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Alle Artikel kategorisiert unter »Free Jazz«

Die wogenden Cluster des Cecil Taylor

18.02.19 (Marcus A. Woelfle) -
„Der Versuch, von den Jobs mit Cecil zu leben, erweist sich als absolut unmöglich; es gibt einfach keine ökonomische Basis für eine derartige Musik. In Clubs ist sie völlig unverkäuflich, vor allem deswegen, weil jede Komposition eineinhalb Stunden dauert oder jedenfalls dauern könnte. Barbesitzer sind an so etwas nicht interessiert, denn wenn es etwas gibt, was sie hassen, dann sind es Leute, die mit offenem Munde dasitzen und von der Musik völlig in Anspruch genommen werden, Barbesitzer wollen Getränke verkaufen.

Veranstaltungstipp: FLUX FESTIVAL – Contemporary Electro-Acoustic Music From Berlin

10.08.18 (PM) -
Das FLUX Festival (13.-19 Aug.) präsentiert an sieben Tagen Konzerte und Gespräche mit 30 Solokünstler/innen der aktuellen Berliner Experimentalelektronikszene. Mit dabei sind Tomomi Adachi, Liz Allbee, Boris Baltschun, Rashad Becker, Burkhard Beins, Andrea Belfi, Sofia Borges, Jim Campbell, Roy Carroll, Werner Dafeldecker, Mario De Vega, Sabine Ercklentz, Korhan Erel, Andrea Ermke, Hanna Hartman, Hatam, Annette Krebs, Cao Thanh Lan, Joke Lanz, Felicity Mangan, Kaffe Mathews, Andrea Neumann, Rieko Okuda, Andrea Parkins, Ignaz Schick, Richard Scott, Wolfgang Seidel, Eliad Wagner und Marta Zapparoli.

Ein richtig Guter

12.05.18 (Andreas Kolb) -
„War ich gut?“ – konnte Cecil Taylor seine Zuhörer nach einem furiosen Solokonzert fragen – ob er wohl darauf hoffte, seine Zuhörer hätten alle verfremdeten und versteckten BluesLicks, Bob-Phrasen und typische Jazz-Harmonien wahrgenommen, die er in seiner Improvisation „versteckt“ hatte? Es war immer alles da, die ganze Jazzgeschichte, aber eben „abstrakt“. Verstanden und bewundert hatte sein Publikum mit Gewissheit seine Performance, seinen Tanz auf der Tastatur, der sich nicht auf die Virtuosität eines Fingersatzes reduzieren ließ: Taylor spielte stets mit seinem gesamten Körper Klavier. Nicht umsonst wurde er immer wieder als Schlagzeuger und Perkussionist am Klavier beschrieben.

Jazz-Musiker Cecil Taylor mit 89 gestorben

08.04.18 (dpa) -
Der einflussreiche Jazz-Pianist Cecil Taylor ist tot. Der Mitbegründer des freien Improvisationsstils Free Jazz sei am Donnerstag im Alter von 89 Jahren seinem Haus im New Yorker Stadtteil Brooklyn gestorben, berichtete die „New York Times“ am Freitag unter Berufung auf seinen gerichtlichen Vormund Adam Wilner. Informationen zur Todesursache gab es zunächst nicht.

Auszeit aus der Normalität: Die Trinkhallen-Tour Ruhr lebt weiter und wächst!

10.08.17 (Stefan Pieper) -
„Eine Trinkhalle ist ein Verkaufsstand für Wasser, alkoholische und nichtalkoholische Getränke und Dinge des sofortigen Bedarfs wie Tabak, Süßwaren (und ähnliche Genussmittel), Lebensmittel und auch Medien“ sagt Wikipedia. Die Trinkhallen-Tour Ruhr macht die kleinen Büdchen, die gerade im Ruhrgebiet lebendiges Zeugnis der Arbeiterkultur sind, zu Spielstätten der musikalischen Gegenwart. Auf Betreiben des Esseners Florian Walter und seiner Band „Die Verwechslung“ kommt hier freie, unerhörte Musik ohne Umwege zu den Menschen.

Heißer Geist der Utopie bei der 36. Ausgabe der „Konfrontationen“ in Nickelsdorf

22.07.15 (Holger Pauler) -
Der Kontrast hätte nicht größer sein können: Während wenige hundert Meter weiter im benachbarten Ungarn wieder Grenzzäune errichtet werden, machten es sich die 36. Konfrontationen im burgenländischen Nickelsdorf wie gewohnt zur Aufgabe, nicht nur über musikalische Grenzen zu springen oder sie einzureißen. Nein, sogar an die Solidarität der Festivalgäste wurde appelliert: „No borders, no nations, no seat reservations“, stand auf einem Plakat, das sich nicht nur an die ungarischen Nachbarn richtete, sondern auch die Konzertbesucher ermahnte, nicht schon am frühen Morgen einen Teil ihrer Energie dafür zu verbrauchen, die besten Sitzplätze mit Handtüchern zu reservieren: Welch ein Antagonismus bei einem Festival, das sich dem Geist der Utopie verpflichtet fühlt, dessen Gäste diesem Geist allerdings nicht immer folgen wollen.

Der mit dem Kopf tanzt

30.06.15 (Bert Noglik) -
Seine Töne glichen Frage- und Ausrufezeichen, die er in das Getriebe der Welt hineinwarf. Wichtig wurden die Beziehungen zwischen diesen Tönen. Neuverortungen, die Konventionen und Hierarchien zum Stürzen brachten. Ornette Colemans Lebenslauf mutet an wie eine Folge von Sprüngen und offenbart dabei zugleich eine staunenswerte Kontinuität. Wenn er, der von so vielen so lange verdächtigt wurde, ein Scharlatan zu sein, schließlich allenthalben als Genie apostrophiert wurde und zum Pulitzer-Preisträger aufstieg, so wohl vor allem deshalb, weil er eine Ahnung von einer Musik jenseits der Stile aufleuchten ließ, eine Musik auch jenseits der Stile des Jazz.

Jazz-Musiker Ornette Coleman im Alter von 85 Jahren in New York gestorben

11.06.15 (dpa) -
Der Jazz-Musiker Ornette Coleman ist tot. Der Saxofonspieler und Komponist sei am Donnerstag im Alter von 85 Jahren in New York gestorben, berichtete die „New York Times“ unter Berufung auf einen Sprecher der Familie. Der Musiker sei „einer der stärksten und umstrittensten Innovatoren in der Geschichte des Jazz“ gewesen, schrieb die Zeitung.

Musikalischer Spätsommernachtstraum

07.03.15 (Claudia Bigos) -
Anlässlich der 11. Braunschweiger Kulturnacht Mitte September gab der DTKV Braunschweig ein Konzert in der Dornse im mittelalterlichen Altstadtrathaus. Ensemblespiel, Kammermusik und Jazzimprovisation standen auf dem Programm.

„… glühender Dorn in den kurzsichtigen Augen“ – Eindrücke vom Dresdner Konzert der „Ermutigung“

08.11.14 (Michael Ernst) -
Aus heutiger Sicht mag es unvorstellbar sein, dass einst Tonbänder und Kassetten herumgereicht und kopiert worden sind, dass Texte handschriftlich vervielfältigt wurden und dass drastische Strafen auf solche Taten standen. Wer die Weitergabe solcher Konterbande betrieb, wurde in der DDR nicht wegen Verletzung von Urheberrechten belangt, sondern galt sofort als Staatsfeind. Meist ging es ja um Texte mit brisantem Inhalt, um Anklagen und Vorwürfe, die das gesamte Weltgefüge des kommenden Kommunismus ins Wanken bringen könnten.
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