Orchestervereinigung nennt Lösungsvorschläge "einigungsfähig"


30.11.11 -
Dresden - Der Streit um die geplante Fusion der Orchester der Landesbühnen Sachsen in Radebeul und der Elblandphilharmonie in Riesa könnte schon bald beendet werden. Die Deutsche Orchestervereinigung (DOV) bewertet die von Vertretern der Staatsregierung und der beteiligten Landkreise erarbeiteten Lösungsvorschläge als "einigungsfähig", wie die DOV am Mittwoch in Berlin mitteilte.
30.11.2011 - Von Agentur - dapd, PM, KIZ

Demnach müssten die Orchestermitglieder mit einem Gehaltsverzicht von 20 Prozent auskommen. Für Musiker, die freiwillig das Orchester verlassen, soll vom Freistaat ein Abfindungsfonds eingerichtet werden.

 

Ergänzend dazu die Pressemeldung der DOV:

Orchesterfusion Radebeul-Riesa: Erpressungsstrategie des Freistaats verhindert Lösung

Fortsetzung der Verhandlungen dringend notwendig

Die Deutsche Orchestervereinigung prangert die Erpressungsstrategie des Freistaats an und fordert mit Nachdruck die Verlängerung der heute auslaufenden Einigungsfrist.  „Schon im Interesse der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen wir die Ankündigung des Freistaats ernst nehmen, ab dem 1. Dezember das Orchester der Landesbühnen aufzulösen. Deswegen stellen wir nochmals unmissverständlich klar, dass wir zur Fortsetzung der Verhandlungen auf Grundlage des Eckpunktepapiers der Arbeitgeberseite  bereit sind“, so Andreas Masopust, stellv. Geschäftsführer der DOV.

Wie sich in der Zwischenzeit jedoch herausstellte, wurden in Spitzengesprächen zwischen den Staatssekretären der Ministerien Wissenschaft und Kunst sowie Finanzen und den beiden beteiligten Landräten Steinbach und Geisler Lösungsvorschläge erarbeitet, die für die Arbeitnehmerseite durchaus einigungsfähig wären. Nach freiwilligen Abgängen von Orchestermusikern, für deren Finanzierung der Freistaat einen Abfindungsfonds zur Verfügung stellt, hatte man für die verbleibenden Musiker bereits eine Bezahlung nach TVK B mit einem Gehaltsverzicht von ca. 20% intern vereinbart. Zur Finanzierung des personellen Überhangs in Höhe von ca. 900.000,- € ist eine Lösung zwischen den Beteiligten greifbar.

„Wir appellieren zum wiederholten Mal an die politisch Verantwortlichen, ihre Verantwortung wahrzunehmen und die Verhandlungsführung der Arbeitgeberseite unverzüglich zu beauftragen, die getroffenen Absprachen nun auch zum Gegenstand von Verhandlungen zu machen“, so Masopust abschließend.

30.11.2011

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