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Alle Artikel kategorisiert unter »klassische Moderne«

unüberhörbar 2020/05

Singing Oboe. Trygve Aarvik (Oboe), Norwegian Radio Orchestra, Ingar Bergby. LAWO +++ Josef Suk: Asrael-Symphonie. BR-Symphonieorchester, Jakub Hruša, BR Klassik +++ Aquarelles. Reynaldo Hahn: Streichquartett Nr. 2 F-Dur; Claude Debussy: Ariettes Oubliées, Streichquartett g-Moll. Noga Quartet; Siobhan Stagg, Sopran. Avi +++ Joseph Haydn: Streichquartette op. 76, Nr. 1–3. Chiaroscuro Quartet. BIS +++ Krzysztof Penderecki: Hornkonzert, Adagio for Strings, Violinkonzert Nr. 1, Threnody. Radovan Vlatkovic, Horn; Barnabas Kelemen, Violine; London Philharmonic Orchestra, Michal Dworzynski, Krzysztof Penderecki. LPO

Wild lodernde, vollendet beherrschte Formung

12.05.20 (Christoph Schlüren) -
Richard Strauss: Salome, hrsg. von Claudia Heine (Richard Strauss Werke – Kritische Ausgabe). Schott RSW 103-10 +++ Giuseppe Verdi: Messa da Requiem, hrsg. von Marco Uvietta. Bärenreiter BA 7590 +++ Bohuslav Martinu: The Spectre‘s Bride, H 214 I A; Field Mass, H 279, hrsg. von Paul Wingfield (Bohuslav Martinu Complete Edition). Bärenreiter BA 10573-01

Lieder im Stil der klassischen Moderne, Wilhelm Busch gewidmet

07.10.18 (Jutta Heise) -
Im Umfeld des Deutschen Tonkünstlerverbandes wurde 2011 in Hannover der Arbeitskreis Tonsatz von Ulrich Roscher gegründet. Er war als Lehrbeauftragter für Tonsatz und Gehörbildung an den Musikhochschulen Bremen und Hannover tätig und hat Kurse unter anderem für Studienbewerber für den DTKV gegeben. Als freier Musiktheoretiker und Komponist leitet nun er den Arbeitskreis, dessen monatliche Arbeitstreffen allen Musikern offenstehen (Kontakt über www.dtkv-niedersachsen.de).

Schneewittchen und das blinde Mädchen

29.12.17 (Viktor Rotthaler) -
Anfang November ging durch die Weltpresse eine Meldung, die vermutlich nur Spezialisten ziemlich beeindruckt haben dürfte: Verschollene Kurt-Weill-Komposition entdeckt. Dabei handelte es sich um ein neues Puzzlestück in der Geschichte der deutsch-jüdischen Popularmusik des 20. Jahrhundert. Ein Puzzlestück, das auch viel über die Zeitläufte erzählt, in denen diese Werke entstanden sind, die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen. Wenn man will, kann man diesen Fund einbetten in zwei weitere „Entdeckungen“ der letzten Jahre, die Originalaufnahme von Friedrich Hollaenders „An allem sind die Juden schuld“ oder die Entschlüsselung der deutschen Synchronfassung von Walt Disneys „Schneewittchen“ im Frühling 1938 in Amsterdam.

Aufforderung zum Kampf – In Bonn inszeniert Peter Konwitschny Othmar Schoecks selten gespielten Einakter „Penthesilea“

18.10.17 (Joachim Lange) -
Wenn es gerecht zuginge, dann müsste man gemeinsam mit „Salome“ und „Elektra" auch Othmar Schoecks (1886-1957) „Penthesilea“ nennen. Neuerdings auch Aribert Reimanns „Medea“. Alles Frauen-Monumente des Musiktheaters von erheblicher Wucht. Die ersten drei wurden in der Dresdner Semperoper uraufgeführt. Doch nur die beiden Strauss-Einakter haben sich im Kernrepertoire gehalten. Schoecks Kleist-Oper ist dort erst 2008 in einer grandiosen Inszenierung von Günter Krämer dort wieder in Erinnerung gebracht worden. Die 2010 in Wien uraufgeführte „Medea“ von Aribert Reimann müsste es, schon weil sie eine Verlängerung dieser Reihe in die zeitgenössische Moderne ist, künftig auch mal auf den Dresdner Spielplan schaffen.

Der Prinzessin und die Mausefalle – „Salome“ an der Oper Leipzig

20.06.17 (Joachim Lange) -
Die neue „Salome“, die Ulf Schirmer, Aron Stiehl und Rosalie in der Oper Leipzig herausgebracht haben, überzeugte das Premierenpublikum und war der Höhepunkt eines Richard-Strauss-Wochenendes. Joachim Lange berichtet.

Ein Scheiterhaufen als Appell –Honeggers „Jeanne d’Arc au bûcher“ an der Oper Frankfurt

16.06.17 (Michael Kube) -
Der Gegensatz konnte kaum größer sein, und doch erschien er am Ende in bedeut­samer Sinnfälligkeit: auf der einen Seite als himmlisches Vorspiel Claude Debu­ssys präimpressionistisches Poème lyrique „La Damoiselle élue“ (1893), auf der anderen das in dunkle, schmutzig-drohende Bilder getränkte Oratorium „Jeanne d’Arc au bûcher“ (1935) von Arthur Honegger. Eine direkt anfassende, ja aufrüt­telnde Doppelinszenierung durch Àlex Ollé und sein spanisch-katalanisches Kollektiv „La Fura dels Baus“.

Durch die Risse des Jahrhunderts – Mieczyław Weinbergs „Wir gratulieren“ und Erich Wolfgang Korngolds „Der Ring des Polykrates“ am Theater Heidelberg

30.05.17 (Joachim Lange) -
Bei diesem Heidelberger Opern-Doppelabend macht nicht nur die Kombination der beiden Kurzopern neugierig. Schon, weil sie aus der entlegenen Spielplangegend zwischen Ausgrabung und Entdeckung stammen. Im Falle von Mieczyław Weinbergs „Wir gratulieren“ kann sich das Theater sogar der Deutschen Erstaufführung der Originalfassung rühmen. Die Uraufführung dieses Zweiakters gab es in Moskau erst 1983. Und auch der „Ring des Polykrates“ von Erich Wolfgang Korngold aus dem Jahre 1916 zeigt keinerlei Verschleißerscheinungen wegen zu häufiger Aufführungen. Beide Komponisten gehören zu den Genies, deren Biografie von den Verwerfungen des 20. Jahrhunderts geprägt und deren Werk in den Windschatten von Größen gedrängt wurde, von denen die Nachwelt (bislang zumindest) beschlossen hat, dass sie dieses Jahrhundert repräsentieren.

unüberhörbar 2017/05

19.05.17 (Hanspeter Krellmann) -
So höret meinen Gesang – Klopstock-Vertonungen von Georg Philipp Telemann und Johann Heinrich Rolle. Solisten, Leipziger Concert, Siegfried Pank. Raumklang +++ Ralph Vaughan Williams: Sinfonien­ 3 & 4. Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, Andrew Manze. Onyx +++ Domenico Scarlatti: Sonatas. Angela Hewitt, Klavier. Hyperion

Vertikalreise – „Die Frau ohne Schatten“ an der Hamburgischen Staatsoper

18.04.17 (Peter P. Pachl) -
Eine Woche nach der Neuinszenierung von Strauss’ Komposition des Kunstmärchens von Hugo von Hofmannsthal durch die Berliner Staatsoper, hievte auch die Staatsoper Hamburg jene Spielvorlage, welche die Autoren gerne als pures Märchen jenseits von Deutungen gesehen hätten, auf den Prüfstand eines psychologisch ausgerichteten Regietheaters. Ein nicht immer schlüssiger, aber sehens- und hörenswerter Abend.
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