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Alle Artikel kategorisiert unter »Stephan von Wedel«

„Comeback“ im doppelten Sinne: Uraufführung des Musiktheaters von Oscar Strasnoy an der Staatsoper Berlin

02.10.16 (Peter P. Pachl) -
Man nehme zwei prominente Figuren der Zeitgeschichte, die womöglich als Künstler in Berlin gewirkt haben und kombiniere deren unterschiedliche Lebensläufe und politische Haltungen, umgeben von Partnern und anderen Familienangehörigen. Der in Berlin als junger Komponist besonders gepflegte und auch gefeierte Oscar Strasnoy geht davon aus, dass das Musiktheater von den Spannungen zwischen seinen Protagonisten lebt.

Liebesfüchse im wachsenden Schilf – Steffanis „Amor vien dal destino“ an der Berliner Staatsoper

25.04.16 (Peter P. Pachl) -
Cecilia Bartolis Projekt „Steffani Mission“ hat gefruchtet: auf dem 34. Track ihrer vor drei Jahren bei Decca veröffentlichten Doppel-CD ist die Introduzione al dramma „Amor vien dal destino“ zu hören – und diese, 1709 im Rahmen des Karnevals am Düsseldorfer Hof des Kurfürsten von der Pfalz uraufgeführte Oper erklang nunmehr, erstmals seit über 300 Jahren, als Berliner Erstaufführung an der Staatsoper im Schillertheater.

Glucksen, Seufzen und Gurgeln der ungeliebten Elsa – Salvatore Sciarrinos „Lohengrin“ zur Eröffnung des Berliner Festivals „INFEKTION!“

15.06.14 (Peter P. Pachl) -
Ein Operntreppenwitz des 21. Jahrhunderts: wie vordem noch nicht erlebt, stehen vor dem Eingang zur Werkstatt des Schillertheaters ungewöhnlich viele Verkäufer, die Karten für die Premiere anbieten. Sie hatten gedacht, im Vorfeld ein besonderes Verkaufsschnäppchen zu machen, da nie zuvor „Lohengrin“-Karten so preisgünstig zu bekommen waren – und da auf Wagner doch so ein Run ist. Dasselbe könnte den Schwarzmarkthändlern in einer Woche bei „Macbeth“ passieren. Offenbar hatten sie den kleingedruckten Namen des Komponisten übersehen: Salvatore Sciarrino.

Glissandi und Schlafgeräusche in gleißender Dunkelheit – „Lezioni di tenebra“ von Lucia Ronchetti an der Berliner Staatsoper

31.01.14 (Peter P. Pachl) -
Der Staatsoper Berlin gelingen in ihrer zeitgenössischen Reihe in der Werkstatt des Schillertheaters die weitaus spannenderen Abende als auf der großen Bühne, so auch mit Lucia Ronchettis Oper „Lezioni di tenebra“, die vor knapp einem Jahr im Konzerthaus Berlin ihre Uraufführung erlebt hatte. Wer nur eine weitere Spielfassung einer Barock-Oper erwartet hatte, wurde vielfältig positiv überrascht: ein organisch stimmiges, eindrückliches Klangerlebnis, das ins Ohr geht und das in einer auch szenisch faszinierenden, stimmigen Umsetzung im Gedächtnis bleibt – ein großer Abend.
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