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Alle Artikel kategorisiert unter »Menschen«

Unerschütterlichkeit auf einem Weg am Rande

01.07.05 (Reinhard Schulz) -

Igor Strawinsky hat einmal, im Jahr 1955, über den 1945 durch einen tragischen Irrtum erschossenen Komponisten Anton Webern geschrieben: „Wir müssen nicht nur diesen großen Komponisten verehren, sondern auch einen wirklichen Helden. Zum völligen Misserfolg in einer tauben Welt der Unwissenheit und Gleichgültigkeit verurteilt, blieb er unerschütterlich dabei, seine Diamanten zu schleifen, seine blitzenden Diamanten, von deren Minen er eine so vollkommene Kenntnis hatte.“

Freiheit, ins Ungekannte zu stürzen

01.07.05 (Michael Herrschel) -
New York, Sommer 2003: ein Fremder aus Nieder-Roden trifft Ensemble Modern. Das Gespräch wird zum Zündfunken für seine explosive Phantasie. Er beginnt einen wild polyphonischen Zyklus zu skizzieren, nennt ihn „Le tout, le rien” – und gewinnt im Europäischen Zentrum der Künste Hellerau einen kollegialen Partner und Auftraggeber. Als Uraufführungstermin wird der 1. Oktober 2005 vereinbart; Deutscher Musikrat und Hessischer Rundfunk ermöglichen flankierend eine Studioaufnahme für die „Edition Zeitgenössische Musik”. Für den Fremden eine Chance, auf die er sich mit ausdauerndem Training vorbereitet hat.

11 Fragen an…

01.07.05 () -

Mitbegründerin, Organisatorin und Managerin des Festivals „Klangspuren“ Schwaz, geboren in Imsterberg, Tirol, musisch pädagogisches Realgymnasium, Studium der Georgrafie und Geschichte in Innsbruck, Aufbau des Kultur-und Kommunikationszentrums UTOPIA in Innsbruck, leitete von 1993 das 1999 das Kulturamt der Stadt Schwaz, lebt mit zwei erwachsenen Kindern in Innsbruck.

Seismographische Erinnerung an die Zukunft

01.07.05 (Dieter Senghaas) -
„Was Menschen zu verschiedener Zeit in dieser Hinsicht umgetrieben hat – Kriegsängste und die Sehnsucht nach Frieden sowie das gesamte Spektrum von historischen und lebensgeschichtlichen Erfahrungen dazwischen – wird auch in Kompositionen hörbar.” Der am Institut für interkulturelle und internationale Studien der Universität Bremen lehrende Politikwissenschaftler und Friedensforscher Dieter Senghaas hat sich wiederholt mit der Frage auseinandergesetzt, inwiefern Frieden auch eine musikalische Kategorie sein kann, zuletzt in dem Sammelband „Vom hörbaren Frieden” (siehe die Besprechung auf Seite 4). Für die neue musikzeitung nimmt er nun Karl Amadeus Hartmanns 100. Geburtstag am 2. August zum Anlass einer auf zwei Hauptwerke des Komponisten bezogenen Reflexion.

Das Hören in sein Recht setzen

01.07.05 (Thomas Janssen) -

Die Musik, die Neue zumal, mit der in diesem Fall auch die des 20. Jahrhunderts gemeint ist, werde als abstrakte Kunst wegen der Dominanz des Visuellen in unserer Kultur weniger akzeptiert als die Tonkunst vergangener Jahrhunderte. So hat Gerald Humel in Gesprächen wiederholt die aktuell eher marginale Rolle von Kunstmusik zu erklären versucht. Eine persönliche Antwort auf diese Problematik hat der am Freitag, dem 13. Mai, unerwartet verstorbene Komponist aus Berlin mit seiner Musik gegeben – mit einer Musik, durch deren subtile Ausformung Gerald Humel das Hören neu herausfordern und in sein Recht setzen wollte.

Dem konnte man nichts abschlagen

01.07.05 () -

Eine meiner allerersten Begegnungen mit Gerald Humel fand bereits im Zusammenhang mit dem Schreyahner Herbst 1989 statt. Ich war Stipendiat im Künstlerhof, zu meinem und zum Leidwesen der Samtgemeinde und aufgrund kalendarisch/werkspezifischer Sachzwänge am Oszillieren zwischen Schreyahn, Köln und Paris, wobei Schreyahn mein dringend notwendiger Ruhepunkt war zum Erarbeiten dessen, was in Köln bei Proben und in Paris im Studio dann griffbereit sein sollte…

11 Fragen an… Karl Karst

01.06.05 () -

Karl Karst, Programmchef WDR 3, leitet seit 1999 das Kulturradio des WDR. Journalistische Tätigkeiten für die F.A.Z., den Kölner-Stadt-Anzeiger und epd-medien. Redaktionserfahrungen beim Bayerischen und beim Süddeutschen Rundfunk. Buchveröffentlichungen im Suhrkamp- und Insel Verlag. Initiator der WDR Kulturpartnerschaften, Mitglied der künstlerischen Leitung der MusikTriennale Köln, WDR-Vorstand der INITIATIVE HÖREN.

Der Schlüssel ist und bleibt die Regelschule

Positive Neuigkeiten aus Frankfurt: 6,9 Prozent mehr Besucher und eine ähnliche Steigerung bei der Zahl der Aussteller – in ihren Pressecommuniques verbreitete die Frankfurter Musikmesse gute Stimmung. Anlass für die neue musikzeitung, Gerhard A. Meinl, den Präsidenten des Bundesverbandes deutscher Musikinstrumentenhersteller, zur Stimmung in seinem Verband zu fragen.

11 Fragen an…<br /> Redunzl Semmelmann

01.06.05 (Redunzl Semmelmann) -

Meine kleine Glosse, die von der nmz-Redaktion mit „Semmelmanns Musica viva“ überschrieben wird, erscheint jetzt wohl immer auf Seite 12. Zumindest denke ich, dass dies so bleibt. Gibt’s ja auch nix zu meckern, denn die Seite 12 ist die Ulkseite der nmz, inklusive Impressum. So wie die „Wahrheit“ bei der taz. Und da meine Glossen ulkig sind, ist somit alles in bester Ordnung. Ebenso auf der Seite 12 ist immer so ein Promi-Fragebogen über Musik zu finden: 11 Fragen an… Da ich niemals prominent sein werde, beantworte ich diesen Fragebogen jetzt ganz nassforsch und ulkig hier in meiner Glosse. Denn ich darf hier schreiben, was ich will. Na ja, fast. Solange ich niemanden verunglimpfe oder unseren Bundespräsidenten, den Köhlers Horscht, nicht beleidige. Und das habe ich natürlich nicht vor. Dazu ist der Köhlers Horscht einfach viel zu unwichtig, auch wenn er in seiner unendlichen Langweiligkeit fast schon wieder ulkig ist. Der Fragebogen ist wichtig. Bei mir würde er so aussehen:

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