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Alle Artikel kategorisiert unter »Welthaltigkeit«

Kunst und Anti-Kunst

13.04.15 (Rainer Nonnenmann) -
Als Reaktion auf Phasen besonders ambitionierten Kunstwollens und verfeinerter Ästhetik gab es in der Vergangenheit immer wieder dezidiert anti-künstlerische und anti-ästhetische Bestrebungen, auch in der Musik. Auf das lange 19. Jahrhundert mit Musikdramen, Monumentalsinfonien, Symbolismus und Jugendstil, mit übersteigertem Romantizismus, Ausdrucks-, Stil- und Schönheitsbedürfnis antworteten während und nach dem Ersten Weltkrieg die provokant „sinnlosen“ Musik-, Sprach-, und Bildkompositionen des Dadaismus, dessen Materialien, Durcharbeitungs- und Präsentationsweisen dem bisherigen Kunstverständnis eklatant widersprachen. Die fundamentale Kunstkritik des Dada richtete sich nicht zuletzt gegen den – wie Herbert Marcuse später konstatierte – „affirmativen Charakter“ der idealistischen bürgerlichen Kunst des 18. und 19. Jahrhunderts, die das Publikum die humanistischen Ideale von Freiheit, Brüderlichkeit, Gleichheit – wie etwa im Schlusschor von Beethovens 9. Sinfonie – als bereits erfüllt hatte erleben lassen, statt Impulse zu geben, die tatsächlich ganz anderen sozialen, politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse aktiv zum Besseren zu verändern.

Vermessung der Welt in der Musik – Frühjahrstagung des Instituts für Neue Musik und Musikerziehung in Darmstadt

29.04.14 (Susanne Döring) -
In vier Tagen maß die Frühjahrstagung des Instituts für Neue Musik und Musikerziehung die Anwesenheit der Welt in der Musik aus. Gibt es in der Welthaltigkeit der Musik einen Unterschied zwischen den Generationen? Wie verhalten sich Welt, das Nachdenken über die Welt und die Verarbeitung der Welt in der Musik zueinander?

In der Sackgasse

12.04.14 (Max Nyffeler) -
Deutschland geht es prächtig. Die Steuern sprudeln, die Wirtschaft brummt, der Inlandkonsum steigt, und sollte sich in der allgemeinen Saturiertheit einmal unterschwelliger Frust bemerkbar machen, so steht dem aufgeklärten Verbraucher zur Triebabfuhr ein breites Angebot an salonfähiger Pornokunst zur Verfügung. Die dritte merkelianische Regentschaft erweist sich als die beinahe beste aller Welten.
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