Qualität: hoch!

Freie Musikinstitute schneiden gut ab


(nmz) -
Seit weit über 20 Jahren fördert der Bayerische Tonkünstlerverband Freie Musikinstitute in Bayern – zurzeit sind dies 14, seit 1989 wurden nahezu 50 Institute bezuschusst.
Ein Artikel von Steffen Zeller

In Bayern gibt es eine Vielzahl an Zusammenschlüssen von Musik-pädagog/-innen und freien Musikinstituten. Die Beweggründe dafür sind unterschiedlich: Freie Institute liegen häufig in Regionen ohne Einrichtungen des Verbandes Bayerischer Sing- und Musikschulen. Dort zeigt sich schnell, wie wichtig so ein Angebot sein kann. Denn der Unterricht wird von der ganzen Region in Anspruch genommen, weil verschiedene Instrumentengruppen und Ensembles gemeinsam angeboten werden. Besondere Spezialisierungen auf bestimmte Instrumentengruppen (z.B. Streicherschulen) können Grund für einen Zusammenschluss sein, wodurch sich eine ergänzende und qualitätssteigernde Erweiterung des regionalen Unterrichtsangebotes ergibt.
Auch Erweiterungen in andere künstlerische Bereiche wie Theater, Tanz und bildenden Kunst ergeben neue Perspektiven und Synergien in der Pädagogik. Sie geben mit fächer- oder genreübergreifenden Projekten wichtige Impulse für Jugendliche.
Von mehreren Musikinstituten bewusst fokussiert wird der Unterricht für Schüler aus anderen Ländern und Kulturkreisen, der zusätzlich in der jeweiligen Muttersprache angeboten wird. Auch englischsprachiger Unterricht wird in städtischen Regionen zu einem gefragten Angebot. Die Ansprüche an die vom Bayerischen Tonkünstlerverband geförderten Institute sind hoch und wurden bislang regelmäßig in Stichproben überprüft. Im letzten Jahr beschloss der Vorstand des Landesverbandes, zur besseren Vergleichbarkeit erstmalig alle Musikinstitute in einem Zug zu überprüfen. So konnten wir feststellen, dass die Förderung der letzten Jahre zu einer klaren Verbesserung der Ausstattung der Institute geführt hat, und mit welch großem Schwung, Begeisterung und Professionalität die Musikpädagoginnen und -pädagogen arbeiten. Sei es in Zusammenarbeit mit einer Kommune, mit einer Kirche oder in selbst angemieteten Räumlichkeiten – überall fanden sich gute Bedingungen für individuellen Unterricht wie für die Ensemblearbeit.
Häufig sind ja gerade die Möglichkeiten einer besonderen Profilierung und der freien Gestaltung des Unterrichtsangebots Beweggründe zur Entstehung eines solchen Instituts. So kann der Nachteil fehlender oder nur sehr geringer kommunaler Förderung durch Kreativität, erhöhte Flexibilität und das Erschließen neuer Bereiche aufgefangen werden. Hier zeigen die Freien Musikinstitute Möglichkeiten auf, bringen neue Strukturen ein und beleben das Angebot der Musikausbildung in Bayern.
Diese wird inzwischen zu einem immer größeren Teil von freiberuflichen Musikpädagog/-innen geleistet, sei es als Einzelpersonen oder in Zusammenschlüssen und Musikschulen – in den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der in der Künstlersozialkasse versicherten Musiker nahezu verdoppelt. Zu wünschen wäre daher, dass Freistaat und Kommunen bei nachgewiesener Qualität verstärkt eine langfristige Förderung der musikalischen Bildung zusicherten. Dabei sollten freie Musikpädagogen, freie Musikinstitute und Musikschulen gleichermaßen berücksichtigt werden.
Die Förderung durch den Tonkünstlerverband Bayern orientiert sich im Wesentlichen an Investitionen (Raumkosten, Noten, Instrumente) und Fortbildungen. Bedingungen und Richtlinien für eine Förderung finden Sie auf der Homepage des Bayerischen Tonkünstlerverbandes unter http://dtkvbayern.de/private-musiki…. Den Flyer mit wesentlichen Informationen können Sie beim Bayerischen Tonkünstlerverband anfordern.

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