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Alle Artikel kategorisiert unter »Impressionismus«

Ruhrtriennale: Krzysztof Warlikowski und Sylvain Cambreling machen aus Claude Debussys „Pelléas et Mélisande“ ein spannendes Kammerspiel

20.08.17 (Joachim Lange) -
Dass der aktuelle Intendant der Ruhrtriennale Johan Simons die letzte Jahresscheibe seiner Intendanz mit Claude Debussys „Pelléas et Mélisande“ einläutet, hat auch etwas von einer Referenz an den Erfinder dieser alljährlichen kulturellen Frischzellenkur für das Ruhrgebiet Gerard Mortier. Die Bochumer Jahrhunderthalle, in der diese Eröffnung mit einer vorgeschalteten Rede von Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller zelebriert wurde, hat sich längst als Herzstück der Ruhrtriennale etabliert. Dieses Industriearchitektur-Erbstück verdankt Mortier damit eine respektable Alterskarriere!

Die schwangere Melisande – Peter Sellars inszeniert Debussys Oper in der Berliner Philharmonie

17.12.15 (Peter P. Pachl) -
Der amerikanische Regisseur Peter Sellars hat vor zwei Dezennien Claude Debussys „Pelléas et Mélisande“ im Musiktheater in Amsterdam als eine heutige Szenenfolge bebildert. Die Neuinszenierung des derzeitigen „Artist in Residence“ der Berliner Philharmoniker nutzt die zahlreichen Ebenen der im Berliner Volksmund „Circus Karajani“ genannten Philharmonie für seine überaus intensive, auf klassische Requisiten verzichtende und eine die Handlung auch in den Zwischenspielen weiterführende Darstellung eines permanenten, offenen Voyeurismus.

Reiner Klang und reine Melodie

11.10.15 (Rainer W. Janka) -
Die Harfe thront goldglitzernd in der Mitte, umrahmt von der Flöte und drei Streichern: Zupfen, Flöten und Streichen für den Frühling. Mit „Primavera“ war nämlich die Matinee im Künstlerhof am Sonntag betitelt. Gegenüber standen sich französischer Impressionismus und deutsche Romantik – reiner Klang und reine Melodie, reizvolle Kontraste, die ein ungewöhnliches und beschwingtes Konzert ergaben.

Sinnentleerter Symbolismus – Münchens Opernfestspieleröffnung „Pelléas et Mélisande“ endet in einem Buh-Sturm

29.06.15 (Wolf-Dieter Peter) -
Schön, dass die Bayerische Staatsoper einen der besten „Sänger-Scouts“ der Opernwelt hat. Pål Moe gelang prompt die Zusammenstellung einer kaum besser vorstellbaren Besetzung für Debussys „Anti-Tristan“. Auch Dirigent Constantinos Carydis überzeugte mit dem Staatsorchester im Graben des Prinzregententheaters in einer anfangs feinsinnig lyrischen, dann zunehmend dramatischen Deutung der Partitur. Für sie alle uneingeschränkte „Bravi!“ – und ansonsten vehementes „Buh!“.

Leidenschaftlich und virtuos

30.03.15 (Arved Hahn) -
Zum Auftakt des Workshops „Junge Talente“, der vom Tonkünstlerverband Bayern im Januar durchgeführt wurde, gaben Dozent Herbert Schuch (Mitte) und Gülru Ensari (rechts) ein packendes Konzert im Arthur-Rubinstein-Saal des Steinway- Hauses.

Auf dem Sofa mit Claude Debussy

07.03.15 (Gudula Senftleben) -
„Für mich gilt die Wahrheit, dass man das Konservatorium so bald wie möglich verlassen und seine Individualität suchen und finden muss.“

Endlich wieder das Original

31.10.14 (Christoph Schlüren) -
„La mer“ ist, zusammen mit dem „Prélude à l’après-midi d’un faune“ und der „Ibéria“ aus den „Images“, der Klassiker unter Claude Debussys Orchesterwerken und für viele der Höhepunkt seines Schaffens, was die symphonische Korrelation über die kontrastierenden drei Sätze hinweg betrifft.

Plitsch Platsch-Polka

08.01.14 (Erna Rauscher) -
Mit einem bunten Strauß von Melodien vom Barock bis zum Impressionismus machten Mitglieder des TKV Schweinfurt/Main-Rhön mit klassischer Musik ihre ganz persönliche Aufwartung im Rahmen der Bayerischen Landesausstellung. Natürlich spielte dabei Wasser eine gewichtige Rolle. Plitsch! Platsch! … Polka? lautete der Programmtitel – man durfte gespannt sein. Kurz und prägnant moderierte die Vorsitzende des Verbandes Elke Tober-Vogt das Programm, stellte dabei die mitwirkenden Künstler und die Werke vor.

Gleich einem Pfeil, der einsam in die Höhe schießt

31.08.12 (Anke Kies) -
Am 22. August jährte sich zum 150. Mal der Geburtstag von Claude Debussy. Die Dominanz eines anderen Jubilars, John Cage, mag die Sicht auf den Geburtstag des 50 Jahre älteren vielleicht etwas verstellt haben. Ein Blick auf die Neuerscheinungen belehrt uns dann doch eines Besseren. Musikverlage nahmen das Jubiläum zum Anlass, in neuen Ausgaben das Werk Debussys zu würdigen – der G. Henle Verlag sogar in einer Gesamtausgabe aller Werke für Klavier im Urtext.

Von fernen Ländern und fremden Klangwelten

07.07.10 (Anke Kies) -
„Sammlungen mit thematischem Bezug“ – ein Verkaufshit? Das Angebot in seiner Fülle ist mittlerweile schwer überschaubar und lässt tatsächlich kaum Wünsche offen. Schon Bach „sammelte“, und meist lag die Bündelung in der Hand der Komponisten. Klavierspielende Fräulein häufelten im 19. Jahrhundert fleißig von Hand vervielfältigte Albumblätter; heute werden Musikverlage tätig, um eine nie dagewesene Zahl von Klavierschülern mit immer neuen Ausgaben zu versorgen. Die Bemühungen unter den Komponisten halten sich dabei in Grenzen, also wird alternativ Vorhandenes aufbereitet, zeitgemäß verpackt und eben mit einem Thema versehen. Dabei wird auf Schwankungen im Schwierigkeitsgrad geachtet, die schließlich ein Garant für länger währende Verwendung im Unterricht sind. Das Wiederfinden eines bestimmten Stückes gestaltet sich bei der Verwendung von mehreren Sammlungen allerdings oft zu einem Problem.
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