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Alle Artikel kategorisiert unter »Vokalmusik«

Von den Grenzen des Gesangsrepertoires

07.03.22 (Wendelin Bitzan) -
In der Ausbildung und Berufsausübung klassischer Sängerinnen und Sänger werden große Teile des Repertoires vernachlässigt. Die Musik der Renaissance und des Frühbarock spielen eine untergeordnete Rolle in der Praxis der meisten Gesangssolist*innen und ist vielen Protagonist*innen nicht einmal bekannt. Ähnliches gilt für das andere Ende des Spektrums – nur selten wagt man sich über das frühe zwanzigste Jahrhundert, über die sogenannte „klassische Moderne“, hinaus. Dabei gibt es zwei Gattungsbereiche, die im Musikbetrieb fast vollständig ignoriert werden: nicht-solistische geistliche Vokalmusik und Ensemble-Kompositionen, die nicht Bestandteil einer Oper sind. Warum ist es eine absolute Ausnahme, etwa eine florentinische Monodie oder ein Schönberg-Lied von nicht auf „Alte Musik“ oder „Neue Musik“ spezialisierten Sänger*innen zu vernehmen? Dieser Befund verdient es, dass man ihm einige Worte widmet.

Allein oder zusammen unterrichten?

17.08.20 (Christiane Iven) -
Das Unterrichtsmodell Teamteaching im künstlerischen Hauptfach ist nicht neu, wird aber bisher an deutschen Musikhochschulen immer noch eher wenig praktiziert. Möglicherweise liegt das an den durchaus komplexen Herausforderungen, die einem gelingenden Konzept vom gemeinsamen Unterrichten vorausgehen. Solche möchte ich im Folgenden reflektieren und versuchen, Hinweise zu geben, die zum Gelingen dieser kreativen Unterrichtsform beitragen können. Das tue ich vor dem Hintergrund der Erfahrungen, die wir mit Teamteaching innerhalb der Gesangsabteilung an der Hochschule für Musik und Theater München gemacht haben.

Buch-Tipps 2019/11

18.11.19 (Michael Wackerbauer) -
Thomas Krämer: Praktische Harmonieübungen. Themen – Aufgaben – Lösungen, Breitkopf & Härtel, Wiesbaden 2019, 207 S., Notenbsp. +++ Barbara Dobretsberger: Formenlehre. Formen der Vokalmusik. Ein Handbuch für Studierende und andere Neugierige, Doblinger, Wien 2019, 254 S. Notenbsp. +++ Urban Mäder/Thomas Meyer/Marc Unternährer: Vermittlung Freier Improvisation. Ein Kompendium, Wolke, Hofheim 2019, 135 S.

Zwischen freier und strenger Gestaltung

06.09.19 (Christoph Vratz) -
Er war mehrfach zu Feldforschungen unterwegs. Mal zog er mit Zoltan Kodály durch die große ungarische Tiefebene, mal hatte er einen Phonografen im Gepäck. Doch sein Anliegen blieb stets dasselbe: Auf der Suche nach alten Volksliedern wollte er der meist bäurischen Bevölkerung altes ungarisches Liedgut entlocken. Einfach war dieses Unterfangen nicht, wie einige Aufzeichnungen belegen.

Die hohe Kunst des Understatement: Südseite nachts mit den Neuen Vocalsolisten

Ein paar Nachzügler kommen noch später, denn die „Südseite nachts“ bei Musik der Jahrhunderte am Stuttgarter Theaterhaus mit den Neuen Vocalsolisten hat versuchsweise erstmals schon um 19 Uhr begonnen. Ein gut gelaunter Andreas Fischer, der Bass, gibt eine kleine Einführung, und überhaupt: Wer behauptet, neue Musik sei ernste Musik, muss nach diesem Abend zu urteilen etwas falsch verstanden haben.

„Die Prinzen“ sinfonisch: Aus Leipzig mit Orchester durch Deutschland

12.11.17 (Roland H. Dippel) -
„Wir sind so glücklich, nach dreißig Jahren wieder dort anzukommen, wo wir gestartet sind,“ ruft Sänger Sebastian Krumbiegel beim ersten der zwei Konzerte der deutschen Band „Die Prinzen“ in die randvolle Oper Leipzig. Damit fällt der Startschuss zur „Tournee mit Sinfonieorchester“ in die ersten Konzertsäle Deutschlands.

Noten-Tipps 2017/11

10.11.17 (Eckart Rohlfs) -
Daniel N. Seel (*1970): Gesänge (2012/13) für Stimme und Begleitung: Zwei Celan-Gesänge (2013) für Stimme und Klavier. Nach Texten von Paul Celan (1920–1970). NM 1757, Verlag Neue Musik Berlin.

Matte „Maltheser“-Szenen: Irina Pauls‘ Uraufführung bei der 27. Euro-Scene Leipzig

10.11.17 (Roland H. Dippel) -
Die 27. euro-Scene 2018 widmet sich „Ausgrabungen“ und schlägt einen Bogen von der Tanz-Moderne nach 1920 ins Heute. Die Rekonstruktion des „Triadischen Balletts“ von Oskar Schlemmer durch das Bayerische Juniorballett München zur Eröffnung im Leipziger Schauspielhaus und der Abend mit Rekonstruktionen historischer Stücke von Gret Palucca, Marianne Vogelsang und Mary Wigman im LOFFT machten Tanzgeschichte erlebbar. Eigenbeitrag ist eine Uraufführung des Vokalquintetts Amarcord mit der Choreografin Irina Pauls.

Auf schwing dich Sopran, ins Klingsorland

30.06.17 (Georg Beck) -
Man hatte sich ein paar schöne Überraschungen ausgedacht. Hinterher war der Geschenktisch dann so voll, dass sich alles beinahe selber Konkurrenz machte und man das allerschöns­te Überraschungsei beinahe überlesen hätte, diese zwei locker auf Reim gewebten Fünfzeiler gleich beim Aufschlagen der Jubiläumsbroschüre. Klarer Fall, ein Gedicht. Eines, das tatsächlich „Auditivvokal“ überschrieben und auch genau so, im designten Ensemble-Halbfett, geschrieben war. Darunter der Name des Urhebers: Marcel Beyer. Daher also der Name! Nur, dass auf Nachfrage folgender Bescheid erging: Nein, genau andersherum sei es gewesen, nicht die Auditiven hätten „Auditivvokal“ in einem Marcel Beyer-Gedicht entdeckt, sondern Marcel Beyer habe Auditivvokal ein gleichnamiges Gedicht zum bestehenden Namen geschrieben und – geschenkt. Einfach so.

Amarcord und Calmus: Luxus-Konzerte in Leipzig und in Oberbayern

29.06.17 (Roland H. Dippel) -
Außerhalb dieses Luther- und Reformationsjahr müsste man dahinter eine fulminante PR-Attacke vermuten. Aber in der Veranstaltungsdichte mit Bachfest, „Unerhörtes Mitteldeutschland“ und „Straße der Musik“ scheint so gut wie nichts unmöglich.
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