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Alle Artikel kategorisiert unter »Innsbruck«

Packender Wurf: Robert Schumanns „Genoveva“ in Innsbruck

26.09.22 (Roland H. Dippel) -
Robert Schumanns einzige Oper „Genoveva“ gilt als sperrig und kompliziert. Am Tiroler Landestheater Innsbruck erinnerte man sich an den bitteren Gehalt der Legende und den misogynen Ungeist der Kirche. Johannes Reitmeiers Inszenierung gerät packend, Lukas Beikircher hat am Pult die rettende Löwenpranke. Und es gibt ein souveränes Quartett der Hauptpartien: Susanne Langbein, Alec Avedissian, Jon Jurgens, Irina Maltseva.

Die „Amazonen-Korsarin“! Carlo Pallavicinos Oper begeistert in Innsbruck

24.08.22 (Roland H. Dippel) -
Die Premiere von „L’amazzone corsara, ovvero L’Alvilda regina de’ Goti“ von Carlo Pallavicino (1630-1688) mit dem Libretto von Giulio Cesare Corradi bei den 46. Innsbrucker Festwochen der Alten Musik ist ein Beispiel für viele Überraschungen, welche Opernentdeckungen aus dem späten 17. Jahrhundert beinhalten. Mit Preisträgern des 12. Innsbrucker Cesti-Wettbewerbs 2021 lieferte die Produktion von Barockoper Jung im Kammertheater ein erstklassiges Festspiel.

Bildung statt Missbrauch: „Silla“ von Graun bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik

07.08.22 (Roland H. Dippel) -
Von den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik geht die Produktion von Carl Heinrich Grauns „Silla“ unter einem Berlin-affinem Produktionsteam – Alessandro De Marchi (Dirigent) und Georg Quander (Regie) – zu den Osterfestspielen Schloss Rheinsberg. Zu bestaunen gab es in der ersten Neuproduktion dieses Dramma per musica (Berlin 1753) nach 240 Jahren viel. Roland Steinfeld hatte eine praktische Urtext-Ausgabe nach zwei Abschriften der Partitur aus der Berliner Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz erstellt. Ein Triumph der Counterstimmen von Bejun Mehta, Valer Sabadus, Hagen Matzeit und Samuel Mariño.

Wie man Sperren aufhebt

29.10.21 (Gerhard R. Koch) -
„Lost in Translation“, Sofia Coppolas Film von 2003 zeigt einen Amerikaner in der midlife crisis und eine Jüngere in einer ebenfalls sterilen Beziehung in einem Tokyoter Hotel. Wirklich zueinander finden können sie nicht. Aber auch Japan bleibt ihnen so fremd wie sie den Japanern: Kommunikation findet nicht statt, was nicht nur Frage der Übersetzung ist. Das englische Gegenstück zu dieser lautet „Transitions“, Übergänge. Ebendies hat Reinhard Kager zum Motto der diesjährigen „Klangspuren“ im tirolerischen Schwaz gemacht.

Feine Musik, komplizierte Sujets: Pasquinis „Idalma“ und Matthesons „Boris Goudenow“ in Innsbruck

27.08.21 (Roland H. Dippel) -
Eigenwillig schwanken die 45. Innsbrucker Festwochen der Alten Musik zwischen Aufbruch und Kontinuität. Wegen der Renovierungsarbeiten am Tiroler Landestheater fanden die Opern-Produktionen im großen Saal und den Kammerspielen des Hauses der Musik statt. Erfreulicherweise wurde das im Juni vergrößerte Platzangebot vom Publikum trotz der verkürzten Vorverkaufsperiode intensiv goutiert.

Die Wolga, der Müll und der Tod – „Katja Kabanova“ endlich in Innsbruck

29.05.21 (Roland H. Dippel) -
Jetzt – in der sich lockernden Pandemie – könnte man spielen. Aber nach drei Vorstellungen von Leoš Janáčeks „Katja Kabanova“ schließt das Tiroler Landestheater aufgrund der geplanten Innenraumsanierung ab 1. Juni. Die Wiedereröffnung ist für Oktober 2021 geplant. Aufführungen der Innsbrucker Festwochen Alter Musik finden deshalb im Kammertheater und im Haus der Musik statt. Beim dritten Anlauf wurde die erste Aufführung von Janáčeks Oper vor physischem Publikum mit großer Orchesterbesetzung zu einem packenden emotionalen Wechselbad aus Abscheu und Berührtsein.

Paërs anderer „Fidelio“ bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik

13.08.20 (Roland H. Dippel) -
Nur halb so dick wie die von Plan A ist die wegen Corona verschlankte Fassung der Jahresbroschüre zu den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik. Trotzdem kommt das Festival bemerkenswert gut und glücklich in die Gänge. Alle drei Musiktheater-Produktionen finden statt: Paërs „Leonora“ als Tribut an das Beethoven-Jahr, Alessandro Melanis „L'empio punito“ und die sechs musikalischen Intermedien zu „La pellegrina“ – dazu auserlesene Konzerte wie Carissimis Oratorium „Jephte“ mit Voces Suaves und ein Arienabend mit Franco Fagioli. „Felix Austria!“, obwohl die Altstadt im Sommer 2020 durch eine Vielzahl von Baustellen zerstückelt ist und aufgrund der Pandemie Touristenströme nicht so üppig durch die Straßen treiben wie in den letzten Jahren. Roland H. Dippel erlebte zwei stark kontrastierende, großartige Abende.

Justiz stellt Ermittlungen gegen Erler Ex-Intendanten Kuhn ein

13.03.20 (dpa) -
Innsbruck - Das Ermittlungsverfahren gegen den ehemaligen Intendanten der Festspiele Erl, Gustav Kuhn, wegen des Verdachts der sexuellen Belästigung ist eingestellt worden. 15 angebliche Vorfälle seien untersucht worden, teilte die Staatsanwaltschaft Innsbruck mit.

Triumphal: Pietro Antonio Cestis „La Dori“ bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik

26.08.19 (Dieter David Scholz) -
Am 14. Oktober 2019 gedenkt die Musikwelt des 350. Todestages Pietro Antonio Cestis. Aus diesem Anlass haben die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik an Cestis langjährigem Wirkungsort nach mehr als drei Jahrhunderten des Vergessens die Verkleidungs- und Verwechslungskomödie „La Dori“ wieder ans Bühnenlicht gezogen. Dieter David Scholz sah einen triumphalen Höhepunkt der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik.

Gesungener Schinken: Riccardo Broschis „Merope“ bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik

09.08.19 (Dieter David Scholz) -
Die diesjährigen 43. Innsbrucker Festwochen der Alten Musik stehen im Zeihen des 500. Todesjahres Kaiser Maximilians I., der Innsbrucks Ruf als bedeutende Musikstadt begründete, und des 350.Todesjahres des Innsbrucker Hofmusikers Pietro Antonio Cestis. Im umfang­reichen Festivalprogramms wird die Schatzkiste der Musik von Habsburger Hofmusikern in hochkarätig besetzten Konzerten geöffnet – nicht zuletzt im auratischen Spanischen Saal von Schloss Ambras. Die beiden Neuproduktionen der Opern „Merope“ von Riccardo Broschi und „La Dori“ von Pietro Antonio Cesti sind Höhepunkte des diesjährigen Festivals. Am 7. August hatte „Merope“ im Landestheater Premiere. Dieter David Scholz berichtet aus Innsbruck.
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