„In Frankfurt begann alles…“ beschreibt Franz Schreker selbst seinen künstlerischen Weg, der mit der beifallumrauschten Uraufführung von „Der ferne Klang“ 1912 begann. Die folgenden Frankfurter Uraufführungserfolge von „Die Gezeichneten“ und „Schatzgräber“ mögen Michael Gielen bewogen haben, in seiner Ära daran anzuknüpfen. Ihm, dem gerade Verstorbenen, ist daher die neue Produktion des „Fernen Klang“ gewidmet. Es wurde eine triumphale Kunstfeier, sagt unser Kritiker Wolf-Dieter Peter

Von zweifacher Blindheit – Strawinskys „Oedipus Rex“ und Tschaikowskys „Jolantha“ an der Oper Frankfurt

29.10.18 (Wolf-Dieter Peter) -
„Die einzige ganz lichtlose Nacht ist die Nacht der Unwissenheit und der Gefühllosigkeit“ hat die schon als Kind erblindete Helen Keller zeitlos hellsichtig formuliert. Regisseurin Lydia Steier und Frankfurts Operndramaturgie banden einen lange unwissend Blinden und eine ihre Blindheit durch Gefühle Überwindende zusammen.

GMD Sebastian Weigle bald neben Oper Frankfurt auch Chefdirigent in Japan

09.05.18 (dpa) -
Frankfurt/Main - Der Generalmusikdirektor der Oper Frankfurt, Sebastian Weigle, wird Chefdirigent des Yomiuri Nippon Symphony Orchestra in Tokio. Weigle, der seit 2008 in Frankfurt unter Vertrag ist, nehme diese Verpflichtung ab der Saison 2019/20 zusätzlich neben seinen Aufgaben in Frankfurt wahr, berichtete die Oper Frankfurt am Mittwoch. Sein Vertrag am Main läuft noch bis 2023.

Von Wort und Ton – und Tat: „Capriccio“ von Richard Strauss an Frankfurts Oper beeindruckt

15.01.18 (Wolf-Dieter Peter) -
Ein Flucht-Werk. Denn 1775, inmitten virulenter Krisen des Absolutismus und einem guten Jahrzehnt vor der großen Revolution, nahe Paris über das Verhältnis von Wort und Ton in der Kunst zu diskutieren, geistreich, ironisch sich selbst bespiegelnd – das war genauso wirklichkeitsfremd, wie sich jahrelang vor der Uraufführung 1942 mit den gleichen Problemen zu beschäftigen, jetzt schon von nächtlichen Bombenangriffen tödlich bedroht. Richard Strauss ließ das Werk mit einem Fragezeichen enden. Brigitte Fassbaender wurde konkret.

„Hänsel und Gretel“ mit Schwellköpfen – Umstrittene Neuinszenierung an der Staatsoper Berlin

09.12.17 (Peter P. Pachl) -
Gerade erst hat die Staatsoper Unter den Linden eine unkonventionelle Weihnachtsoper, „Der gewaltige Spotz“, herausgebracht, da folgt im großen Haus, hier seit 1996 nicht mehr gespielt, als erste reguläre Premiere des wieder aufgenommenen Spielbetriebes, die berühmteste klassische Weihnachts- und Kinder-Märchen-Oper „Hänsel und Gretel“.

Rettung aus der Spieluhr – Die Oper Frankfurt wagt Flotows Spieloper „Martha“

17.10.16 (Wolf-Dieter Peter) -
„Ich wollte, ich wäre so ein Genie wie Herr von Flotow – schriebe Opern wie Martha und täte so, was – ich eben nicht kann!“ – schrieb Richard Wagner über seinen erfolgreichen Zeitgenossen. Dessen „Martha“ war schon zu Wagners Lebzeiten ein Welterfolg, den Caruso 1906 an der New Yorker Met und auf Schellackplatte noch zwei Jahrzehnte verlängerte. Doch der gut situierte Adelige Friedrich von Flotow floh – im krassen Gegensatz zu Wagner oder Lortzing – nicht nur 1830 und 1848 vor den Revolutionen aus Paris.

Russische Oper als Reizstoff – Verwirrtes Schweigen

27.10.15 (Wolf-Dieter Peter) -
Die Oper Frankfurt aktualisiert Michail Glinkas „Iwan Sussanin“ in unbequemen Bildern von Harry Kupfer. Wolf-Dieter Peter war vor Ort und berichtet.

Von unser aller Traum-Frau – Bohuslav Martinůs selten gespieltes Musikdrama „Juliette“ an der Oper Frankfurt

23.06.15 (Wolf-Dieter Peter) -
Paris in den 1920er Jahren – das war auch für den 1890 geborenen Tschechen Bohuslav Martinů der Lebens- und Schaffensmittelpunkt. Dort nahm er alle künstlerischen und intellektuellen Innovationen begeistert auf. Dort sah er das von phantastischen, surrealen und skurrilen Elementen durchzogene Schauspiel „Juliette ou le clé des songes“ des Franzosen Georges Neveau – gleich mehrfach und formte es enthusiastisch selbst zum Opernlibretto um. Das 1938 in Prag erfolgreich uraufgeführte Werk geriet dann durch den 2.Weltkrieg in Vergessenheit und taucht seither nur selten in den Spielplänen auf – so jetzt als Frankfurter Erstaufführung an der dortigen Oper.
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