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Alle Artikel kategorisiert unter »Tuomas Pursio«

Zwischen Glücks- und Ausfall – „Der Schatzgräber“ von Franz Schreker an der Deutschen Oper Berlin

02.05.22 (Dieter David Scholz) -
Es war einer der großen Opernerfolge des 20. Jahrhunderts, Franz Schrekers „Der Schatzgräber“, eine der meistgespielten zeitgenössischen Opern der Weimarer Republik. Zwischen 1920, dem Jahr der Uraufführung, und 1932 sind 385 Aufführungen in 50 verschiedenen Städten nachgewiesen. Die Nazis brandmarkten die Musik Schrekers als „entartet“. Es dauerte bis in die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts, bevor das Werk wiederentdeckt wurde. Doch die damals einsetzende, hoffungsvolle „Schreker-Renaissance“ hielt nicht lange vor. Zuletzt sah man das Werk in Amsterdam und in Frankfurt am Main.

Den Wald gibt es schon wieder nicht – Webers „Der Freischütz“ an der Leipziger Oper

05.03.17 (Roland H. Dippel) -
Die letzte Produktion von Webers „Der Freischütz“ an der Oper Leipzig hatte wenig Glück, bemängelt wurden an der Inszenierung von Guy Joosten zu viel „Schlachthaus“ und „Rotlichtmilieu“. Für die Neuproduktion verspricht die Oper Leipzig jetzt Naturromantik, Liebesromantik, Schauerromantik – versetzt ist dieser Prüfstein der Musiktheater-Regie von „kurz nach Beendigung des dreißigjährigen Kriegs“ beim Textdichter Friedrich Kind in das Jahr 1919, nach dem ersten Weltkrieg. Christian von Götz, mehrfach von der Zeitschrift „Opernwelt“ für Auszeichnungen nominiert, nennt als ihn umtreibende Zentralaspekte „Hexensabbat“, „Teufelspakt als Phantasieprodukt“ und „Dreieckverhältnis“.

Gefühlschaos auf leerer Bühne: Oper Leipzig beendet Spielzeit mit Strauss

20.06.16 (Michael Ernst) -
Wer Richard Wagner kann, kann auch Richard Strauss. Zumindest rein musikalisch. Nachdem die Oper Leipzig ihren ersten „Ring“ seit vierzig Jahren fertig geschmiedet hat, ist sie nun „Arabella“ angegangen. Das Gewandhausorchester unter Ulf Schirmer kann beides. Und gute Sänger haben sie auch.

Untergang mit Panoramablick – Oper Leipzig schließt Wagners Ring mit der „Götterdämmerung“

03.05.16 (Joachim Lange) -
Es ist geschafft! Die Oper von Wagners Geburtsstadt Leipzig hat nach über 40 Jahren endlich ihren neuen Nibelungen-Ring. Der Vorgänger von Joachim Herz aus den 70er Jahren hat längst seinen Platz im Olymp der Wagner-Großtaten. Und zwar ganz in der Nähe des Bayreuther Jahrhundertrings von Patrice Chereau …

Eine Schwalbe macht noch keinen Nach(t)krieg – Einakter von Blacher an der Oper Leipzig

13.10.15 (Michael Ernst) -
1948 hatten die Menschen sicherlich anderes im Sinn, als sich mit experimenteller Oper zu beschäftigen. 2015 könnte die Zeit reif sein, den Ursachen für die seinerzeit so gründlich missratene Uraufführung von Boris Blachers Einakter „Die Nachtschwalbe“ auf den Grund zu gehen. Es soll damals einen ähnlich heftigen Opernskandal wie 18 Jahre zuvor bei Brecht/Weills „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ gegeben haben.

Massengrab der wahren Gefühle – Strawinskys „The Rake's Progress“ in Leipzig

08.04.14 (Micheal Ernst) -
Die Vorlage zu Igor Strawinskys 1951 im venezianischen Teatro La Fenice uraufgeführten Oper „The Rake's Progress“ findet sich bekanntlich in einer Bildfolge von William Hogarth, die denselben Titel trägt, gut 200 Jahre älter ist und Aufstieg wie Verfall eines „Wüstlings“ darstellt. Die aktuelle Umsetzung in Leipzig, wo diese einzige Oper Strawinskys noch nie aufgeführt wurde – eine Koproduktion mit La Fenice –, erfolgte nun in einer Welt aus Glitzer und Glimmer.

Männer als Flaschen – Chemnitzer „Don Carlos“ als Nachschlag zum Verdi-Jahr

02.02.14 (Michael Ernst) -
Verspätung in Sachsen? 2013 war doch Verdi-Jahr, wieso bringt die Oper in Chemnitz jetzt, da sich alle Häuser auf Richard Strauss einspielen, einen „Don Carlos“ heraus? Die einfachste Antwort: Jedes Jahr ist Verdi-Jahr! Vielleicht sind die Sachsen manchmal ja doch besonders helle und spielen, wenn alle Welt Wagner spielt, 2013 beispielsweise György Ligeti und ernten damit großen Erfolg.
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