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Alle Artikel kategorisiert unter »Theater Basel«

Unübersehbar #41 – nmz-Streaming-Empfehlungen vom 26.2. bis zum 4.3.2021

25.02.21 (Joachim Lange) -
„Im Flow der Apokalypse“ haben es sich Studierende am Theater Basel eingerichtet. Hoffentlich kein böses Omen für deren Berufsaussichten als kommende Absolvent*innen… Beim Hugo-Wettbewerb blicken sie jedenfalls mit neuen Konzertformaten, hoffentlich zuversichtlich, nach vorne. Man muss ja nicht immer gleich Beethovens Neunte zurücknehmen. Das unübersehbare Trüffelteam wünscht spannende Stream-Stunden! [jmk]

In trostloser Welt – Olivier Messiaens Oper „Saint François d‘Assise“ in Basel

18.10.20 (Georg Rudiger) -
„In Basel gibt es keine Farben, keine Wunder, keine Vögel, keine Frömmigkeit und keinen Glauben. Benedikt von Peter hat die Geschichte vom Italien des 13. Jahrhunderts in eine düstere Zukunft verlegt,“ stellt Georg Rudiger in seiner Kritik der Basler Premiere fest.

Nachrichten 2020/10

30.09.20 (nmz) -
Das Theater Basel startet seine Spielzeit mit dem Opus Magnum des Komponisten Olivier Messiaen +++ Das Jazzfest Berlin verbindet sich live mit der Jazzszene in New York +++ come together – rainy days 2020 +++ nmz-Podcastpartnerin Irene Kurka +++ DOV fordert angemessenere Publikumszahlen +++ Komponist als Kurator

Das Bühnenbild funktioniert – Mozarts „Le Nozze di Figaro“ am Theater Basel

22.01.20 (Georg Rudiger) -
Man könnte den Eindruck gewinnen, die Regie führt hier das Bühnebild. Mozarts „Die Hochzeit des Figaro“ hatte am Theater Basel Premiere. Die Sänger*innen bringen aber manchmal Humor und Leichtigkeit in die doch etwas strenge Inszenierung von Barbara Frey, findet unser Kritiker Georg Rudiger.

Raum und Zeit geöffnet: Giacomo Puccinis „La Bohème“ am Theater Basel

20.12.19 (Georg Rudiger) -
„Your luxury is our displacement“ – euer Luxus bedeutet unsere Vertreibung – ist an die raue, unverputzte Wand gesprayt. Gestapelte Autoreifen dienen als Sitzgelegenheit. Das Feuer brennt in einer Öltonne. Regisseur Daniel Kramer möchte die rührselige Geschichte aus dem Paris des 19. Jahrhunderts in die Gegenwart holen. Deshalb leben die Protagonisten von Giacomo Puccinis Oper „La Bohème“ am Theater Basel nicht in einer heimeligen Künstlermansarde, sondern hausen auf der Straße.

Digitale Kontaktaufnahme: Rossinis „Der Barbier von Sevilla“ am Theater Basel

18.10.19 (Georg Rudiger) -
Kirill Serebrennikov ist nicht da. Statt des russischen Regisseurs kommt im Theater Basel am Ende des vom Publikum gefeierten „Barbiers von Sevilla“ seine Assistentin Julia Huebner auf die Bühne, die die Neueinstudierung dieser drei Jahre alten Produktion der Komischen Oper Berlin betreute. Serebrennikov ist nur auf einem Foto zu sehen.

Dringlichkeit, die bis zum Ende bleibt – Puccinis „Madame Butterfly“ am Theater Basel

02.04.19 (Georg Rudiger) -
Vasily Barkhatov hat am Theater Basel bereits Modest Mussorgskys „Chowanschtschina“ und Sergej Prokofjews Oper „Der Spieler“ packend und präzise in die Gegenwart geholt. Für Giacomo Puccinis „Madame Butterfly“ beschäftigte sich der russische Regisseur gemeinsam mit dem Dirigenten Antonello Allemandi zunächst einmal mit der komplexen Entstehungsgeschichte des Musikdramas und den daraus resultierenden verschiedenen Fassungen. Georg Rudiger berichtet aus Basel.

Herausfordernder Musiktheaterabend – Michael Wertmüllers „Diodati. Unendlich“ am Theater Basel uraufgeführt

22.02.19 (Georg Rudiger) -
„Die Pausen sind kurz, die Reizdichte ist hoch, alles passiert gleichzeitig!“ sagt unser Kritiker Georg Rudiger. Er hat die Uraufführung von Michael Wertmüllers neuem Musiktheaterwerk „Diodati. Unendlich“ miterlebt. Das Ensemble hat ganze Arbeit geleistet, so zum Beispiel die bis in stratosphärische Höhen glasklare Sara Hershkowitz. „Eine Verbindung zwischen all den Elementen, die wie im Teilchenbeschleuniger umherschießen, gelingt an diesem Abend nicht. Aber vielleicht ist das auch zu konservativ gedacht für diesen herausfordernden Musiktheaterabend.“

Ziemlich verloren – Uraufführung von Dai Fujikuras „Der Goldkäfer“ am Theater Basel

11.03.18 (Georg Rudiger) -
„Ich verstehe kein Wort“, singt der junge Tenor Matthew Swensen als Sam. „Ein Mysterium“ raunt Anastasia Bickel in der Rolle seiner weißhaarigen Großmutter Anneli. Die neue Oper „Der Goldkäfer“ von Dai Fujikura, ein Auftragswerk der Basler Musikhochschule, ist zur Hälfte vorbei, da fallen diese Sätze, die dem rätselhaften, rund 80-minütigen Musiktheaterabend „für junge Menschen ab 8 Jahren“ auch als Überschrift dienen könnten.

Modulation impossible! – Philip Glass‘ Oper „Satyagraha“ in Basel

29.04.17 (Georg Rudiger) -
Die große Zeit der Minimal Music ist vorbei. In den 80-er Jahren wurde Philip Glass‘ Opernerstling „Einstein on the beach“ auf europäischen Bühnen rauf und runter gespielt als tonaler Kontrapunkt zur atonalen Musik der herrschenden Avantgarde. Im heutigen „Anything goes“ haben die endlosen Wohlfühlharmonien ihren subversiven Charakter verloren. Sie betten weich, statt sich mit Penetranz in die Gehörgänge zu bohren. Sie entwickeln kaum Sogwirkung, sondern drehen sich im Kreis.
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